#109 - In a Silent Way

Shownotes

Viel wurde über Miles Davis schon erzählt (nicht nur anlässlich seines 100. Geburtstags). Auch in den Jazzfolgen dieses Podcasts wurde immer wieder über ihn gesprochen, wenngleich er noch nie allein Thema war. Aber diesmal geht es nur um ihn. Miles ist für den Trompeter Lorenz Raab ein großes Vorbild und er hat sich intensiv mit „In a Silent Way“ auseinander gesetzt. Er erklärt, warum Miles‘ Trompetenklang so einzigartig ist, was ihn von anderen Bandleadern unterscheidet und wie wichtig die Pausen im Spielen sind.

Musikeinspielungen: Walkin‘ (Aufn. 1954), Now’s the time (1958 mit Charlie Parker), Shhh/Peacful (In a Silent Way), In a Silent Way (Miles), In a Silent Way (Lorenz Raab), Pharao’s Dance (Bitches Brew), Deeper I (Lorenz Raab/Bleu), Solea (Sketches of Spain), It never entered my mind.

www.lorenzraab.at

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Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:12: Ich spreche mit meinen Gästen über bekannte Musikstücke aus allen Stil- und Zeitepochen.

00:00:19: Wir hören passende Musikbeispiele, und versuchen in unseren Gesprächen einen neuen Zugang zur Musik zu ermöglichen!

00:00:40: Ein Anlass, zu dem es wenig überraschend zahlreiche Dokumentationen, Porträts und Podcasts gibt.

00:00:46: Über Miles Davis ist also viel erzählt worden – über seinen Werdegang, seine musikalische Entwicklung, seine Bands und die verschiedenen Phasen seiner Karriere!

00:00:55: Man könnte also meinen, es sei bereits alles gesagt.

00:00:58: Somit ist das auch nicht ganz einfach noch eine Sendung über ihn zu machen!

00:01:03: Ich spiele also nicht – die bekanntesten Musikbeispiele werden nicht seinen Werdegang erzählen und auch nicht seine musikalischen Entwicklungen durchgehen.

00:01:10: Mich interessiert vielmehr eine andere Frage….

00:01:13: Was war es, dass ihn so außergewöhnlich gemacht hat?

00:01:17: Was hat er verändert und warum führt ihm Jazz und auch weit darüber hinaus bis heute kaum ein Weg an ihm

00:01:24: vorbei?!

00:01:25: Miles Davis hat nicht nur Generationen von Trompeterinnen und Trompetern inspiriert und geprägt.

00:01:30: Sein Einfluss reicht weit über sein eigenes Instrument hinaus.

00:01:34: Musikerinnen und Musiker aus unterschiedlichsten Bereichen haben sich mit seiner Art beschäftigt, mit Klang umzugehen, Räume offen zu lassen, Musiker zusammenzubringen und sich selbst immer wieder neu zu erfinden!

00:01:47: Und interessant ist auch, in allen Kulturmenüfolgen, in denen es um Jazz geht kam irgendwann auch Miles Davis zur Sprache.

00:01:56: Man kann über diese Gillespie, Ceylonious Monk, über Joe Savinole oder überhaupt über Jazz und seine Geschichte sprechen.

00:02:02: Früher oder später ist er da – Miles Davis!

00:02:05: Heute ist er nicht nur Teil des Gesprächs.

00:02:08: heute ist Miles Davies das Thema.

00:04:08: Mein heutiger Gast ist der Trompeter Lawrence Raab.

00:04:10: In der österreichischen Musikszene hört man ihn nicht nur im Orchester der Wiener Volksoper, sondern auch in unterschiedlichsten Formationen – im Wienerkonzerthaus oder im Porgent Bass.

00:04:20: Lawrence Raap wurde zweimal mit dem Hans Kolla-Preis ausgezeichnet und ich habe ihn heute eingeladen weil er sich seit vielen Jahren mit Jazz-Improvisation und auch mit den Klangwelten von Miles Davis beschäftigt.

00:04:33: Lawrence, wenn ich dir jetzt den Namen nur Miles Davis so Hinschmeiß.

00:04:39: Was kommt dir dann zuerst in den Kopf sein Klang oder irgendein bestimmter Song?

00:04:43: Oder seine Person, was ist das Erste, was dir so einfällt?

00:04:48: Na ja danke dass du mich das fragst!

00:04:52: Es ist eine große Frage weil es natürlich tief in mein Leben reingeht.

00:04:58: ich habe sehr früh schon begonnen damals Schallplatten zu kopieren auf Kassetten Und da war ich noch sehr klein.

00:05:08: Also wirklich teilweise Unterstufe bei Gymnasium bzw.

00:05:11: Volksschule, wo mich schon einfach verschiedene Jazz-Musikklänge interessiert haben und ich habe gar nicht gewusst was ist oder erst welcher Zeit was genau stammt.

00:05:26: So früh setzt das an dass ich gemerkt hab der E ist irgendwie mit den verschiedenen Trompetern also Louis Armstrong ein sehr früher war, das habe ich dann schon irgendwie bald bemerkt.

00:05:36: Und das dann die infolgedessen anderen Trompeter, die ich dann halt in diesen Schallblatten-Libraries der Freunde meiner Eltern kennenlernen durfte.

00:05:47: Die halt ja nicht so quasi mit den Best Offs bestückt waren.

00:05:51: Habe ich schon bemerkt dass dieser Name Miles Davis etwas ganz Spezielles macht?

00:05:58: Ob es jetzt der Hamon Dempfer war oder ob Zugang die Stücke zu spielen, manche Stücke wiederholen.

00:06:06: Sie sind ja sehr oft gecovert worden.

00:06:08: Manche Standards oder eben Stücke aus den Musicals habe ich dann sehr bald bemerkt wie anders er diese Stücke interpretiert.

00:06:20: und das ist so mein erster Zugang gewesen.

00:06:23: also dass wenn du mich fragst was man mit dem Namen Meister Davis hinschmeißt ist eine relativ verschleierte Erinnerung an an zum Beispiel Some Day My Prince Will Come.

00:06:35: Also ich hab den Film eigentlich nie gesehen, ich kannte denn damals nicht Cinderella aber es gab ihn schon.

00:06:43: Er

00:06:45: war viel früher

00:06:46: als... Ich geboren wurde sogar wahrscheinlich.

00:06:48: Jedenfalls hat mich das einfach immer schon fasziniert wie singend er die Trombete behandelt.

00:06:57: mit der Trompete sinkt meine ich damit Immer wieder gehört, wie aggressiv und was die Trombete halt hergibt.

00:07:05: Und welche Art und Weise?

00:07:07: Ich konnte dann auch schon sehr bald irgendwie analytisch hören.

00:07:10: Das heißt ich habe auch gehört der Trombetenton oder einer oder andere der Kicks oder das ist jetzt nicht ganz korrekt für mein Verständnis.

00:07:17: Ich als kleiner österreichischer Weißer, der einen ganzen anderen Zugang hatte.

00:07:23: Also ich bin in der Musikschule in Österreich aufgewachsen.

00:07:27: der klassische Unterricht wichtig, da hat man mich auch nicht mit Jazz irgendwie in Berührung gesetzt.

00:07:33: Sondern dann habe ich einfach selber immer wieder bei meinem Vater das auch gefördert hat Schallplatten überspielt und mir das dann angehört was ich mir da überspielt hab und dann so mit die wichtigsten Namen der Jazzgeschichte kennengelernt Und darüber habe ich mehr und mehr diesen Ich werde schon warm dann aufgesaugt, was da irgendwie da war und da war sofort meines Lebens.

00:07:55: Also wie du sagst man kann nicht um ihn herum weil er einfach diesen die uns beschäftigen wollen, diesen speziellen Ton hat.

00:08:04: Und diesen speziellem Zugang zum

00:08:06: Ton.

00:08:06: Hören wir uns mal kurz ein Solo von Miles an aus dem Jahr nineteenfünfundvierzig.

00:08:11: Die Nummer heißt Now's the Time und er ist hier neunzehn Jahre alt.

00:08:15: Er spielt nicht besonders viel Damals schon nicht und der versucht auch nicht den Raum mit möglichst vielen Tönen zu fühlen.

00:09:09: Was hörst du denn wenn du diesen jungen Miles hier hörst?

00:09:13: Ist das schon seine eigene Stimme?

00:09:16: Erkennen können?

00:09:19: Ja, ich höre nicht nur diese eigene Stimme die sich dann über die Jahrzehnte fortsetzt sondern diesen wahnsinnigen Mut.

00:09:28: Und zwar macht er was in den ersten beiden Phrasen Was man vielleicht mit sich noch nicht traut.

00:09:36: Es spielt zweimal einen akkordfremdten Ton der so... ...nicht ganz hinein passt aber vielleicht auch in der Zeit, ich vermute mal relativ neu war und dieser wird dann vom Klavier sofort beantwortet.

00:09:54: Also wenn man sich die zwei oder die paar Sekunden anhört und sich die Zeiten nimmt das zu studieren hört man dass er in seiner ersten Phrase auf einen Ton hinspielt ein bisschen schräg klingt oder schräger als die anderen und dann im Pause und dann spielt das Klavier genau an einem Chord wo der dann vorkommt.

00:10:11: aber es ist eigentlich nicht dem Stück so verankert Und das finde ich wahnsinnig spannend, weil er einfach tatsächlich aus diesem ... so ist wie er ist nicht raus kann.

00:10:26: Einfach was Neues zu erfinden, was Neuers zu machen und was Neueres auszuprobieren steht.

00:10:30: aber neben dem Meister Charlie Parker und den anderen Musikern die alle schon lange diese Musik praktizieren

00:10:36: viel älter sind

00:10:37: als er mit seinen Jan Grün hier in den Orden, gerade ein paar Jazz-Konzerte gespielt mit dieser Big Band.

00:10:43: Mit der er da irgendwie gespielt hat und ich finde das eben sehr spannend.

00:10:45: Das ist ja ein erstes Indiz, dass er einfach die Dinge anders sieht oder die Dinge anderes angeht als seine Vorgänger sich absetzen möchte unter was Neues probieren möchte schon diesen paar Tönen.

00:11:02: Und jetzt machen wir einen Sprung.

00:11:04: vierundzwanzig Jahre später nach Dieser Zeit, neunzehnneunundsechzig ist mittlerweile ein völlig anderer Musiker und da erscheint ein Album das eben nur aus zwei Stücken besteht in der Silent Way.

00:11:18: Ja!

00:11:18: In der Silent way mit Sechzehn seh mich noch im Zug sitzen von Wien nach Schärding im Inkrass und eine CD, damals oder die Platte Also die CD-Liefer durch, man musste richtig die Plattenseite wechseln.

00:11:34: Aber ich habe die wirklich in diesen drei Stunden Zugfahrt sicher einfach durchgehört immer wieder von vorne und hab mir Gedanken gemacht dass ich seh mich noch sitze im Zug Und damals hat man einfach wirklich keine Ablehnung gehabt durch irgendein Smartphone.

00:11:46: Ich habe nur meinen Discmen gehört sonst nichts Fenster ausschauen, zweiter hat gepasst, Zug fahren In der Silent Way und nochmal von vorn, nochmal vom vorn!

00:11:56: Ich habe es nicht gecheckt was da genau passiert.

00:11:58: Ich wusste, ich habe also wie gesagt analytisches hören aber mit sechzehn ist mal noch nicht so weit dass man das dann wirklich mitkriegt.

00:12:04: Dass da eben geschnitten wurde zum Beispiel und was er macht und das ist dann tatsächlich erst zwei tausend neunzehn mich gefragt worden bin vom öa eins so ein special zu machen für die für sie über leum von diesem album in eine salentwohe hab ich mich dann eben mit den mit den stücken mehr beschäftigt und bin da nochmal mehr eingetaucht in diese in diese Welt.

00:12:30: Ich kann nur von meinem Glück dieses Projektes erzählen, ich habe es heute im Sommer wieder gespielt auf der Burg Lanek in Kärnten beim Jazz-Festival und ich spiele viel meiner eigenen Musik oder vermische das dann mit meine eigene Musik oder wir improvisieren natürlich auch sehr viel darüber und ich hab mir aber zum Ziel gesetzt vom allerersten Mal bei Peaceful, bei diesem Stück Peaceful tatsächlich seine ersten Noten zu spielen für so eineinhalb, zwei Minuten und dann gehe ich da weg davon.

00:13:01: Dass du ihn so einfach hineinholtest

00:13:03: auch?

00:13:04: Tatsächlich einfach in zu kopieren seine Stimme aber der Stück ist so einfach aufgebaut.

00:13:11: also das Schlagzeug macht einen Rhythmus der einfach nicht geht nämlich tsk tsk.

00:13:17: Und er spielt das gnadenlos durch und den Bassisten hat dazu verpflichtet einfach nur fünf eins zu spielen eine Atmosphäre auf, die ich also unbeschreiblich finde.

00:13:36: Und wenn dann hinter mir Primus Sitter an seiner Gitarre und meine anderen Kollegen Christoph Dienst ist auch der E-Zitter dabei... ...und Keyboard viel Nükrin oder mein Cousin Simon Raab und ja, also Bass Schlagzeug, wenn das dann alles so zum Fließen beginnt!

00:13:56: Und ich dann einfach nur drüber spielt Pause.

00:14:07: Also so einfach Musik zu machen, die dann so groß wird ist für mich faszinierend.

00:14:12: Dass er wirklich so crazy war auf eine Art und Weise... Wie ich das eben auch immer wieder gern mache, ins Studium zu gehen und nicht hundertprozentig zu wissen.

00:14:24: Was mach' ich jetzt genau?

00:14:25: Zumindest ist es immer wieder so beschrieben worden.

00:14:28: Ich war ja nicht dabei... Es gibt wirklich zu wenig Info leider.

00:14:32: Er schreibt doch in seiner Autobiografie die Zeit nach in der Silent Way, also neunundzechzig folgend, ärgert sich über das Label dass da viel zu wenige Videos aufgenommen wurden sind was dazu natürlich schon möglich war oder aus dem Meer live irgendwie mitgeschnitten haben und auf Video.

00:14:50: Ich finde das wahnsinnig spannend, ich wäre gerne dabei gewesen, dass es sich im Herbie Hancock, Chico Ria und Joe Zawin noch ins Studio holt und ihnen sagt sie spülen nicht Klavier.

00:16:54: Ist es ein gängiges Album?

00:16:57: Also es ist natürlich kein gängiger Album wenn so zwei Titeln hat einen Titel vorne und einen Titl hinten.

00:17:02: aber ist es mehr ein Studiowerk Ein Konzeptabwürdest du es schon als Konzeptalbum bezeichnen, weil das Konzept eben war.

00:17:12: Eben das was du gerade geschildert hast zwei lange Nummern einfach Weil.

00:17:15: ich würde also Ich würde es als Studiokunstwerk Bezeichnen.

00:17:20: Also er schreibt in seiner Autobiografie dass er dem Theomocero der dazu mal sein Labelchef war hat eine ganz strenge Anweisung gegeben Er möchte den ganzen Tag aufnehmen und möchte nicht gestört werden.

00:17:33: Also es gibt kein Band läuft oder on-air und so rotes Licht um grünes Licht, sondern einfach durchlaufen lassen.

00:17:40: Die Bänder durchlauchen lassen.

00:17:42: natürlich musste man irgendwann die Bänder wechseln und so.

00:17:44: aber das hat er sich eigentlich oder haben diese sich damals geleistet?

00:17:47: weil da ist natürlich auch viel wie sagt man Material verwendet also logischerweise.

00:17:53: Aber er wollte dann nicht sparen und war natürlich auch an seinem ein gewisse Karriere schon gemacht.

00:17:58: dass er konnte sich das leisten Und so beschreibt er das in seiner Autobiografie.

00:18:02: Das finde ich auch sehr spannend, dass alle Proben – also alles was sie dazwischen gesprochen haben und so ist alles aufgenommen worden.

00:18:09: Teilweise kann man das mittlerweile auch online anhören und finden.

00:18:12: Das find ich auch so spannend weil ich auch gerne wie ein Mäuschen dabei gewesen wäre.

00:18:16: Und meils Stimme zu hören.

00:18:18: wir zum Beispiel mit seiner noch früheren Band Freddie Freelo – ah nicht Freddy Freelo oder Freedom Jazz Dance.

00:18:25: Freedom Jazz dance probt eine halbe Stunde lang gegen Schluss.

00:18:30: in den letzten sieben Minuten hat man dann das Gefühl, okay jetzt sind wir dort bei der Version die wir kennen vom Album.

00:18:38: Aber diese ganzen siebenundzwanzig Minuten, die ja da irgendwie...die man jetzt hören darf, die irgendwann freigegeben wurden und... Online-Streaming-Plattformen überall zu finden sind, finde ich sehr spannend.

00:18:49: Einfach wie sie dazu gekommen sind und wie die Entwicklung einfach war?

00:18:52: Was er

00:18:52: Tony Williams sagt, was er im Herbie Hencock sagt, wie er dem Wayne sagt, das er machen Rock Harder sagt, dass es dieses Quintet... Und Prüvi bitte da so machte... Bitte hat er nicht gesagt!

00:19:00: Aber du mach' das, nein, also das ist nix und macht das anders und so irgendwie.

00:19:05: Also

00:19:06: das wird bei Silent Way wahrscheinlich ähnlich gewesen sein.

00:19:10: Ich denke schon.

00:19:10: Ich glaube Sie haben einfach das Band laufen gelassen und haben dann einfach entschieden ... wie sie das zu einer Komposition für ein Album zusammensetzen.

00:19:19: Also zweimal neunzehn Minuten, glaube ich...

00:19:21: Ja, knapp zwanzig!

00:19:23: Genau.

00:19:23: Das ist jetzt nicht die Überlänge und das war natürlich auch für damalige Zeiten schätze ich mal sehr neu,... ...dass man einfach wirklich eine Seite, einfach einen Tuner durch hat.

00:19:33: Da gibt es keine Pause im Gar nix.

00:19:35: Neunzehneunundsechzig

00:19:36: also relativ

00:19:37: früh.

00:19:37: Ich

00:19:37: glaube schon dass das relativ neu und so war.

00:19:40: aber eben diese Musik das auch braucht.

00:19:42: Es braucht dieses... Ja, man lehnt sich einfach auch bei Keine auf Blut.

00:19:47: zehn Jahre vor hat er keine auf Blu gemacht.

00:19:49: Das hat auch schon dieses Weite... Also, Weite in der Musik ist einfach wenn das so aufmacht.

00:19:57: ich weiß nicht, dass wenn so ein Universum aufgeht Ich kann es wirklich anders beschreiben.

00:20:01: Es gibt in den zweiten Maler zum Beispiel Stellen für mich die machen so auf, da sind wir wirklich gut.

00:20:06: Da kann man schon wieder sagen, es klingt fast nach viel Musik wobei man das Bekustav Mahler gar nichts sagen darf als würde ihn beleidigen oder seine Kompositionen beleiden.

00:20:15: Aber du meinst, wenn es so aufmacht ist auch Zeit genug das sich die Musik entwickeln darf.

00:20:21: Das ist beim Maler zwang natürlich so weil diese Stücke sind einfach wahnsinnig lang und hier ist es eben auch so dass die zeit da sich die zeit genommen wird

00:20:31: genau

00:20:31: dies braucht.

00:20:32: brauchen wir mal wie Silent Way beginnt.

00:22:37: ja jetzt kann man sich natürlich fragen wo warten jetzt die Trombete bei dem thema?

00:22:41: Weil jetzt eigentlich das Thema die Gitarre gespielt hat Ja, gedreht.

00:22:45: Ganz wichtig.

00:22:46: John McLaughlin war einer von den Großen die er für diese Aufnahme um sich gescharrt hat und das war schon auch eine Gabe, die er hatte dass es sich mit den richtigen Kollegen umgeben hat.

00:23:00: und da darf ich dich kurz zitieren weil du hast selbst gesagt im Rahmen deines eigenen inner salentuel Projekts Sich mit den Richtigen Kollegen zu umgeben sei ein Geheimnis, dass man sich von Miles Davis gut abschauen kann Hast du auch gemacht, ja?

00:23:15: Immer.

00:23:16: Also von Anfang an...

00:23:19: Ja!

00:23:19: Und bei Miles war es eben auch so auf dieser Aufnahme ... Du hast schon ein paar Namen genannt.

00:23:23: Herbie Hancock, Chica Ria, Joe Savinole, Dave Holland ganz große die auch nachher ihre eigenen Solo-Karrieren halt vorangetrieben haben.

00:23:32: und glaubst du dass die so groß geworden sind weil sie mit ihm gespielt haben?

00:23:40: oder hat er Erkannt, dass das halt super Leute sind.

00:23:46: Und deswegen hat er sich engagiert.

00:23:48: Das wird der Fall sein und ich glaube also die erste Frage, die du gestellt hast ist in der Jodz-Aubinoll Biografie im schönen Buch wo er im Interview vor allem über seinem Leben erzählt.

00:24:00: Da spricht er mehrmals darüber, dass er und seine Zeitgenossentiven mit Marius damals gespielt haben diese Karrieren mit Wetterreport oder Handhunters und so weiter, ähm... gemacht haben wir es.

00:24:16: Weil meist ... also in zum Beispiel bei Silent Way in diesen Aufnahme-Sessions und im Studio gesagt hat du spielst das Instrument und du machst das so, macht das so und einfach komplett einen neuen Sound kreiert hat ja.

00:24:31: Und ähm.. Also ich glaube nicht so sehr dass es damit zusammenhängt, dass die jetzt in jungen Jahren schon mit Miles Davis gespielt haben weil Es gibt auch andere Musiker, die mit ihm gespielt haben, die ihn nicht diese Karriere gemacht haben.

00:24:42: Er hat das schon immer sehr verfolgt und Joe schreibt auch, dass er aufgedacht ist in Weather Report-Konzerten, weil ein natürlich sehr interessierter Mensch war, was so passiert.

00:24:53: Und er glaube ich, Wainshorter sicher geliebt hat.

00:24:55: Ich meine, Wanshorter hat den ganzen Album viel geschrieben.

00:24:59: Das sieht nicht mehr aus, wenn dich welches, aber er hat nur Kompositionen von Wainshot auf seinem Miles Davis Album.

00:25:05: Das war vor In A Silent Way.

00:25:07: jedenfalls denke ich mal, hatte er da schon eine sehr liebevolle Beziehung auch zu seinen Mitmusikern.

00:25:15: Und er ist im Jahr neunzehntzeigundzwanzig geboren und alle die dann halt danach noch kamen.

00:25:25: also wenn man jetzt nur die Situation in den Achtzüge einnimmt war eben schon knapp sechzig oder über Sechzig Und dann einfach mit Leuten spielt wie Kenny Garrett, der einfach in seinen Beginnenden zwanzigern ist und so.

00:25:38: Und er hat einfach – ich glaube auch bei John McLeodin zum Beispiel – der war relativ neu an das Szene, er war gerade da!

00:25:44: Er hat ihn sofort genommen sowie Joe Zabin an den Wurzeln auch sofort nehmen.

00:25:48: Der Joe Zabbin hat gesagt «Nah, ich bleibe noch bei Kenner-Voteider-Bellini und bei der Sängerin Diana Washington».

00:25:55: Also er bleibt jetzt noch da… Hat dann die nächste Chance genommen, die er bekommen hat.

00:26:00: Ja ja, weil er ihn zweimal gefragt hat

00:26:02: eigentlich.

00:26:02: Genau das hat er nicht so oft gemacht.

00:26:05: Was wir nicht ganz aufgelöst haben.

00:26:06: ich habe ja also vorhin schon erzählt dass bei anderen Kultumene folgen immer irgendwie eher dazu kam und wir über Miles Davis gesprochen haben.

00:26:14: Und bei der Folge eben über Joe Zavinole mit Mercy, Mercy, mercy war Frank Hoffmann mein Gast sich nicht ganz sicher, wir haben das nicht auflösen können.

00:26:23: Weißt du ob Silent, wo in Silent Way tatsächlich die Lieblingsnummer von Miles Davis war?

00:26:28: Weil die Nummer hat Joe Zavi Null geschrieben.

00:26:31: Das weiß ich nicht kann ich nicht garantieren.

00:26:33: aber was ich weiß und in den Autobiographien von Joe Zawinole und Miles Davis heraus gelesen habe ist dass sehr geschätzt hat und das steht eben auch, dass bestätigt auch Jodz-Avenol, dass er das irgendwie sehr... Das ist ein sehr gutes Verhältnis hatten.

00:26:50: Sie haben gemeinsam geboxt.

00:26:51: Es ist Jodze Avenol erzählt, ...dass er mitten in der Nacht von Miles angerufen wurde.

00:26:58: Er hatte da eine Rennautobahn aus Deutschland und die hat eine deutsche Beschreibung oder weiß nicht wie die funktioniert.

00:27:05: Jodza Avenoll hat ihnen überzeugen können was im nächsten kommt ... und war den ganzen nächsten Tag bei ihm, bis sie das ganze Ding zusammengebaut haben.

00:27:11: Und da muss man sich halt auch vorstellen, ich weiß nicht... Wer halt wird meist gewesen sein?

00:27:15: Um die Vierzig oder so?

00:27:16: Und ZAVI Null vielleicht?

00:27:17: Fünfundzwanzig, siebenundzwzig oderso?

00:27:19: Ja, halb so alt!

00:27:20: Also... Schon ordentliche Kindsköpfe.

00:27:24: Aber das macht's auch so sympathisch, ja?

00:27:25: Und die Box haben sie auch.

00:27:26: und der Zabinol hat dann einmal erzählt in einem Interview, dass der Miles immer gesagt hat bitte pass auf meinen Mund auf ich bin Trompeter und ich brauche meine Lippen noch als ein Haar irgendwo anders hin beim Boxen irgendwie so.

00:27:39: Aber zurück zu In A Silent Way eben die Nummer von die Joe Zabino geschrieben hat, hoachen wir uns doch mal deine eigene Aufnahme an mit deiner Band weil Wenig überraschend, du beginnst das Thema nicht wie bei der Originalaufnahme lässt den Gitaristen oder in dem Fall die E-Zitter spielen sondern du spielst es auf der Trombete.

00:30:21: Also ich meine, ich sage das jetzt nicht weil du da sitzt und weil ich dir chronikumsmal schmieren will, weil ich finde dieses Thema auf der Trumpeter einfach viel schöner als auf der

00:30:29: Gitarre.

00:30:31: Danke!

00:30:33: Das wollte ich nicht unerwähnt lassen.

00:30:34: Wir sind doch

00:30:37: im Podcast?

00:30:38: Ja, nein wir sind noch im Podcast!

00:30:41: Es wird nicht rausgeschnitten.

00:30:43: Na weil einfach diese Linienführung und die mit der Luftatmung und so... das ist einfach mit einem Blasinstrument macht mir das mehr Gänsehaut als mit der Gitarre.

00:30:58: Naja, wir waren damals im Studio Weiß nicht mal, wie das genau geheissen hat.

00:31:04: Und wir hatten nur diese ein... Also es sind lauter... Es sind nur First Takes und wir haben... Wir hatten diese ...fünfundvierzig Minuten oder auf fünfzig Minuten Zeit vorher aufbauen

00:31:13: usw.,

00:31:13: wir haben schon geprobt dafür und so.

00:31:15: Ich hab gesagt ich möchte das beginnen.

00:31:17: Und habe der Band gesagt und ihr macht's dann daraus was ihr wollt' So!

00:31:22: Und das ist es geworden.

00:31:23: Ich bin halt stolz drauf weil es hat.. Es sind eben diese Maiskonzepte die ich mir auch zusammen gedacht habe schon in jungen Jahren, wie kann das funktioniert haben?

00:31:34: Und was du vorher schon angesprochen hast, was mir immer schon klar war hat sich die besten und die jüngsten Leute immer geholt.

00:31:41: Das hab ich jetzt nicht gemacht.

00:31:43: Du hast schon gute Naht, aber das waren halt nicht ... Waren gleich alt?

00:31:47: Also nicht immer die Jüngsten da.

00:31:48: Ich gemeinte mit Danke.

00:31:50: Das wär sonst ein fiese Versprecher gewesen.

00:31:52: Aber nein!

00:31:53: Es ist einfach, wie Sie sich sagen, wenn ich dann sagen kann, hey Leute, ich möchte so machen und ich beginne das Thema... Und nach dem allerersten Mal kommt sie hier und macht's und führt es woanders hin.

00:32:06: Mhm.

00:32:07: Das funktioniert mit Herbert Birker Am Schlagzeichen mit Jojo Lagener am Bass, eben mit Primo Zitter an der Gitarre.

00:32:13: Mit Christoph Dienz an der Zitter und mit Phil Nükrin an den Keyboards Und mit mir dann neben mir halt Steppan Flager, bei dem trifft das Jünger

00:32:22: zu.

00:32:23: Ja, der

00:32:24: Saxophonist!

00:32:25: Der ist sehr jung noch im Vergleich zu mir.

00:32:27: Und jedenfalls hat das da funktioniert und das waren auch meine Zugänge.

00:32:34: Meine Kompositionen sind nie große Kompostationen am Papier sondern eigentlich versuche ich immer so wenig wie möglich aufs Papier zu schreiben, damit man daraus so viel wie möglich machen kann.

00:32:45: Und das ist auch sowas was ich irgendwie früh gespürt habe, dass sich das eigentlich so mehr am angenehmsten ist und ich sehr gerne einfach improvisiere mit den Leuten.

00:32:56: So

00:32:57: um

00:32:57: Sie kommen!

00:32:58: Das ist eben auch, was die Nummer vorgibt.

00:33:01: Es gibt ein Thema, es gibt den Solo und dann kommt das Thema und dann ist aus!

00:33:05: Du hast vorhin gesagt bei der Aufnahme im Studio haben sie so viel Zeit gehabt, ja?

00:33:10: Den ganzen Tag oder länger.

00:33:12: Mehrere, ich weiß nicht wie lange jetzt die Aufnahme war... Aber du hast gerade gesagt ihr habt knapp eine Stunde Zeit gehabt und trotzdem hat's funktioniert.

00:33:19: Also diese persönliche Nähe oder die Leute, die du dir aussuchst ... Ganz, ganz relevant.

00:33:26: Da geht es eben nicht nur um gute Musiker die dann halt machen was du ihnen sagst als Band-Lieder sondern das ist ja auch eine sehr persönliche Geschichte.

00:33:34: Sind teilweise selber Band- Lieder oder einfach wahnsinnig erfahrene Menschen so?

00:33:40: Schon seit von Anfang an ich sie kenne also Herbert Birke über Anfang zwanzig Wochen kennengelernt habe und ihn auch sofort in meine XY-Band geholt hab.

00:33:49: aber die wissen natürlich dann auch dass jetzt für diese Radiosendung die Chance uns auf irgendeines zu präsentieren.

00:33:57: Mit Musik von mir, mit Musik vom Mais und dann komponieren sie mit im Moment.

00:34:05: Ja wie soll ich sagen?

00:34:06: also wenn wir auch das was Mais in mit Ines Island Way einen ganzen Tag aufzunehmen gemacht hat habe ich auch schon mit verschiedenen Besetzungen gemacht einfach aufzonehmen und schauen was passiert.

00:34:18: Und ja war eigentlich wie du mich gefragt hast für diesen Podcast und mich mir jetzt Gedanken gemacht habt darüber.

00:34:26: Ich war eigentlich immer sehr beeinflusst von dieser Zugangsweise, von dieser offenen freien und risikofreudigen Zugangs Weise die ich durch Miles Davis einfach kennengelernt

00:34:36: habe.

00:34:37: Wie schaffst du das?

00:34:39: Immer bei jeder Nummer oder bei all den Projekten die du eben so erarbeitest dass es eben nicht... also dass die Spannung nicht verloren geht und dass obwohl so wenig passiert Du weißt es nicht.

00:34:56: Es passiert einfach,

00:34:57: dass die Spannung bleibt.

00:34:58: Ich weiß es nicht!

00:34:59: Vielleicht weiß ich's auch... Wenn ich sagen würde ist der Zauber vorbei?

00:35:03: Ja.

00:35:04: Ich kann es dir wirklich nicht beschreiben.

00:35:08: Ich führe es da wirklich darauf hin zurück, dass eben die Mitmusiker so viele Musiker und Musikanten sind, dass sie das mitbringen.

00:35:20: und auch das Pausen machen mitbringen.

00:35:22: Konzentrieren wir uns vielleicht mal aufs Pausennachen, bei Stavys und die Pause.

00:35:25: Genau, großer Punkt!

00:35:26: Das ist ein großer Punkt für mich und eben diesen Spannungsfeld zu arbeiten und die Musiker so auszusuchen dass ich weiß als verschiedenen Kontexten wo ich mit ihnen schon gespielt habe weiss ich dass das zusammen passend zusammengeführt werden kann, dass es eben einen Bogen ergibt der eben die Zuhörer in den Zuhöhr fesselt.

00:35:49: Also möglichst wenig zu sagen oder wenig zu spielen?

00:35:54: Wenig zu sagen, wenig zu spielen.

00:35:56: Viel redendurch nicht über die Musik, weil dann ist es zerredet und funktioniert jetzt nicht.

00:36:00: Und ich bin auch noch nicht ein, ich versuche eine positive Stimmung zu zeigen.

00:36:04: Das heißt man is ja irgendwo Band-Lieder und hat das Verantwortungsgefühl.

00:36:09: aber ich nehme mich immer wieder so weit zurück dass ich merke wenn wir proben hat jeder auch irgendwie eine Stimme und schlägt mal das oder der eine Schlagschlag, Schlagdass vor.

00:36:19: Dann ergeben sich die Sachen einfach.

00:36:22: so könnte ich es vielleicht am besten erklären.

00:36:26: Aber

00:36:26: weißt du was wir machen können?

00:36:27: Weil Du gesagtest, Du redest dann ungern über die Musik, dann hochen wir uns doch mal eine Nummer an von Miles Davis wo viele Pausen sind oder wo eben genau das passiert Und dann im Anschluss eine Nummer von dir mit vielen Pausens Mit viel Luft dazwischen.

00:36:43: Es gibt so viele Beispiele.

00:36:44: Wenn wir jetzt in der Zeit bleiben, dann nimmst du Beaches Brew zum Beispiel.

00:36:49: das Thema Ferros Dance ist wieder von Joe Sabinol und Ferro's Dance ist immer eine gleiche Abfolge vom Tönen, die damals komplett anders spielt immer.

00:36:58: Und ich habe dann irgendwann, da hab' ich die Töne angefangen, aber man dachte, ich möchte es runterhören und runterschreiben... ...und dann komme ich drauf, der spielte immer dieselben Töner.

00:37:07: Das wiederholt sich die ganze Zeit nur!

00:37:09: Ich glaub', das ist eine riesen Melodie.

00:37:11: Hast du nur einmal aufschreiben müssen?

00:37:12: Ja, genau.

00:37:13: Und hast danach probiert.

00:37:14: aber das heißt er spielt mit den Pausen.

00:38:30: Faszinierend!

00:38:32: Ich finde es ist für einen nicht mal Davies Jazz-Hörer oder überhaupt ein schwieriger Einstieg.

00:38:40: Das ganze Album Bitches Brew find ich schwierig.

00:38:42: zum Einsteigen und jetzt eine Nummer von deiner Band Blö.

00:40:35: Wage jetzt einmal zu behaupten dass wenn man Ton, den Trombetenklang.

00:40:42: Den berühmten Sound von Miles Davis nicht so im Ohr hat weil man halt einfach mit dieser Musik nicht so vertraut ist dann hört man vielleicht zwischen seinem Trombetensound und deinem Trombetsound den wir gerade gehört haben von deinem Album Blö gar keinen Unterschied.

00:40:58: Das mache ich schon wieder so ein schönes Kompliment.

00:41:02: Also

00:41:02: was is es denn?

00:41:03: Ich bin jetzt dort angekommen in meinem Leben wo ich das tatsächlich als Komplimente nehmen kann.

00:41:08: Ich wurde sehr früh und das ist natürlich auch eine Ehre, dass ich schon sehr früh irgendwie Interviews geben durfte.

00:41:14: Und da wurde ich natürlich dann immer gefragt als junger Mensch oder viel jüngerer Mensch also jetzt naja wer meine Vorbilder sind?

00:41:20: Und ich habe mich immer geweigert und wollte das überhaupt nicht!

00:41:25: Meistens einer meiner absoluten Vorbildern... noch mal sagen warum.

00:41:35: Also einer der wichtigsten Gründe ist, wenn man sich vorstellt dass man in Österreich aufwächst mit einer profunden klassischen Ausbildung mit Wettbewerb junger Musikier dann habe ich gewonnen ein Bundeswettbewerk bin ja deswegen auch nach Wien weil ich mir dachte okay Linz ist mir zu wenig also in der oberste lege und ich muss gleich nach wien und das hat alles funktioniert.

00:41:55: die Türen waren offen Und als klassische Musiker und das weißt du ja auch, hat man natürlich diesen Anspruch immer irgendwie pünktlich zu sein.

00:42:05: Als ich als Trombeter mit meiner Stimme immer natürlich total sauber und alles muss perfekt sein!

00:42:11: So... Und dann höre ich aber meines Davies und da ist so gut wie kein einziger Ton perfekt.

00:42:18: Also man kann immer sagen der ist angekratzt der Tonist von unten gespielt, der ist von oben gespielt.

00:42:24: Der stimmt eigentlich überhaupt nicht weil er hat den Harmon Mew drinnen also diesen typischen Miles Davis Tempfer da ist er gerade viel zu hoch weil er wahrscheinlich vergessen seinen Stimmzug ein bisschen rauszuziehen oder wollte das so haben wissen wir alle nicht.

00:42:36: ja aber sind phänomenale ganz berühmte Aufnahmen und bis zu seinem Tod oder gerade in seinen letzten Jahren war eben dann so diese doch sehr Der riele Popmusik mit den Synthes, viele Synthesis und so gespielt hat.

00:42:51: Das heißt du hast dort diesen sehr synthetischen Sound... ...und riesige Stadien der gefüllt hat damit!

00:42:59: Und dann hast du einfach einen Miles Davies, der irgendwie so spielt wo du dir denkst.

00:43:06: aber wenn ich das jetzt messen würde, das passt ja nie zu dem anderen Instrument dazu, aber Miles!

00:43:13: Kommt aus einer anderen Kultur.

00:43:15: Er schreibt, dass er auch... Und ich ist natürlich ein Tribute to Jack Johnson.

00:43:20: Der Jack Johnson war dieser Jahrhundertwende, also in den Acht oder wenn der so berühmt war.

00:43:25: Dieser Boxer, ein Vorbild für ihn und das heißt diese Platte Tribute zu Jack Johnson ist einfach auch aus diesem St.

00:43:36: Louis.

00:43:37: wie sagt man denn?

00:43:38: Ich versuche jetzt die richtigen Worte zu finden aber es halt schwarzer und kommt aus dieser Community.

00:43:44: Und ist sich diese Community auch total verpflichtet gewesen, hat einfach Musikgeschichte geschrieben und deswegen bewundere ich ihn nicht auch so weil er mit seinem Ton Musikgeschichten geschrieben, weil er nicht diese Ansprüche hatte.

00:44:01: also er wurde sogar zur Schule cool geschickt und hatte dort klassischen Unterricht.

00:44:06: aber ich glaube er hat auch dort gemerkt mit dem das ist nicht das was er will.

00:44:11: Er will ein Bild übermalen, er will nicht ein Bild perfekt nachmalen sondern er will ein bild übermahlen oder neues kreieren und das spürt man auch sehr früh.

00:44:20: Also ich habe es für mich selber auch irgendwie sehr früh gespürt.

00:44:23: Ich habe sehr früh ohne irgendeine Jazz-Union oder sonst irgendwas zu besuchen nur mit den paar Workshops die ich besucht hab ...habe ich mir alles zusammen gereimt, da war Autodidakt unterwegs und habe sehr früh auch zu komponieren begonnen.

00:44:36: Weil das kam aus mir raus!

00:44:38: Ich musste das irgendwie probieren... ...ich konnte so weit Klavier spielen, dass ich mal so Chords oder so irgendwie... ...Achorde zusammensuchen konnte und hab das dann gewusst wie man das ungefähr zur Papier bringt,... ...haben wir natürlich auch immer wieder mal Rad geholt.

00:44:50: Aber so sehe ich das irgendwie.

00:44:53: So sehe ich diesen...so unterschiedlich sehe ich den Zugang... ...zu einem Trombetenturm.

00:45:00: Ja?

00:45:01: Das ist sehr verständlich was du sagst, weil genau so hat er es ja auch kommuniziert.

00:45:05: Er hat auch in einem Interview gesagt diese klassische Ausbildung so zu musizieren... Was wir sich mit Krawatte musizierten.

00:45:14: also sprich das zu interpretieren, was andere geschrieben haben, dass war nichts seines und die Zusammenarbeit mit Gil Evans der sehr wohl so musiziert hat, der durchkomponiert hat sketches of Spain oder alle anderen Projekte die sie miteinander gemacht haben.

00:45:28: da hat er trotzdem ihn frei drüber spielen lassen.

00:45:32: Deswegen war das vielleicht auch so genial diese Zusammenarbeit mit den beiden, aber dass ist jetzt der Grund meinst du warum man ihn eigentlich so nach drei Tönen eigentlich erkennt?

00:45:42: weil es immer ein bisschen falsch

00:45:45: sondern

00:45:45: halt ja ebenso wie du es jetzt beschrieben hast.

00:45:48: Er selber sagt Es gibt keine falschen Töne.

00:45:50: also er hat einfach diese Einstellung gehabt wie Ja Also man kennt auch die Geschichte, dass Picasso den er auch sehr verehrt hat.

00:45:58: In der Schule ... ähm... ähm ... äh ... dem Zeichnunterricht nicht geschafft hat weil er einfach seine Sachen gemalt hat.

00:46:03: Weil er so machen musste wie er es gespürt hat.

00:46:05: Es gibt einfach diese Talente, diese Genies, die einfach spüren ich muss das so machen Ich kann's nicht anders machen!

00:46:11: Ich kanns nichts so machen oder ich kann nix reproduzieren Ja?

00:46:15: Also er ist reingekommen in die Charlie Parker Ära und hat sich neben ihm hingestellt als ganz junger Und da ... Diesen Mut muss man auch einmal haben.

00:46:25: Und diese Überzeugung und Selbstsicherheit muss man mal haben, einfach zu sagen... ...das mache ich in dieser Zeit!

00:46:33: forty-neinundvierzig irgendwas.

00:46:35: Also das ist sehr bewundernswert und wie es dann gemacht hat sich abzu... also quasi guter Freund zu sein von diesem Gilles, der eine auf die Bühne geholt hat In einem Moment wo ein Trompeter nicht aufgedacht ist.

00:46:48: Du spielst durch Trompete, komm spiel mit uns.

00:46:50: Also wirklich wow So sehe ich das dann auch, dass Miles einfach gespürt hat.

00:46:57: So wie Dizzy kann er vielleicht irgendwie aber dann ist er ein Abklatsch von Dizzy.

00:47:01: also es war ihm auch gleich klar, dass er eine eigene Stimme haben muss und die hatte er auch von Anfang an.

00:47:07: Und hat auch ja... Ich finde es spannend weil er hat auch sofort im Bebop Zum Beispiel mit dem Cup Mute gearbeitet, wieder ein anderer Mute.

00:47:17: Also nicht dieser typische Mal-Stavis-Mute den man kennt, Tempfer, Mute ist der Tempver, sondern mit dem Cub Mute.

00:47:23: das heißt er hat sich soundtechnisch auch gleich ein bisschen abgesetzt von allen anderen.

00:47:27: also nicht die schreiende Trompete, sondern dieses softe, ja?

00:47:32: Also irgendwie...

00:47:34: Passt wie einen Flügelhorn eigentlich!

00:47:35: Ja auch genau, ja.

00:47:37: Also einfach der Sound tatsächlich einfach anders und auch nie er kann.

00:47:41: Er konnte es sehr schnell spielen.

00:47:44: Er hatte schon teilweise ihre Technik gehabt, aber nur so wie er immer sagt was er hört oder gesagt hat in der Autobiografie, was ich als Klassikstudent nicht kapiert habe.

00:47:57: Wie kann man sagen ja ich will keine hohen Töne spielen weil das höre ich nicht.

00:48:02: und da macht ein Album wie Marfanio Valentine oder Four and More und das ist ein Wahnsinn Was der in dreieinhalb Oktafen, was er da alles spielt.

00:48:13: Unfassbar!

00:48:14: Also hat er recht gehabt meine ich?

00:48:15: Ja

00:48:16: aber das was überbleibt ist dass viele einfach sagen naja so viel schnelle Döne hat er nicht spielen können weil es halt nicht gemacht

00:48:22: hat.

00:48:23: Aber stimmt nicht Er hätte können Aber er wollte nicht.

00:48:27: Ich glaube, er hat das gemacht, was er ... Er hat nicht so gedacht.

00:48:31: Er muss es ja auch nie wirklich beweisen, glaub ich.

00:48:34: Also er hat sich bewiesen weil er so ist wie er ist und wer so authentisch mit diesen Dingen umgegangen ist, wie er den Ton anspielt oder einfach auch schlau war für welche Zeit er welche Musik macht.

00:48:47: also wenn du sagst Gil Evans diese Zeit war einfach Hammer.

00:48:51: Also er ist gleich ganz in die Musikgeschichte, hat die Musik-Geschichte gleich ohne es vielleicht wirklich zu wissen aber gleich gestaltet sofort nach ein paar Jahren sich einen Namen gemacht und dann war er schon mit Sketches of Spain und eben ganz mal anders.

00:49:05: Er kam da später aber also mit Gelenans quasi.

00:49:07: diese Zusammenarbeit war glaube ich wirklich sehr spannend.

00:49:48: Du sagst der war schlau?

00:51:06: Das finde ich interessant!

00:51:07: Ich glaub auch dass der sehr gescheit war.

00:51:08: Ich würde sogar sagen das ist sehr tiefgründig und intellektuell war, weil sonst machst du nicht so eine Musikentwicklung durch.

00:51:16: Immer auf der Suche nach was Neuem aber irgendwie ich hätte es ganz gern ausgespart.

00:51:23: aber ich glaube in Zeiten wie diesen dürfen wir trotzdem nicht vergessen dass er eine wahnsinnig schwierige Persönlichkeit hatte, wo die Leute sagen heute war er dein bester Freund und der warmherzigste Mensch.

00:51:33: Und am nächsten Tag war er unhöflich und hat dich links liegen lassen.

00:51:38: und auch was wir wissen wie er halt seine Frauen behandelt hat oder überhaupt was er von Frauen so gehalten hat und wie er auch aufgetreten ist mit dem Rücken zum Publikum.

00:51:48: zum Schluss Drogenproblem, das darf man alles irgendwie nicht außer Acht lassen.

00:51:53: Weil wir schwärmen jetzt die ganze Zeit weil wir halt seine Musik und ihn einfach so schätzen.

00:51:58: Aber was machen wir mit diesem... Das Werk vom Künstler-Trennen?

00:52:03: Sollen wir einfach nur darauf hinweisen okay er war trotzdem vielleicht nicht ganz korrekt oder halt schwierig.

00:52:10: eben dass wir es einfach nur erwähnen dass das auch so war Weil wir sagen sicher nicht, weil er so war darf man ihn nicht mehr hören.

00:52:19: Aber viele junge Leute sagen auch über andere Künstler.

00:52:24: Was ist deine Meinung dazu?

00:52:25: Meine Meinung ist ja ... Ich hab da sehr früh rausgelesen oder gehört wie früher ein Kinder gekommen hat und wie er zu seinen Kindern war also auch nicht wahnsinnig nett.

00:52:39: Oder wie er manchmal seiner Kinder irgendwie mehr oder weniger gut behandelt hat.

00:52:44: Und auch mit den Frauen, das ist natürlich ein Riesenthema.

00:52:48: Er hat sich tatsächlich nur eine Frau in seiner Band gehabt die kürzlich verstorben ist, die Marilyn Massour und das war relativ spät nämlich in den achtziger Jahren.

00:52:59: also es gibt einige Videos ich glaube auf einer Platte ist sie gar nicht drauf aber sie hat dann einige Tournähen mit ihm gespielt Und er hat sie auch nach vorn geholt.

00:53:07: Das war seine Berg-Schynistin in der Zeit und er hat sich vorgestellt, das war für mich so ein Zeichen.

00:53:13: irgendwie ging es dann doch aber immer... Es waren natürlich auch da zumal schon totale Männerdomine.

00:53:19: also wenn eine Frau... Ja

00:53:19: das war einfach nicht die Hütte!

00:53:21: ... war

00:53:21: seine Sängerin ja?

00:53:22: Und da war auch mit einigen Sängerinnen her.

00:53:24: ganz gut.

00:53:28: Ich glaube es geht darum.. Die Musikgeschichte die er geschrieben hat Hat er vielleicht als Band-Lieder geformt, aber gespielt haben sie ja dann auch andere Leute.

00:53:40: Also wenn du jetzt zum Beispiel... Geh mal wieder in der Silent Way zurück zu Joe Zabinul.

00:53:44: Joe Zabi Null hat den Kinder nackt am Kummer durch seiner Frau und sagt hey alles Gute!

00:53:51: Er fährt weg, er verabschiedet sich von seiner Frau, erfahrt auf die Tournee Und Sie wissen nicht wie es weitergeht finanziell.

00:53:57: Aber er war einfach ein Familienvater, er war da für die Familie In dem Moment.

00:54:01: Die sind natürlich auf der Tournee gefahren und dann irgendwie, ich glaub die Geschichte geht dann so ein paar Tage später schreibt seine Frau in einem Telegram ins nächste Hotel wo er irgendwie war... ...die Gage also die Tantiemen von Mercy.

00:54:14: Mercy Mercy sind da.

00:54:15: wir sind gerettet.

00:54:16: Das war unfassbar viel Geld.

00:54:18: Also dazu hat man noch Geld bekommen für eine Komposition die dann einfach gespielt wurde.

00:54:22: das ist leider mehr oder weniger auch vorbei.

00:54:24: aber dass da zum Beispiel sehe ich das ja Joe war immer für seine Söhne da oder hat einfach ein Familienleben gehabt.

00:54:33: Ich habe auch gehört, dass Miles eben immer eine schwierige Einstellung hatte gegenüber weil du das auch erwähnt hast ging über weißen oder diese weiß-schwarze Trennung.

00:54:44: es war einfach für ihn einen Riesenthema und sein Vater war da glaube ich als Zahnarzt in St.

00:54:50: Louis schon ein Riesenrevolutzer ... Boxen als Sport gewählt hat, ist für mich auch so ein typisches Zeichen dafür.

00:54:58: Dass er einfach einen Revoluzer war irgendwo und sich wahrscheinlich auch wenn man auf Gott Wienerisch sagt sie nirgendwo einen Schnauzen anhängen lassen, ne?

00:55:07: Und die sind vor diesem einen Club gestanden und hat eine geraucht... ...und das war in der Pause von seinem Konzert.

00:55:13: an den Polizisten kommt und sagt es soll sich da schleichen.

00:55:16: Und er sagt na weil es da oben steht meiste wie's das bin ich nicht spiel da.

00:55:21: Polizist hat darauf beharrt und dann kam es zu einer Schlägerei.

00:55:24: Er war blutig geschlagen, er musste ins Spital und auch ins Gefängnis.

00:55:30: Und dann irgendwie war von diesem Zeitpunkt an angeblich sehr geknickt, diesbezüglich.

00:55:38: Also ... War sehr verunsichert auch.

00:55:42: Der Quincy Troup zum Beispiel, der seine Autobiografie geschrieben hat Der beschreibt in einem anderen Buch, das ich vor Jahren gelesen habe.

00:55:50: Aber das kann ich mir noch sehr gut erinnern weil ich mal das eben dieser Dark Maggles oder Miles Davis einfach diese dunkle Gestalt irgendwie der auch immer super stylisch, weil du vorher die Krawatte erwähnt hast.

00:56:01: also Krawatte ja klassisch okay aber nach der Krawate kam sofort die siebziger Jahre super stylischen Klamotten Also war immer

00:56:10: vom

00:56:10: Top Und der Quincy Trub beschreibt das in einem anderen Buch, dass er auch sehr schwer zum Mal es gefunden hat und sein Vertrauen versucht hat so gewinnen, dass eher derjenige ist, der diese Autobiografie über uns schreiben darf.

00:56:25: Und ich glaube auch trau mich zu behaupten, dass auch die Autobiographie von Miles Davis – auch wenn sie jetzt schon ziemlich alt ist, weil dann mal als Davies ja dementsprechend ein ninety-neinzig gestorben ist wirklich wirklich sehr interessant ist nämlich aus folgendem Aspekt Meils, und ich glaube das muss man tatsächlich ihm zuschreiben diese Autobiografie so detailliert von Anfang bis Ende sein Leben beschreibt.

00:56:51: Was mich wahnsinnig fasziniert er hat alle möglichen Anekdoten drauf alle mögliche Namen parat.

00:56:57: Okay, vielleicht musst du ja irgendwo mal nachdenken oder nachschauen.

00:57:00: Die haben wir natürlich tagelang oder wochenlang irgendwie an diesen Ding geschrieben und war natürlich wahrscheinlich auch ein Interviews und so.

00:57:05: Aber das zusammenzubringen, dass man von vorn bis hinten sein Leben irgendwie nochmal durchgeht und das alles beschreibt, war für mich sehr faszinierend.

00:57:12: Dass er diese... Ich könnte mich jetzt nicht mehr alle Aufnahmen und alle Konzerte die ich gespielt habe so detailliert erinnern.

00:57:21: Also es gab... Die,

00:57:24: die

00:57:24: man sich sehr gut merkt, weil sie sehr spannend waren.

00:57:26: Weil da der ÖA eins oder WDR oder irgendwann irgendwie dabei war und dann plötzlich die Kamera dabei ist und so.

00:57:31: Oder Festival hier zum ersten Mal oder Festival da zum ersten mal, was man sich halt schon lang wünscht.

00:57:37: Aber das ist erstaunlich!

00:57:38: Das stimmt wenn man sich das überlegt wieso haben Sie es... Naja, weil es halt nichts anderes auch gegeben hat sonst keine Ablenkung ja?

00:57:45: Ich meine wir müssen uns alles aufschreiben.

00:57:49: Also was ich unbedingt noch hineinnehmen wollte, ist eine Nummer die finde ich einfach... nicht fehlen darf, weil ich sie so liebe.

00:58:00: Sag' ich jetzt offen und ehrlich aber ich hab's in keiner Dokumentation ist diese Nummer gespielt worden Weil er war bei allen Pausen und revolutionären musikalischen Erneuerungen auch ein wirklich großer Melodiker Und der konnte einfach eine Melodie nehmen die es schon gegeben hat und sie so spielen dass man nach wenigen Tönen einfach weiß das er da spielt.

00:58:23: Und ein schönes Beispiel eben ist diese Nummer It Never Ended My Mind von Richard Rogers und Lawrence Hart, ursprünglich für das Musical Hire & Higher geschrieben.

00:58:35: Und Meils nimmt diesen Song in der Saison aus.

00:58:38: Und aus einem Broadway-Song wird etwas sehr Intimes.

00:59:38: Ja, Lawrence wir können stundenlang weiter reden und musik hören.

00:59:42: ich habe jetzt am Anfang gesagt dass wir herausfinden wollen warum Meils Davies so wichtig war.

00:59:50: haben wir darauf eine Antwort gefunden?

00:59:52: viele oder?

00:59:53: Einige, du hast jetzt dieses Lied gespielt und das habe ich eigentlich auch erwähnt.

00:59:58: Ich glaube deswegen ist er für mich so ein interessanter Musiker weil er eben nie reproduziert.

01:00:05: also auch wenn er eine Melodie nachspielt was in dem Fall ja der Fall ist Er immer einen anderen Weg geht Einen komplett anderen Weg als jede Sängerin jeder Sänger oder jeder Saxophonist.

01:00:17: Er spielt das auf seine Art und Weise Und das hat mich einfach schon immer fasziniert Und das ist auch so.

01:00:25: mein mittlerweile wirklich mein klassischer Ansatz, wenn ich jetzt mit meinen Assembles wie Probras spiele.

01:00:31: Dann versuche ich oder mit anderen in kleinen Assembls dann versuche nie alles gleich zu spielen.

01:00:38: So bleibt die Musik einfach lebendig und dass es das was mich an Meisterius immer interessiert hat und nach wie vor interessiert weil ich immer noch gar nicht alles kennen.

01:00:49: also jetzt wie ich schon vorher erwähnt habe diese online Plattformen einfach bootlegs bieten die man also live Konzerte beziehungsweise irgendwelche gesammelten Studio Aufnahmen, die einfach eh schon vor Jahrzehnten wahrscheinlich auf CD veröffentlicht worden sind damals aber irgendwelchen zehn CDs oder zwanzig CDs Packages waren.

01:01:09: und jetzt hat man halt dieses diese CDs nicht mehr sondern kann sich das einfach anhören oder Teile daraus anhören.

01:01:15: Wie Miles im Studio geprobt hat und mit den Leuten gesprochen hat.

01:01:18: Und seine Stimme, die so gebrochen war, weil seine Stimmbänder irgendwie kaputt waren.

01:01:22: Und das zurück zu seinem Ton der dann über bleibt ist einfach... Ich habe Jack Johnson erwähnt.

01:01:31: ich finde das Album unfassbar.

01:01:34: also es ist einfach rock und aggressiv und er spielt unfassbare alles was sich drum bitte hergibt und das macht auch immer wieder in der Zeit, im Rahmen seiner Livekonzerte.

01:01:48: Und dann spielt er plötzlich A Fall In Love Too Easily.

01:01:53: Das macht er in dieser Zeit.

01:01:55: Er fangt einfach mit diesen ersten Dönen an mitten!

01:01:58: Also plötzlich reißen alle ab... Sie haben unfassbar schöne Momente, die er da irgendwie zaubert alte Ballade ein, mit den Keyboards und also wie halt da in den neunzig Jahren... Ah!

01:02:12: In den... Entschuldigung.

01:02:13: Neunundsechzig-und-Siebzigerjahren, der ihn gespielt hat.

01:02:15: Ja?

01:02:16: Also das wäre jetzt eine faszine Boden.

01:02:17: Ich würde jetzt da befallen auf viele Sachen.

01:02:20: eines wiedermerkst Sprudels grad.

01:02:23: Aber ja, meine Begeisterung ist einfach sehr, sehr groß nicht nur weil ich ein Trompeter bin so wie er und dasselbe Instrumentspiel sondern weil die Musik mich einfach immer begeistert hat und er als Bandlieder mich sehr beeinflusst hat auch.

01:02:41: Aber das bringt mich.

01:02:41: jetzt, bevor du die Antwort vorwegnimmst stelle ich dir die Frage weil eigentlich alles was du jetzt gesagt hast könnte ich schon quasi als Antwort für die letzte Frage nehmen.

01:02:51: aber unabhängig von Miles Lawrence was können deine Kunst- und Kultur zu einer besseren Zukunft beitragen?

01:02:58: Das ist eine allgemeine gestellte Frage aber darf ich es ganz persönlich beantworten?

01:03:04: Ich mit einer, glaube ich sehr schönen Anekdote.

01:03:07: Und zwar bin ich wieder zurück in meine Kindheit, keiten in meiner Kindheit als Unterstufler im Gymnasium von meiner Klassenvorständin gefragt worden – nicht dich persönlich sondern die Klasse!

01:03:21: Jeder musste sich antworten überlegen was willst du werden und warum?

01:03:27: Und ich hatte meine beiden Antworten sofort.

01:03:33: weil ich meinen Publikum glücklich mit meiner Musik hören, und das kann ich dazu beitragen.

01:03:41: Ich glaube aus meiner Sicht ist es sehr schön, wenn ich es schaffe – und ich schaffe es Gott sei Dank immer wieder!

01:03:47: Aber dann sind einfach die schönsten Komplimente, wenn die Leute aus meinen Konzerten rausgehen und sagen, ich habe einen Bilder gesehen oder sogar Filmsequenzen gesehen, zwar wunderschön….

01:03:59: Und das freut mich einfach, weil dann ist einfach das aufgegangen und es ist eben auch so was man weiß ja nie wirklich woher das kommt.

01:04:05: Weil ich war zwölf damals oder elf, da ist man so klein und so ein Kind dass ich selbst noch immer über diese Antwort verwundert bin und auch stolz bin, dass es irgendwie so ist.

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