#108 - Ne Me Quitte Pas
Shownotes
... Verlass mich nicht. Klingt nach großer Liebe. Ist es aber wirklich ein Liebeslied? Dieses französische Chanson von Jacques Brel zählt zu seinen bekanntesten, das wir in dieser Folge in verschiedenen Sprachen und Interpretationen hören. Christoph Sator ist als Autor seines Buches "La Vie En Rose - Frankreich in 100 Chansons" zu Gast. Er erzählt von Brels Leben, seiner Karriere und seiner speziellen Art sich auf der Bühne zu präsentieren. Wir erfahren viel über die Zusammenarbeit der Arrangeure und Komponisten und über die französische Sprache. Eine Folge über die französische Seele, große Gefühle und die überraschenden Wahrheiten hinter vermeintlich romantischen Liedern.
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Transkript anzeigen
00:00:03: Kulturmenü, der Podcast mit Angelika
00:00:08: Ordner.
00:00:12: Ich spreche mit meinen Gästen über bekannte Musikstücke aus allen Stil- und Zeitepochen.
00:00:19: Wir hören passende Musikbeispiele und versuchen in unseren Gesprächen einen neuen Zugang zur Musik zu ermöglichen.
00:00:30: Das französische Chanson ist seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts fester und wichtiger Bestandteil der nationalen Kultur.
00:00:38: Besonders die Musik der fünftiger bis neunzehnachtziger Jahre ist herausragend und hatte einen besonderen Charme.
00:00:45: Man kann sogar von einer einzigartigen Epoche der französischen Musikgeschichte sprechen, und die Liste der bekannten Sängerinnen und Sänger, die zu unsterblichen Ikonen wurden, ist wirklich sehr lang!
00:00:57: Die Franzosen haben auch eine besondere Verbindung zu den Musikstars dieser Zeit und zollen ihnen immer wieder Respekt.
00:01:04: Charles Aznavour zum Beispiel bekam bei seinem Begräbnis, ein Nationale Trauerfeier im Invalidendom in Paris und das ist normalerweise hohen Staatsoberhäuptern und wenigen Persönlichkeiten vorbehalten.
00:01:18: In seiner Ansprache sagte Präsident Emmanuel Macron den Satz, Poeten sterben in Frankreich niemals.
00:01:29: Einer dieser großen Poeten war Jacques Prell.
00:01:32: mit mehr als twenty-fünf Millionen verkauften Alpen in der ganzen Welt zählt er zu den führenden Repräsentanten des französischen Chansons und – ganz wichtig!
00:01:42: Er war Belgier.
00:01:44: Auf seinem vierten Album, Laval's Amis Tomp, veröffentlicht finden wir eine seiner bekanntesten chances.
00:01:52: Nume Kitepaar.
00:01:54: Es geht um einen Mann der seine Frau anfleht ihn nicht zu verlassen.
00:01:59: Er kann ihre Liebe nicht mehr zurückgewinnen und flüchtet sich in Illusionen und in das Versprechen von unerreichbaren Wundern.
00:02:06: In der zweiten Strophe zum Beispiel heißt es, ich biete dir Perlen aus Regen, aus Ländern in denen es keinen Regen
00:02:14: gibt.".
00:02:15: In der letzten, der fünften Strophe singt er, lass mich zum Schatten deines Hundes werden!
00:02:21: Man könnte eigentlich sagen, es geht letztendlich um die vollständige Auslöschung eines Menschen, der sich an seine Worte klammert, um nicht zu verstummen.
00:02:31: Wir steigen nun in der dritten Strophe ein mit der Musik.
00:02:34: Hier ist die Instrumentierung schon etwas dichter und die Gesangsstimme fester, im Verlauf des Chansons singt Jacques Brel immer aufgewühlter und schmerzvoller.
00:02:45: Bitte hören Sie jetzt ganz genau hin egal ob sie die französischen Worte verstehen oder nicht!
00:02:51: Jedes Wort jeder Ton kommt aus tiefsten Herzen.
00:02:57: Man fühlt Jacques Prell's Schmerz und erfährt seine intimsten Gefühle.
00:03:02: Er weint durch die Musik!
00:03:22: De
00:03:33: n'avoir
00:03:33: pas pu te rencontrer.
00:03:37: Ne me quitte pas, ne me quette pas, quitte pa... On a vu souvent rejahir le feu de l'ancien volcan qu'on croyait trop vieux.
00:03:56: il est pare-tile des terres brûlés donant plus de blé qu'un meilleur avril et qu'en vient nos spars pour qu'n ciel flamboy Der Noir ne s'épouse-t il
00:04:12: pas?
00:04:14: Ne quitte pa!
00:04:17: Ne quittepa, qui te
00:04:21: par.
00:04:32: Je ne vais
00:04:32: plus
00:04:32: pleurer, je ne vais pu parler.
00:04:36: Je me cacherai là à te regarder danser et sourirez A t'écouter chanter et cuirir Laisse moi devenir l'ombre de ton ombre.
00:05:13: Christophe Sator ist Deutscher Journalist und Büroleiter der Deutschen Presseagentur in Rom.
00:05:18: Zuvor berichtete er als Auslandskorrespondent unter anderem aus London, Paris und Bangkok.
00:05:24: Ich habe Christoph Sator zu dieser Folge eingeladen weil er ein Buch über das französische Chanson geschrieben hat L'avis en Rose Francein.
00:05:32: Hundert Chansons erschienen im Kiwi-Verlag.
00:05:35: Herr Sator, ich finde wer Frankreich verstehen will sollte ihr Buch lesen und wer Frankreich fühlen will sollte vielleicht Jacques Prell hören.
00:05:45: Stimmen Sie zu oder würden sie vor ihm noch wirklich echte Franzosen nennen?
00:05:50: Ja danke schon mal für das Kompliment.
00:05:51: erstmals natürlich stimme ich zu was die echten Franzosen angeht.
00:05:57: ja Prell hören es immer gut nicht nur aber lohnt sich durchaus Ist Belgier.
00:06:03: in der Tat hat auch viel über seine Heimat gesungen, Brüsselbrücke, Gent.
00:06:09: Eines seiner größten Lieder im Lande Amsterdam das sollte eigentlich Antwerpen beheißen also so wie die Hafenstadt den Belgien auf aber es ging sich von Französischem dann nicht aus.
00:06:18: Das heißt im französischen en verre also zwei sieben nur Und wer pen?
00:06:23: das wäre auf deutschland gegangen aber im französischen geht es halt nicht.
00:06:26: also hieß es dann amsterdamm.
00:06:28: Aber prell war gern belger.
00:06:31: da hat er am anfang auch zum teil sehr darunter gelitten vor allem zu Beginn als einer karriere.
00:06:36: die belge die gelten in frankreich ja so ein bisschen als provinziell als hinter weltlerisch.
00:06:41: Und für diesen Ruf hat Brell am Anfang auch einiges getan.
00:06:46: Es gibt ansonsten ja aber viele Belger im französischen Chanceau, Stromaille zum Beispiel eine von den Neuern, aber z.B.
00:06:53: Plastik Bertrand, Saint-Pierre-Mouin, das ist so'n Punk-Disco-Klassiker der denkt da nicht jeder ist ein Franzose, aber er ist in der Tat auch Belger.
00:07:01: Aber grundsätzlich was sind es schon echte Franzosen?
00:07:04: Also das Thema zieht sich eigentlich schon seit Jahrzehnten durch.
00:07:08: Charles Asnerour, das sind die Eltern Anfang des letzten Jahrhunderts.
00:07:12: Vor dem Völkermord aus Armenien geflogen, Serge Gaspour da hatte die Familienwurzeln in der Ukraine in Kharkiv.
00:07:19: Der Vater war ein Konservator Ivan Saint-Petersburg.
00:07:22: Yves Morton ist ein gebürtiger Italiener eigentlich, der Vater Kommunist von den Fischisten nach Frankreich fliehen musste.
00:07:28: und heute gibt es auch sehr viele Leute, die halt als Einwanderefamilien stammen.
00:07:33: Da waren die Franzosen mit der Integration wirklich viel früher dran als andere Nationen.
00:07:37: Und insbesondere in der Musik halt auch, also im Sport bei der ganzen Namenschaft Fußball.
00:07:43: Da ging es viel später los aber in der Musik da ging das echt früh los.
00:07:47: Insofern Prell als Belgier echt nah dran Aber er ist ja eigentlich längst auf Französisches Kulturgut in der Zwischenzeit.
00:07:56: Also der wird bis heute gesungen Der wird dann in Udiversitäten gelehrt.
00:07:59: Es gibt X-Doktaarbeiten dazu Das Systeme in der Abiturprüfung Aber das ist schon eine lange Geschichte, aber hat jetzt mittlerweile wirklich die Karriere gemacht.
00:08:10: Geht als Franzosen?
00:08:11: Wie ist es sprachlich?
00:08:12: hören die Franzosen dass das ein Belgier ist der Französisch sinkt.
00:08:17: oder ist das französisch von Jacques Bréil wirklich ein gestochenes Französische?
00:08:21: weil in ihrem Buch gibt's einen Kapitel wo es um das kanadische Französich geht.
00:08:25: Das ist ja völlig anders und die Belgier sprechen vielleicht doch auch vereinzelt anderes Französisches aus den Franzosen oder?
00:08:32: Nespain!
00:08:32: Ja es gibt schon so Da verlässt du.
00:08:34: Es gibt schon so kleine Unterschiede, also der Franz Jose zum Beispiel des Sackkalk für neunzig Katra waren dies und der Belger bei dem ist es dann nur Nord Prel, der hat schon so ein bisschen einen belgischen Akzent, dass man hört es schon so n bisschen raus errollt.
00:08:48: Dass er irgendwie anders als die Franzosen das er rollen würden aber so nen großen und ganzen Merkmal da ist nicht mehr viel davon, dass er Belger isst.
00:08:56: Am Anfang war das schon anders.
00:08:58: also die die Karriere von Prel hat ja ziemlich langsam angefangen.
00:09:04: Er kommt aus einer großbörgelichen Familie in Brüssel Wollte dann aber nicht bei Vater in der Fabrik arbeiten.
00:09:12: Der Vater hatte so eine Kartonagenfabrik, er hat ganz früh geheiratet und dann ist das aber mit zweiundzwanzig zuviel geworden.
00:09:20: Und er hat gesagt ne keine Lust mehr auf all das.
00:09:23: Aber er war immer schon ein großer Gegner von der Bosch-Versie und hat gesagt nee ich mach jetzt Musikkontakt schon mit seiner Frau abgemacht dass ihr über einen Outset kriegt ist dann in die Musik reingegangen, hat am Anfang erst mal den Bergen ein bisschen Musik gemacht.
00:09:40: Hat da einen Nocke, einen Seebad und eine compagnie de l'chausson teilgenommen was bedeutende klingt als es war.
00:09:47: Da ist er von der achtendzwanzig Teilnehmerin, ist er siebenundzwanziger geworden also das hat nicht so richtig gut geklappt.
00:09:54: Und dann ist er weiter nach Frankreich, da hat aber ziemlich viel getan um diesen Image als Hinterweltler zu entsprechen hatte so ein bisschen sackartige Gewänder an, hat den Schnurrbart und eine Klampfe in der Hand.
00:10:09: Er war jetzt auch nicht so eine klassische Schönheit also verknautscht das Gesicht Pferde, Zähne ... Hat einen schnellen Spitznamendick ab April Und dann ging es echt lange bis wir dann wirklich mal so richtig die Karrierefahrt aufgenommen
00:10:25: haben.
00:10:26: Also wenn ich ihn mir als Frau anschaue er war ja doch Ich würde sogar sagen, er war einfach versoffen, verraucht und wirklich unattraktiv.
00:10:36: Es war immer so dieses Zeichen des Leidens auch bevor er überhaupt gesungen hat wenn man ihn nur anschaut.
00:10:44: Aber kommen wir mal zum Lied zurück.
00:10:45: Man erzählt ja beim Singen immer eine Geschichte und bei diesem Lied, Nome Kitibah bin ich beim Zuhören schon so berührt und traurig dass ich mir gar nicht vorstellen kann was das mit dem Interpreten überhaupt macht.
00:10:59: Und wie viel steckt denn jetzt Jack Prell selbst in diesem Chanson?
00:11:05: Ich habe immer das so genau wüsste.
00:11:07: halt also das war ja immer schon alles sehr sehr theatralisch bei ihm.
00:11:11: Das war sehr viel Pathos.
00:11:13: Er nimmt zur Haltung an auf der Bühne und er spielt das.
00:11:18: Er ist es nicht unbedingt, was sich so grundsätzlich sagen lässt wenn man den Biografen glauben darf.
00:11:24: Prell war Zeit seines Lebens keiner der verlassen wird sondern er war einer der verlassend hat und das hatte ziemlich oft Und er hat sich dann auch immer dagegen gesträubt, dass die Leute gedacht haben, das Nomekidepaar so eine Art Ich-Erzählung ist.
00:11:39: Dieser Mann in einem Lied, es ist ja auch niemand, der man gern sein will.
00:11:43: Das hat einen sehr, sehr poetischen Teil des Liedes und doch seine lyroschen Seiten.
00:11:48: Aber in Wahrheit ist es doch ein ziemlich zynisches Lied über einen, der halt nicht wahrhaben will, dass seine Zeit vorbei ist.
00:11:55: Das ist ja eigentlich völlig Cortez.
00:11:56: Also Namikide Paar gilt heute als eines der größten Chansons d'Amour, als einer der schönsten Liebeslieder überhaupt.
00:12:05: Wenn ich als das Größte überhaupt und wenn es denn Liebe ist oder wenn's überhaupt jemals Liebe war in diesem Lied dann war das halt eine sehr, sehr einseitige Liede.
00:12:16: Man kann ein musikalisches Zitat heraus hören, da kommt jetzt auch diese klassische Musikerin natürlich in mir durch.
00:12:23: Das Thema erinnert an den langsamen Teil der sechsten Rhapsodie von Franz Liszt – das hören wir uns kurz an!
00:12:48: Ob sich Jacques Brel nun daran orientiert hat oder nicht ist vielleicht nicht wichtig aber in jedem Fall wird dieses ganze Chanson einer einfachen Melodie getragen die nur aus wenigen Tönen besteht.
00:13:01: Würden Sie sagen Sophie sie sich jetzt mit dem französischen Chanson beschäftigt haben, dass das eigentlich für alle guten chansons klingt.
00:13:08: Eine einfache Melodie die gut zu merken ist, die gut ins Ohr geht und aus wenigen Tönen besteht?
00:13:14: Ja da gibt es solch ein solcher Empfang bei den Chansons.
00:13:18: Es gibt doch großeartige Songschreiber und großartige Melodien Schreiber also Michel Polnareff oder Michel Dauget von der neuen Jean-Jacques Goldman.
00:13:29: Aber grundsätzlich kann man schon sagen, dass der Text im französischen Chanson oft wichtiger ist als die Musik.
00:13:35: Und das erstaunliche in Frankreich sind aber die Leute, die hören wirklich zu!
00:13:39: Also es ist unglaublich wie viele Leute auch heute noch mit all diesen Jahrzehnten Abstand also wir reden über Prell und Prell hat halt neunzehnundseinzig aufgehört Konzerte zu geben.
00:13:50: Das sind fünfzig Jahre ja, zwischendurch Und die Leute, die kann halt diese Texte da immer noch auswendig und das ist schon sehr seltsam.
00:14:02: Aber es liegt bei diesem Lied auch an diesem sehr speziellen Text.
00:14:07: Wie gesagt, es ist so ein Lied von jemandem, dem man nicht unbedingt sein will.
00:14:12: Es gibt ganz viele Frauen im Leben von Jacques Preil, die auch in den Liedern dann immer vorkommen.
00:14:18: Er besingt Clara oder Frieda oder Isabelle und Marieke oder Mathilde.
00:14:25: Aber die Frau aus dem vielleicht berühmtesten Chanson von ihnen halt, dem vermeintlich schönsten liebes Lied.
00:14:32: Der gibt überhaupt keinen Namen!
00:14:33: Die bleibt anonym.
00:14:34: Man weiß das heute nicht wer es ist und ob es die überhaupt jemals gab.
00:14:38: Und die Geschichte hinter dem Lied ist halt ein bisschen Brelva damals mit einer Sängerhöhne zusammen Mitte der fünftige Jahre.
00:14:45: eine Frau Süsen Gabriello hat dann später auch behauptet er hat das Lied für mich geschrieben.
00:14:51: Das könnte vom zeiglichen Ablauf her eigentlich sogar passen.
00:14:54: Also die hatten sich kurz zuvor getrennt, aber Brell sagt halt und hat das immer gesagt es gibt überhaupt keinen Zusammenhang.
00:15:00: klar dass das Lied sein ich vorhin Er singe das halt nur und er sei es nicht.
00:15:06: Und er war da auch relativ grob dann mal wieder in seinen Worten und sagt halt, dass ist halt so einfach die Geschichte von einem Idioten, vom Deppen oder dem Versager.
00:15:15: Das hat nichts mit irgendeiner bestimmten Frau zu tun und es halt halt auch überhaupt nichts mit mir zu tun.
00:15:22: Ganz am Anfang wollte ich das gar nicht selber singen sondern eigentlich war das Lied für eine Frau gedacht, für Simone de Rockloire damals eine einigermaßen bekannte Sängerin.
00:15:32: Er wollte das nicht singen, er hat es dann auch mal die IPA vorgespielt und der hat gesagt nein, lass den Finger davon.
00:15:37: Das ist ein Lied bei diesem Text.
00:15:39: Das kannst du nicht singe, das kann man nicht singt.
00:15:41: Es geht irgendwie überhaupt nicht weil das ja schon so ein sehr sehr großes Jammerlied halt einfach ist also mit diesen ewigen Numikidepa.
00:15:49: Das geht ja nochmal, nochmal, noch mal.
00:15:57: ist auch irgendwie nervig zu einem gewissen Moment.
00:16:01: Es geht da fünf Minuten lang und es gibt von dieser Frau, der wir den Namen nicht kennen, keine Reaktion.
00:16:06: Also das ist nur schweigend.
00:16:08: Das ist eine zerbrochene Liebe und die ist das störwische Einhalt nicht losgehen kann, loslassen kann.
00:16:14: Meistens sind dann die Männer ... Und das geht für Frauen ja manchmal auch schlimm aus.
00:16:20: Wäre das jetzt kein Chanson-Klassiker?
00:16:24: Stellen wir uns mal vor, dass sie ihn liefern heute Und der Typ ist halt verzweifelt und er nimmt sein Handy, hat seinen Smartphone in der Hand und tippt immer wieder.
00:16:33: Verlass mich nicht!
00:16:38: Wenn man da den Freuen von diesem Kälber müsste mal vernünftigerweise sagen jetzt ist irgendwie mal Schluss für einmal auf.
00:16:45: Ich glaube du brauchst Hilfe.
00:16:46: also eigentlich ist der in einem Zustand wo der echt professionelle Hilfe suchen müsste.
00:16:52: In der Popmusik gibt es so ein Endeslied von Police, Every Breath You Take.
00:16:56: Da denken auch alle Leute das ist ein super Liebeslied.
00:16:58: aber das ist halt so ein Lied von einem Stalker, der eine Frau verfolgt und verfolgt und vervolkt.
00:17:03: Und ehrlicherweise ist es bei Memekitebar eigentlich auch so.
00:17:07: Also alle denken super liebeslied ganz toll großartig Aber... Es ist es halt ehrlicherweise nicht.
00:17:14: Diese Art der Poesie entspricht vielleicht doch der französischen Seele ganz generell also wenn ich mir diese Frage erlauben darf mit meiner österreichischen Seele.
00:17:21: Ich hab von der französischen Seelei ja keine Ahnung, aber unabhängig ob das jetzt ein Mann oder eine Frau singt ist es vielleicht einfach sehr französch?
00:17:29: Oder ist es mehr Jack Braille dieses Leidende was sie vorher angesprochen haben?
00:17:34: Nee, ist schon ein sehr frantösisches Thema.
00:17:36: also in den Chansons da geht's ja eigentlich auch immer noch mit gleichen drei Dingen.
00:17:39: Also es geht um Lavis, es geht nur Lamour und es geht darum Lamour.
00:17:43: Es geht um das Leben, um die Liebe... Und dem Tod!
00:17:46: ...und dann der Tod.
00:17:48: Ich muss ihn als Wisterreicher nicht erzählen.
00:17:52: Der Tod ist immer schon das Maß aller Dinge und eigentlich lässt sich mit diesen drei Dingen halt auch so alles erzählen, Und bei Preil ist es interessant er kommt noch sowas anderes hinzu.
00:18:00: da kommt das Alter noch hinzu.
00:18:02: also der hat unglaublich viele Lieder über's altwerten geschrieben oder viel mehr darüber dass er nicht unbedingt alt werden muss.
00:18:08: Das war eine der großen Sorgen in seinem Leben Dass er wie erst dann genannt hat dass er verfried hofft oder auf Deutsch, dass er irgendwie so ein Zustand erreicht wie lebendig begraben und das wollte halt um Himmels willen vermeiden.
00:18:23: Das wollte überhaupt nicht!
00:18:24: Und den Toden hat er ja auch oft genug besungen.
00:18:27: also es ist ein anderes Lied zu eines von den bekanntesten die dann Frühe-Farhase.
00:18:31: Einen Sechzig Le Morriban, das ist eine Geschichte von einem Mann der stirbt der Abschied von seinem Umfeld nimmt und er sagt dann, hey wenn ich mal tot bin, sollt ihr nicht trauern sondern ihr soll tanzen.
00:18:43: Und wer soll Spaß haben?
00:18:44: Dann gibt da irgendwie seine Ehefrau noch einen.
00:18:46: mit uns gibt es seinen besten Freund noch ein mit und das ist halt so typischer Prell Humor.
00:18:51: Das ist so der schwarze, der bitterer Humor den ja hatte und hat ja auch letztlich viel dafür getan dass er nicht alt wurde also des gestorben mit neunundvierzig hatte Lungenkrebs hat vier Packungen Zigaretten geraucht am Tag und da muss man sich halt nicht wundern, aber das war immer so.
00:19:10: die Lebensmaxine von ihm.
00:19:11: also ich muss nicht alt werden.
00:19:13: Intensiv leben.
00:19:15: Was mir noch dazu eingefallen ist, was Sie jetzt gerade gesagt haben, ist das Chanson Les Des Esperés.
00:19:20: Da geht es auch um Liebeskummer und letztendlich dass der Tod die Erlösung ist.
00:19:24: Das ist ein Lied wo er den Text geschrieben hat.
00:19:26: Das mag ich ganz besonders dieses Chanson.
00:19:29: Ich höre das zu dem Bekannteren wahrscheinlich eher nicht oder?
00:19:31: Les Desesperés?
00:19:32: Nee, das ist eher eines von den Lidern für Fachleute so wie sie sind.
00:19:38: Dann können wir's ja kurz einspielen!
00:19:44: Ils ont perdu leur bran.
00:19:49: Tellement non fragé
00:19:52: que la mort parait blanc,
00:19:58: il revient nos dames.
00:20:01: Ils se sont réveillés.
00:20:06: une marche tant silence espéré et je sais leurs chemins pour avoir cheminé déjà plus
00:20:54: Stimmt das.
00:20:54: er hat ja nie.
00:20:55: Also wenn man jetzt diese Liveauftritte sich anschaut, er hat nie Pausen zwischen den Chaussons gemacht.
00:21:01: Er war immer so hundert Prozent auf der Bühne und immer leidender und immer schwitzender und völlig erschöpft am Ende eines Konzerts.
00:21:11: Wissen Sie?
00:21:12: Hat er auch von der Büne aus nie Kontakt zum Publikum gesucht, weil ich meine viele Künstler sprechen ja zwischen den Liedern mit dem Publikum und begrüßen die Leute zumindest.
00:21:23: Aber bei ihm war immer das eine Liedes verklungen und die Leute haben applaudiert und schon hat es nächste begonnen.
00:21:28: kein Wunder dass er schöpft war auch.
00:21:31: Ja ja das ist halt so ein bisschen wie er sein Leben gelebt hat und auch so ein Bisschen wie er seine Karriere gemacht.
00:21:36: also der hat ganz langsam angefangen.
00:21:38: Der hatte echt fünf Jahre gebraucht bis er Allwegs bekannt war.
00:21:42: in Paris ging langsam los und dann hat das halt Tempo aufgenommen.
00:21:49: Und am Schluss war es halt einfach ein irrsinniges Tempo, dass er erreicht hat.
00:21:52: Und dann war halt irgendwann Schluss so was... Das ist ganz häufig bei seinen Liedern.
00:21:56: also das sind schon nur so Lieder die so ein klassisches Ende haben.
00:21:59: Also BONG!
00:22:01: Und vorbei.
00:22:02: Und so war's mit seiner Karriere.
00:22:04: Die hatte halt vorangetrieben dann.
00:22:06: Also letztlich hatte der erfolgreich Fünf Jahre, sieben Jahre auf der Bühne gestanden und dann war.
00:22:13: Ich hatte gemerkt, ich wiederhole mich irgendwie hat noch ein großes Konzert im Olympia gegeben mit sechs mal rauskommen.
00:22:22: Zugaben hatte auch nie gegeben als es stimmt schon was die gesagt haben der hat immer ohne Pause gespielt immer so dieses immer weiter immer weiter gemacht Und am Schluss war Schluss.
00:22:31: Dann kam er noch sechsmal raus, hat sich verneigt, Zugabe gab's nicht, kam daraus im Bademantel, hat dann hinterher noch ein Konzert gegeben in Roubaix an der Belgischen Grenze und das war es denn aber auch mit seiner musikalischen
00:22:44: Bühnenkarriere.".
00:22:47: Was auch interessant ist, bei diesem Lied es gibt ja wirklich zahlreiche französische Chansons von denen es nicht wirklich nennenswerte oder höhrenswerte Cover-Versionen gibt.
00:22:58: Und bei Nüme Kitabá gibt's schon einiges da wird man fündig.
00:23:01: ich glaube sicherlich ein bekanntesten ist die Version von Nina Simon.
00:23:05: Aber ich möchte kurz Buica anspielen.
00:23:07: Das ist eine spanische Sängerin, die eine ganz eigene Version ein völlig anderes Arrangement hat und für manche eingeschworene Jacques Braille-Fans ist das vielleicht jetzt ganz fürterlich.
00:23:17: aber ich finde diese Fassung wirklich höhrenswert.
00:25:11: Ihr Französisch ist leider ganz schrecklich von der Boeige und sie bemüht sich nicht einmal eine bessere Aussprache irgendwie zu finden.
00:25:19: Stört Sie das, wenn Sie das hören?
00:25:22: Ich störe es überhaupt nicht!
00:25:23: Ja man muss sich schon konzentrieren... Ich
00:25:24: hätte gehofft dass Sie sagen ja!
00:25:27: Stört sie nicht ne?
00:25:28: Er spricht dann für die Version natürlich.
00:25:31: Ja, das spricht für die Version.
00:25:34: Aber es spricht auch dafür, dass man irgendwie seine eigenen Erfahrungen in Frankreich gemacht hat und ich muss ja jetzt nicht als Ausländer diese Unart verfallen, die Franzosen ganz gerne an den Tag legen, denen ich ... Dass man die Nase römpft wie jemand, die Sprache nämlich so ganz hundertprozentig beherrscht oder daran dilettiert.
00:25:51: also ich würde jetzt Ich glaube schon, dass sie es probiert haben.
00:25:56: Das ging halt irgendwie nicht besser.
00:25:57: Aber die Franzosen können da Entschuldigung auch super nervig sein.
00:26:01: also wenn man im Kaffee sitzt und irgendwas bestellt und der Sübschanktief ist nicht so ganz korrekt dann ist das ja schon nahe dem Weltuntergang Und Sie haben das ja vorhin erzählt.
00:26:13: ich bin mittlerweile in Italien und da kriege ich das so ganz anders mit.
00:26:18: Die freuen sich, wenn einer versucht, italienisch zu reden.
00:26:21: Und dann ist es eigentlich egal welche Fehler der da jetzt macht.
00:26:25: Da sind die extrem tolerant und das ist in Französischen oder Frankreich vielleicht nicht unbedingt so.
00:26:33: Gehen wir mal zur englischen oder vielmehr zur amerikanischen Fassung über?
00:26:37: If you go away heißt es da, Rod McEwen hat den Text verfasst.
00:26:41: Seine Übersetzungen und Adaptionen von Jacques-Brel Chanson trugen sehr dazu bei dass diese Lieder auch außerhalb von Frankreich bekannt wurden.
00:26:50: Und da sehen wir dann schon wie wichtig diese Sprache ist weil hier gibt's jetzt in.
00:26:54: also ich spiele gleich ein Musik Beispiel ein Da gehts.
00:26:58: inhaltlich gibt es dann einen deutlichen Unterschied.
00:27:02: Bei Brell hören wir nämlich ein emotionales, wie soll ich sagen flähendliches Bitten an die Geliebte – Sie haben das vorher so schön erklärt!
00:27:11: Die bis zur Selbsterniedrigung reicht und die englischen Strophen sind viel rationaler und verständnisvoller.
00:27:18: Es heißt immer if you go away und nur ganz am Ende heißt please don't go away.
00:27:23: Und was jetzt auch schön zu hören ist der Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Strophe von der Traurigkeit zur Hoffnung.
00:27:52: When the day was young and night was long And the moon stood still for the nightbird song If you
00:28:27: go away,
00:28:31: if you stay.
00:29:30: Ja, Sie haben sicher gleich erkannt.
00:29:32: Frank Sinatra, was soll man dazu sagen?
00:29:34: Sie ist halt jetzt eigentlich ein Sinatra-Song und kein Chanson mehr.
00:29:38: Oder?
00:29:38: Ja aber was soll mal der zu sagen?
00:29:40: also der Sinatra hat ganz großartige Songs gemacht übrigens ja auch Also My Way was kaum jemand weiß es ist eigentlich auch ein französisches Chanson das ist Come David Tüde in Lied von Glut François Wo es um was ganz anderes geht, also bei Sinatra ist das ja so dieses Lied hier.
00:30:00: Ich habe es hingekriegt und ... Das ist noch ein Lied, was irgendein Bundeskanzler in Deutschland ganz ganz spielen, wenn sie sich verabschieden lassen oder dass Firmenchefs spielen, dann werden Sie sich verabschieden lassen.
00:30:11: Bei Begräbnissen
00:30:12: hört
00:30:12: man's?
00:30:13: Ja!
00:30:14: Aber alles gut letztlich wie ich es gemacht hab.
00:30:17: Komm David Tüth ist auch schon wieder ein ganz anderes Lied.
00:30:20: Es ist auch so'n bisschen an sich selbst zweifeln des einer der verlassen worden ist wieder einer der alten Liebe nachtrauert, was ganz anders.
00:30:29: Aber zurück zu eine wirkliche Paar?
00:30:33: Ja gefällt es überhaupt nicht!
00:30:34: Also das ist total weichgespült, was die Musik angeht und was den Text auf.
00:30:40: Sie haben das ja selber schon gesagt.
00:30:41: also auf der einen Seite so dieses Verlass mich nicht verzweifelter Ton, imperativ ein paar Aushorezeichen in der Heer, das andere auf Englisch Wenn du weg gehst, vielleicht gehst du auch nicht weg.
00:30:53: Nur so mal als Hypothese in den Raum bestellt sowas für die Zukunft.
00:30:58: und bei Brel da hat es halt sehr viel selbstzerstörerisches.
00:31:05: Bei Sinatra alter Kuhner ist das dann dreimal Entschuldigung ganz furchtbarer Kitsch.
00:31:10: also bei Brelda gibt der Mann alles auf.
00:31:13: lass mich dein Schatten sein der Schatten deines Hundes.
00:31:17: Das lassen die Amerikaner weg, wenn sie das liezigen.
00:31:19: Das ist ihnen zu unterwürfig!
00:31:21: Lass mich der Schatten deines Schattens sein, heißt es bei Sinatra und das muss dann weichen.
00:31:26: Und am Schluss gibt's ja bei Sinatra noch mal diese Strophe... Also wenn du eines Sommertages weggehst, kannst du oft die Sonne mitnehmen.
00:31:40: Also das ist ja ein Schlager-Kitsch der allerweinsten Güte.
00:31:45: Deshalb ist es ja vielleicht manchmal eben auch empfehlenswert, wenn man nicht der französischen Sprache mächtig ist.
00:31:51: Das muss sich gerade dann die französe Version anhört.
00:31:54: Sie haben in ihrem Buch so schön eine Anekdote geschildert von Charles Aznavour wie er bei der Mappetschow war.
00:32:01: Wenn ich das Richtige in Erinnerung habe... Ist halt Kermit, der Frosch irgendwie ganz, ganz angetan erst mal und sagt dann aber ne Ah, ich kann ja gar kein Französisch.
00:32:11: Das bringt mir irgendwie gar nix.
00:32:12: Und er sagt Asseneboa Ja es macht überhaupt nix!
00:32:15: Und liest dann aus dem Telefonbuch die Nummer von der französischen Müllabfuhr vor und Miss Piggy ist ihm völlig verfallen und zieht damit Schalasseneboas vorm Dannen.
00:32:26: Genau.
00:32:27: Aber jetzt auch so ein Sketch, den man heute vielleicht nicht mehr machen würde.
00:32:31: Damals war okay.
00:32:35: Jacques Prell hat Nome Kitepaar in mehreren Fassungen eingesungen und es gibt eben eine Originalaufnahme danach, dann noch eine weitere Aufnahme in flehmischer Sprache.
00:32:45: Und das gibt natürlich eine Live-Version aus dem Pariser Olympia.
00:32:51: Warum waren da immer so viele Jahre dazwischen?
00:32:53: Ja, weil er ansonsten auch ganz rechtlich durch die Welt getourt ist.
00:32:56: Also der hat sowohl in Frankreich glaube ich so gut wie jede kleine Stadt abgetourt und da hat dann später halt auch so richtig richtig seine seine Weltjournee gemacht und hatte ja nun wirklich auf weltweit Erfolg.
00:33:06: das Olympia war dann immer Olympia Das ist aufpassen von Olympia.
00:33:11: War dann immer so ein bisschen das ganz, ganz große Heinspiel.
00:33:14: Das war ja auch die Bühne mit der Ernautzerin Woyen-Pfiftzig.
00:33:18: Damals ist er für Marlene Dietrich angesprochen, Schwummen, wo er seinen Durchbruch hatte.
00:33:23: Da ist er gerne zurückgekehrt aber hat ansonsten auch echt ein massives Programm.
00:33:28: und da hat sich dann, wie wir vorhin schon gesagt haben ... Der hat sich nicht geschont in all den Jahren also die Zeit, in der er getourt ist Das war dann alles in allem ein bisschen mehr als zehn Jahre, aber der hatte halt echt alles gegeben.
00:33:40: Gefallen Ihnen persönlich seine Live-Offnahmen oder die Studieaufnahmen besser?
00:33:45: Egal jetzt von welchem Lied?
00:33:47: Live schon,
00:33:47: oder?
00:33:47: Weil das ist
00:33:49: viel lebendiger noch...
00:33:50: Aber das lässt sich aus heutiger Sicht natürlich auch relativ einfach sein.
00:33:54: Also ich habe da natürlich nie gesehen!
00:33:55: Ich bin dafür zu jung für das letzte Konzert, wie gesagt, in den Sehunderten und Sechzehn.
00:34:00: Und ich muss bei einem Preilkonzert auch nicht in der ersten Reihe sitzen weil Ehrlich gesagt, das muss schon mit ziemlich Zumutung gewesen sein.
00:34:07: Sie haben es auch selber schon gesagt, der hat sich völlig verausgehaut.
00:34:11: also so dieses klassische Brellied Anfangs-Sprechgesang ganz leise und dann geht's halt los und immer mehr und dann ist da völliger Schöpfung bis rein in die Extase.
00:34:23: und er hat gebrüllt und geschwitzt und gespuckt.
00:34:27: Und die Leute, die vorne in der ersten Reihe saßen, haben echt was abgekriegt will man wahrscheinlich nicht unbedingt haben, aber das war halt echt ein Naturgewalt.
00:34:35: Das ist heute auch kaum noch vorstelle da sowas also.
00:34:40: Das war halt... Da haben wir vorhin auch schon gesagt großes Theater, großes Schauspiel wenn man das heute vielleicht mal mit einem Sänger von Heute vergleichen will der Einzige der so was ungefähr noch macht es irgendwie in amerikaner Tom Wade's Der ist auch so einen Schauspieler der auf der Bühne steht und da hat wirklich dann Entschuldigung, halt so eine richtige Rampensau dann ist.
00:35:01: Und das war halt Preil auch.
00:35:03: also der würde sich glaube ich dies gegen diesen Griffaubart nicht wehren wollen?
00:35:07: Ja viele bezeichnen ihn wirklich als Genie.
00:35:09: Also man muss... Ich finde schon wenn man sich jetzt nur eine Aufnahme anschaut oder auf YouTube geht Das Genie muss man sich ja auch als Hörer und als Höhrerin irgendwie erarbeiten im Sinne von sich einfach mehr anhören und mehr anschauen weil würden sie auch sagen er war ein Genie.
00:35:26: Oh, ich bin so mit diesem Begriffen bin ich da eher ein bisschen vorsichtig.
00:35:30: Also all die Ikonen und Genies, die wir mittlerweile haben.
00:35:34: Näh das war schon eine ganz große Nummer und der war zu seiner Zeit bestimmt auch ne ehrsinnige Größe.
00:35:42: also als Beispiel hatte sich dann ja zurückgezogen von der Bühne.
00:35:46: In nineteen sechszig hat dann Fäle gemacht, die so solala gelaufen sind.
00:35:53: Er hat dann aber noch mal eine echte Platte aufgenommen, die ist kurz vor seinem Tod erschienen.
00:36:01: Sieht schon einigermaßen ätherisch aus.
00:36:04: Es ist ne Beugetauf blauer Himmel da wo wir nur ganz groß Prell geschrieben haben.
00:36:09: Und von dieser Platte kannte man überhaupt keine einziges Lied und die hatte ne Million an Vorbestellungen einfach schon.
00:36:15: Also Leute, die einfach überhaupt nie ein Song daraus gehört haben, haben das damals halt gleich millionenfach vorgestellt.
00:36:21: Da hat man so eine Ahnung dass es damals für eine Größe war.
00:36:24: Genie, da wäre ich so ein bisschen vorsichtig.
00:36:27: also der hatte auch sehr viel in negatile Seiten und wir haben ja kurz darüber gesprochen.
00:36:33: er hat ganz viele dumme Sarfen über Frauen gesagt War halt so ein Mann der alten Schule, war eine andere Zeit.
00:36:45: Beurteilte man heute anders als was damals beurteilt hat.
00:36:48: aber es gibt auch echt so viele Facetten an Jack Braille wo man heute sagen würde geht gar nicht garig.
00:36:57: Apropos geht gar nichts oder vielleicht doch nicht?
00:37:00: ja sie kennen jetzt die französische Sprache und Kultur, also wirklich von innen.
00:37:06: Was empfinden Sie denn wenn sie dieses Chanson auf Deutsch gesungen hören?
00:37:12: Hören Sie dann noch den Jacques Preil?
00:37:14: oder ist das vor allem eher eine Übersetzung so wie es sich vorher auch bei der amerikanischen Version von Frank Sinatra gemeint hätten?
00:37:23: Ja danke fürs Lob wieder aber Ich will da ja nicht schnürselig jetzt lingen, aber eigentlich schon immer das Original.
00:37:30: Deutsch ist für Chanson jetzt nicht so unbedingt die allerbeste Sprache.
00:37:36: Also das knackt halt unter einer oder anderen Stelle.
00:37:40: und was eigentlich erstaunlich ist es gibt ja echt viele deutsche Versionen von französischen Chansons, die interpreten die Franzosen selbst gesungen haben.
00:37:49: also Mireille Mathieu war ja über Jahrzehnte hinweg so was wie die Lieblings-François in der deutschsprachigen Welt.
00:37:57: Also auch überall im Fernsehen, im ORF, in der ARD, im ZDF mit eigenen Shows als es das DDR-Fernsehen gab da war sie auch dabei.
00:38:05: aber Charles Nermour hat zum Beispiel auf Deutsch gesungen Franz Galle, Gilbert de Crores, Patricia Kars interessanterweise Prell übrigens halt nicht.
00:38:14: also von denen gibt's viel auf flemisch.
00:38:17: also die andere Hälfte von Bergen Nämlich der Paar, er ist Latminid Alain.
00:38:23: Oder Mont-Blaie, so ein ganz bekanntes Lied von ihnen ist halt mein Flaggeland.
00:38:28: aber auf Deutsch gibt's vom Preil zumindest dass ich wirst du nichts.
00:38:31: Ja also ich habe schon eine deutsche Version jetzt kurz vorbereitet nämlich Also die erste Übersetzung stammt
00:38:38: von Max
00:38:39: Kolbett.
00:38:39: Er hat auch den deutschen Text von sag mir wo die Blumen sind verfasst und Marlene Dietrich hat dann auch neunzehn dreiundsechzig gesungen.
00:38:46: bitte geh nicht fort.
00:38:48: Und die Übertragung von Heinz Riedl, da heißt sein Geh nicht fort von mir wurde durch Klaus Hoffmann bekannt und er gilt als der führende deutsche Interpret der Brelle Chanson.
00:39:00: Von dem Prenzen der Stab vor Kummer schwer Als er um dich war Geh nicht fort von mir.
00:39:28: Man hat oft erlebt, dass wieder wacht Ein Vulkan übernacht.
00:39:36: Er schien aufs Neu Und Erde glüht.
00:39:39: und Erde blüht Wie der schönste Mai.
00:39:45: Selbst die Nacht bleibt Licht bei der Himmelnot Denn er schwarz und rot, die vereinen
00:39:51: sich nie.
00:39:53: Geh nicht fort von mir!
00:39:55: Geh'n nicht fort Von mir!
00:40:04: Und ich sag nichts mehr?
00:40:06: Und ich klag nicht mehr?
00:40:07: Bleib versteckt vor dir Will dich lächeln sehen Lächeln tanzen sehen Hören deinen Mund Lieder singen.
00:40:17: Und lass mich Schatten sein Deine Schatten seien Schatten deine Hand.
00:40:36: Interessant hier, die musikalische Begleitung ist sehr von der Gitarre auch getragen und das war ja auch Jacques Prels Instrument bis zu einem bestimmten Zeitpunkt oder?
00:40:46: Das war ganz am Anfang, also als für ein Karriere.
00:40:48: noch nicht lief da was sein Instrument.
00:40:51: Aber die haben ja schon mal erzählt und die ersten Jahre waren halt echt schwierig für ihn, der ist selber mit Gitarre aufgetreten Und dann hat er aber glücklicherweise zwei Leute kennengelernt, die ihm die Arrangements geschrieben haben.
00:41:05: Die haben das richtig gut gemacht und haben ihnen auch davon überzeugt dass er jetzt nicht mehr mit der Gitarra auf die Bühne kommt Sondern dass er einfach auf der Bühnen steht haben einen schwarzen Anzug angezogen, weißes Hemd, Krabate.
00:41:16: Das ist so der klassische Prechtstil und dann stand er halt allein auf der Bühne.
00:41:21: die Scheinwerfer waren auf seinen Gesicht gerichtet und er hat dann halt dieses theatralische dann da geboten.
00:41:29: aber das war halt.
00:41:31: wie gesagt am Anfang heißt es Sprechgesagen und das war ganz viel Interpretation.
00:41:36: Der Schimmumfang von Jacques Preil, der ist nun eher Scheiden.
00:41:42: Also er ist kein großer Sänger gewesen.
00:41:44: aber dieser Orange-Monds die waren halt richtig gut und das hat dann wirklich sehr gut geklappt.
00:41:52: Der eine von den beiden Rangéons, das war Gérard Joinet, später der Mann von Jules Cricot Es gibt noch einen dritten Eigentlich relativ selten nennt der Mann, der bei Brell am Accordion saß.
00:42:10: Ganz ganz wichtiges Instrument.
00:42:12: halt bei ihm.
00:42:13: also Prelle-Chanson ohne Accordionen geht eigentlich nicht.
00:42:17: Das war ein Mann, er hieß Marcel Azula War seinen Accordionspieler hat aber auch mit der Crécoe und Yves Mauton gespielt.
00:42:26: Der ist auch schon längst tot, aber in Frankreich kennen den zumindest viele beim Vornamen was da rein liegt.
00:42:32: Dass er in einem von den besten Liedern von Prell halt brühenend vorkommt im Visul das spielte sich am Accordion fast schon die Seele aus dem Leib.
00:42:41: Und dann ruft Prell ins Mikrofon rein.
00:42:44: Schoff Marcel, schoff!
00:42:45: Also heiz an, Marcel.
00:42:48: Heiz an oder vielmehr so... Leg noch einen drauf, Marcel, leg noch ein drauf und gib alles.
00:42:54: also der ist längst am Limit.
00:42:57: aber Prell will halt irgendwie noch mehr und das sind Frankreich bis heute.
00:43:01: in die Flüge des Wortes dieses Schopp-Marcel-Schaufe da weiß nicht jeder was es gibt.
00:43:06: T'as voluvoir vasol et on a vu vasol.
00:43:10: T'a vouluvoir en fleur, yon a vu un fleur.
00:43:18: t'a vouluvoir en bourr et o n a vu
00:43:26: en bourg.
00:43:27: j'vou luvoir en ver.
00:43:31: On a revue en bourge.
00:43:32: j'vu luvoir ta sœur Et on a vue ta mère comme toujours.
00:43:33: T'à pluie mes vier raisons, on a quitté vier raisones Chauffe !
00:43:36: Chauffes !
00:43:36: Chaufes!
00:43:36: T'apuis mes vesoles, on à quittés vesols.
00:43:39: T'ta pluie mais ont fleurs, on la quittée.
00:43:45: oun fleur.
00:43:52: T'A pluie m'est embour, on est quittées en bourb.
00:43:54: T'avou luvard en ver, on as vu que c'est faux Pour que tu a pluies mes tamères, on es quittait sa sœure.
00:44:09: Ich habe noch ein schönes Schagbrel Zitat gefunden, er wurde einmal gefragt.
00:44:15: Von einem Journalisten ist Singen ein Akt der Liebe oder ein Kampf.
00:44:20: Und seine Antwort war, Liebe ist ein Kampf, Singen ist beides.
00:44:25: Ein Lied muss gerade sein.
00:44:27: Es wird geschrieben um gesungen zu werden.
00:44:29: Poesie ist etwas mehr.
00:44:31: es ist etwas das man unter der Oberfläche betrachten und in Ruhe auskosten muss.
00:44:37: Das ist schon sehr schön, oder?
00:44:41: ist schon sehr schön.
00:44:42: Ich sage auch gleich was dazu, ich wollte nur noch einen Lob vorher loswerden in Richtung Güsterreich weil wenn sie Klaus Hoffmann sagen bei den Aufzählungen von den Prellinterpreten dann müssen wir eigentlich unbedingt auf Michael Hälter aus sagen Weil der echt klasse war und ich finde Klaus Hofmann hat Entschuldigung schon so ein bisschen dieses Berlinerische noch in sich.
00:45:01: also das ist von der Sparta hier schon arg hart abgehakt und all dieser harten Konsonanten.
00:45:08: Und das hat Michael Held auch, hat viel, viel besser drauf.
00:45:13: Von dem geht es nur ... Ich weiß nicht warum, aber ich glaub von dem gibt's keine Version von Nomeki de Baba.
00:45:18: Genau!
00:45:19: Hat mich sehr gewundert, ja?
00:45:20: Er hat so viele schon sonst eingesungen.
00:45:22: Aber Nomeky de Baba war nicht dabei.
00:45:25: Deswegen hab ich jetzt auf Klaus Hoffmann ... Ja, das Zitat.
00:45:29: Zurück zu diesem Liebe-Kampf da.
00:45:32: Hat mir ja schon ein bisschen darüber gesprochen, liebe also... Echt problematisches Frauenbild bei Brechzeich schon, bei Prell.
00:45:41: Zumindest auf heutiger Zeit.
00:45:42: Also der hatte Liebe eigentlich so hochgehalten dass er nie mehr dran kommen konnte.
00:45:47: Krässliches Frauenbild.
00:45:49: aber wie gesagt zur Entschuldigung ist ein halbes Jahrhundert her und das ist halt schon sehr viel Kampf.
00:45:55: also es ist viel mehr Kampf als Liebe finde ich sogar seinen Auftritt.
00:45:58: Der hat ja auch keine Angst sich bloßzustellen.
00:46:00: Sieht man, sieht man ja eine Mikita Paar.
00:46:02: Wenn man sich die Aufnahmen von damals auf YouTube dann anguckt und irgendwann hat er halt für diesen Kampf halt irgendwann keine Lust mehr und hatte keine Lust mir auf diese Konzerte und war ausgekämpft also auf der Bühne zumindest.
00:46:16: Interessanterweise hat er dann als die Chancenierkarriere zu Ende war, also zumindest auf der bühne, hat er denn als Musiker noch ein Musical auf den Bühnen gebracht.
00:46:26: Der Mann von La Mancha, also Don Quixote Also der Mann, der gegen die Windmühlen kämpft.
00:46:32: Und das war glaube ich schon so ein bisschen das Selbstbild von Prell.
00:46:36: also so hat er sich dann selber auch gesehen und da haben wir den Kampf ja dann noch wieder.
00:46:40: Ja wenn wir schon am Ende sind dann war die Karriere zu Ende und er ist glaube ich ausgewandert nach auf eine südse Insel oder unter dieser doch auch begraben?
00:46:51: Das Ende ist dann irgendwie ziemlich tragisch weil in der Zeit tatsächlich Es ging damit dem Konzerten sehr schnell zu eng und das letzte Liefer über ist Amsterdam.
00:48:20: Dann hat er noch in Filmen mitgespielt, die jetzt künstlerisch nicht so das allergrößte Nebo haben.
00:48:26: Das ist ein größer Erfolg.
00:48:26: Es ist so'n Film mit Lino Ventura zusammen, Die Fieldslaus.
00:48:31: Er hat dann auch zweimal Regie geführt – das waren aber beide des Flops!
00:48:35: Und dann hatte er echt keine Lust mehr, hat sich zurückgezogen ist wie geflogenes Gesegelt.
00:48:41: Hat dann diese Diagnose Lungenkrebs bekommen.
00:48:45: das mit den vier Packung Zigaretten pro Tag hatten wir schon musste sich dann in Lumenflügel entfernen lassen und ist dann mit einer neuen Frau dann wieder in die Südsee gezogen auf eine Insel Hibaoa wo auch Drücke Garrens begraben liegt.
00:49:03: Und da hat er dann endlich, nach all diesen Jahren in denen er getrieben hat und getrieben wurde, hat er eigentlich Ruhe gefunden.
00:49:10: Er hat ganz am Schluss noch mal eine Platte aufgenommen eben dieser Prellblatte blaue Himmel weißer Wolken.
00:49:18: Ansonsten nicht allzu viel an dem Tag als die Platte erschien.
00:49:24: es ist er dann in die Südsee zurückgeflogen, kam dann im Sommer danach nochmal nach Paris um sich einer Chemotherapie zu unterziehen ist dann aber vom Paparazzi gejagt worden, hat sich auf die Flughafentolette geflüchtet.
00:49:37: Hat da sich eine lunge Entzündung eingehandelt und es war da halt zu viel.
00:49:42: Also dann ist er gestorben in einem von seinen letzten Diedern.
00:49:47: Da geht's dann wieder um Tod.
00:49:48: Moria Ponmaria hatte eins gesungen dass er zwischen Frauen- und Flaschenschwerben will.
00:49:54: das ist es nicht geworden.
00:49:55: also der ist dann im Krankenhaus im Parivisan Nordosten gestorben hat es ja vor seinem fustigsten Geburtstag gelegt, aber wenigstens auf die Heeler Ohr begraben.
00:50:08: Herr Sator, Sie sind heute als Autor zu Gast in einem Musik-Podcast.
00:50:13: Vielleicht auch ein bisschen eine große Ehre für sie – also nicht Musiker!
00:50:16: Aber was mich noch brennt zu fragen nach all diesen Hundertchansons die Sie auch in Ihrem Buch beschrieben haben und mit denen Sie sich beschäftigt haben?
00:50:28: Ich weiß es ist immer schwerig eines herauszubicken aber welches Lied hören Sie denn ganz privat auch immer noch am allerliebsten?
00:50:36: Oh puh.
00:50:37: Gibt's da eins?
00:50:39: Ja, aber also erstens mal, ich hör auch ganz viele Anderen.
00:50:42: Also... Ich höre Querbet eigentlich.
00:50:45: Manchmal braucht man ja auch eine Pause von diesen französischen Chansons.
00:50:49: Also so gut da viele sind das ist ja nicht alles gut.
00:50:53: Aber ich hab dann auch wieder so Phasen und die können dann wirklich dauern Und das passt dann ganz wunderbar mit dem Französisch.
00:50:59: Und diese Hunde, die ich da ausgesucht habe Das ist halt ein bisschen wie so ein Schatzkästlein.
00:51:04: Also solider, die immer vergessen hat Irgendwann mal gehört hat, aber dann über Jahre ihn weg überhaupt nicht.
00:51:09: Jetzt kann man die wieder entdecken oder das sind Lieder, die wir überhaupt nicht kennt.
00:51:13: Also bei mir war es auch so.
00:51:14: ich habe jetzt von diesen hundert auch so eine oder zwei Lieder.
00:51:16: Die hab' ich wirklich erst durch diese Recherche da kennengelernt.
00:51:20: und die Geschichte hinter dem Buch... also es geht ja einfach immer drum.
00:51:24: Sie haben's vielleicht gemerkt.
00:51:25: Es geht halt immer darum die Geschichten zu erzählen.
00:51:27: Man erfährt halt über die Musik ganz viel mehr über die Franzosen, über Frankreich und das ist halt so ein Zugang der jetzt nicht so der Alltägliche is.
00:51:37: Ja, aber es ist so schön zu lesen.
00:51:39: Weil... also erstens mal erfährt man wirklich viel was man sonst auch nirgendswo lesen kann außer halt in ihrem Buch.
00:51:46: Also eben wer mit wem zusammengearbeitet hat oder davon wer mit Wem zusammen war
00:51:51: auch.
00:51:52: Aber das ist und das ist so unkompliziert geschrieben.
00:51:55: Man kann querlesen, man kann durcheinanderlesen Man kann's immer wieder hernehmen und wegnehmen.
00:52:01: Und sehr schön ist natürlich der QA-Link ganz am Anfang weil man hat eine Link zu einer zu einer Spotify-Liste, wo man diese ganzen Lieder auch gleich anhören kann nachdem man darüber gelesen hat im Kiwi Verlag erschienen.
00:52:15: Ich wollte das noch mal sagen.
00:52:17: La Vie en Rose, Frankreich in hundert Chancen aus...
00:52:19: Ja aber sie haben mich nach dem Lieblingslied gefahren, die können mich ja nicht drücken!
00:52:23: Also ich habe schon eines, dass es schon aus familiären Kunden habe ich so ein bisschen eine Schwäche für diese auch klassisch französischen Vatertochterlieder.
00:52:32: da gibt's echt viele davon.
00:52:34: Also eigentlich so jeder französische Chancenier, der eine Tochter bekommen hat da ein Lied darüber geschrieben.
00:52:41: Es gibt eines von einem Sänger, der heißt Rue Noe und das Lied ist heißt Mistreil Gagnon.
00:52:49: Er kennt im Ausland kaum jemand.
00:52:51: Das wird dann fraglich aber regelmäßig zum schüchsten Chanson aller Zeiten gewählt.
00:52:55: was ganz langsamer ist.
00:52:57: Also die Geschichte, der Vater sitzt mit seiner kleinen Tochter auf der Bank und er erzählt halt von früher wie das bei ihm in der Kindheit war und wie es bei ihnen mit der Mutter war, also mit der Mutter der kleinen Tochte und erzählt von all diesen Dingen die es heute nicht mehr gibt.
00:53:12: und dieses Mixtralgallion da denkt man am Anfang ja erst muss irgendwie etwas mit diesem Bind Da unten am Mittelmeer zu tun haben, aber das stimmt überhaupt nicht.
00:53:20: Wie Stalganion, das waren früher in Frankreich so kleine Tüten Brausepulver.
00:53:24: Die hat man beim Bäcker bekommen und die haben mich viel gekostet, umgerechnet wahrscheinlich, weiß ich nicht, zehn Cent neutiger Währung Und da war so eine Lasche drauf und die konnte mal abziehen.
00:53:36: Dann stand unten drunter either Gewinner oder Verlierer, also Gagnon oder Perdon.
00:53:41: Wenn man gewonnen hat, dann durften sie sich ne neue Brause-Tüte holen.
00:53:44: Und dieses Siegstreil Gagnons besingt ihr halt... Es geht am schon als Herz darin.
00:53:54: sehr schön!
00:54:19: Ja das ist doch ein wunderbarer Abschluss für
00:54:39: heute.
00:55:04: Meine letzte Frage, Herr Sator.
00:55:06: Für alle Gäste ist diese Frage immer gleich, was können Kunst und Kultur zu einer besseren Zukunft beitragen?
00:55:12: Ja ich finde halt dass man in Kunst und Kultur die Dinge oft ein bisschen früher registriert als im Rest der Gesellschaft.
00:55:21: Also wir hatten es ja ganz am Anfang schon mal so bei diesem Thema Integration das es halt in der Musik begonnen hat.
00:55:29: da war die Musik auch schneller als der Sport Andere Teile der Gesellschaft.
00:55:36: Und bei mir, ich habe in Paris ganz in der Nähe von dem Bataclan gelebt, das war einfach, weiß ich nicht, hundertfünfzig Meter weit weg, wo halt dann vor zehn, elf Jahren diese ganz, ganz furchtbare Anschlag war, wo Islamisten halt viele, viele Dutzend Leute umgebracht haben und es ist so ein Ereignis gewesen dass man halt letztlich ganz anders ausgegangen ist, als diese Attentäter gehabt wollen.
00:56:04: Weil das war so ein Ereignis wo die Franzosen wirklich zusammengestanden haben und Zivilcourage gezeigt haben.
00:56:12: Da gibt es ganz viele Lieder drüber, da gibt's auch ganz viele Filme drüber Es gibt ganz viele Bücher drüber Und es ist so ein wunderbares Beispiel was man mit dieser Macht von vielen Leuten auf erreichen kann Wenn man jetzt in Paris deine Gegend noch unterwegs ist.
00:56:29: Wir sind da auch relativ häufig, weil wir halt noch Freunde von früher haben und manchmal sieht man ja immer noch so diese kleinen Zettel die sie damals aufgehängt haben.
00:56:38: und das steht halt drauf Berlin Wein, Berlin draußen auf der Terrasse zu sitzen, Berlin Minirocke, Berlin Musik Kultur Kunst Schönheit!
00:56:52: Wir sind in der Republik in der Kirche und Staat getrennt sind und wir sind Franzosen.
00:56:57: und dann an die Attentäte gerichtet, nehmen das hin.
00:57:01: Und wenn ich alle Wusongferfutren muss man nicht übersetzen aber es ist schon relativ der Abtein also wen er das nicht wollt dann ja verpisst euch uns freundlich zu übersetzen.
00:57:13: Das ist so eine Einstellung die glaube ich ganz unordentlich ist.
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