#105 - Spezial: Musik bei Begräbnissen

Shownotes

Wenn Worte fehlen, kann Musik helfen. Wie wählt man passende Musikstücke für eine Trauerfeier aus? Soll die Musik die Hinterbliebenen trösten, oder im Sinne des Verstorbenen sein? Sollen Musiker*innen live spielen oder legt man eine CD ein? All diese Fragen werden diesmal von drei Gästen beantwortet: Sonja Dietl von der Bestattung Wien begleitet Familien beim Abschied nehmen. Sängerin Anita Horn gestaltet Begräbnisse vorwiegend im ländlichen Bereich und Sänger Georg Lehner kennt die musikalischen Traditionen der Stadt. Viele unterschiedlichste Musikeinspielungen umrahmen diese interessante Folge:

1. Pavane - Gabriel Fauré 2. Und dann gehst - Ina Regen 3. I glaub I geh jetzt - Wolfgang Ambros 4. So nimm denn meine Hände - Friedrich Silcher 5. Liberame - Requiem/G. Fauré 6. That's what Friends are for - Dionne Warwick 7. Ave verum - W. A. Mozart 8. Over the Rainbow - Eva Cassidy 9. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis - Requiem/J. Brahms 10. Ich hab dich lieb, Auf Wiederseh'n - Anita Horn 11. Das Leben ist schön - Sarah Connor

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Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:12: Ich spreche mit meinen Gästen

00:00:13: über bekannte

00:00:14: Musikstücke aus allen Stil- und Zeidepochen.

00:00:19: Wir hören passende Musikbeispiele,

00:00:21: und versuchen

00:00:22: in unseren

00:00:22: Gesprächen einen neuen Zugang

00:00:24: zur Musik

00:00:25: zu ermöglichen.

00:00:31: Musik spielt beim Abschied von einem Menschen eine bedeutende Rolle.

00:00:35: Sie begleitet uns in Momenten der Trauer, weckt Erinnerungen und schafft einen Raum für Gefühle die oft schwer in Worte zu fassen sind.

00:00:44: Doch wie wird die passende

00:00:46: Musik für ein Begräbnis ausgewählt?

00:00:49: Welche Lieder berühren besonders?

00:00:51: Und wie erleben

00:00:52: Menschen,

00:00:52: die regelmäßig Trauerfeiern organisieren oder musikalisch begleiten diese besonderen

00:00:58: Momente?

00:00:59: Es ist dies

00:01:00: eine Spezialfolge mit sehr vielen

00:01:02: unterschiedlichen

00:01:03: Musikeinspielungen.

00:01:04: Hier als Erste die Pawane von Gabrielle

00:01:07: Forêt.

00:01:35: Dieses Thema

00:01:36: liegt mir besonders am Herzen, weil Musik beim letzten Abschied weit mehr ist als ein Programmpunkt.

00:01:43: Sie kann Trost

00:01:44: spenden, Erinnerungen bewahren und Menschen verbinden.

00:01:47: Und irgendwann stehen wir alle einmal vor der Aufgabe genau diese Musik

00:01:52: auszuwählen.

00:01:54: Darüber spreche ich heute mit drei verschiedenen Gästen.

00:01:57: Die Sängerin Anita

00:01:58: Horn

00:01:58: und der Sänger Georg Liener gestalten musikalisch seit vielen Jahren Begräbnisse, Georg in der Stadt und Anita im ländlichen Raum.

00:02:07: Gemeinsam gehen wir die Frage nach

00:02:09: welche Kraft Musik

00:02:10: beim letzten

00:02:11: Abschied entfalten

00:02:12: kann?

00:02:13: Zuvor gibt es aber noch ein Gespräch, das ich mit einer Mitarbeiterin der Bestattung Wien geführt

00:02:18: habe.

00:02:19: Sonja

00:02:19: Dietl begleitet seit dreizehn Jahren Familien beim Abschied nehmen.

00:02:53: Frau Dietl sie arbeiten seit dreizehn Jahren bei der bestattung wien und begleiten Familien beim abschied nehmen.

00:03:02: Welche Rolle spielt denn aus ihrer Sicht die Musik im Abschiedsprozess?

00:03:06: Denn Sie müssen ja in Ihrem Beratungsgesprächen sehr viele Themen ansprechen

00:03:11: Also in unserem Beratungsgespräch, also wir organisieren ja die Trauerfeier und Musik ist ein großer Teil der TrauerFeier.

00:03:18: Warum?

00:03:19: Weil die Beerdigung wie Trauer feiern schon so der Höhepunkt quasi im Trauerprozess ist, dieses Abschied nehmen.

00:03:26: und da ist Musik so wichtig weil es einfach eine emotionale Komponente ist wo Worte vielleicht oft nicht reichen, also wo sie ein

00:03:34: anderes Gefühl

00:03:36: treffen kann, die Musik.

00:03:37: Wie sind denn die meisten Menschen darauf vorbereitet?

00:03:41: Dass sie Musikstücke jetzt auswählen sollen?

00:03:44: oder manchmal ist es wahrscheinlich auch so dass der Verstorbene klipp und klar gesagt hat ich möchte bei meinem Begräbnis das und das eingespielt haben.

00:03:54: Und wenn man das nicht weiß wie gehen die Menschen damit um?

00:03:58: Wenn sie ja Musik brauchen wir auch

00:04:00: ganz unterschiedlich.

00:04:01: also Der beste Fall ist immer, wenn jetzt im Vorfeld der Verstorbene schon gesagt hat zur Lebzeiten.

00:04:09: Ich hätte gern das bei meiner Musik.

00:04:11: Das ist immer für die Hinterbliebenen der Leichteste Fall ganz klar.

00:04:16: Und dann ist es sehr unterschiedlich, wenn das nicht vorher schon besprochen wurde oder ausgesucht wurde, dass manche Menschen sich da sehr leicht tun und manche einfach nicht.

00:04:26: Und gerade bei der Musik sage ich immer, wir haben Zeit.

00:04:29: Bis es dann wirklich zur Beerdigung kommt – also von unserem Gespräch bis zur Beerdigung ist meistens so ein, eineinhalb Wochen und da haben wir noch genügend Tage, dass man sagt die Musik muss jetzt nicht sofort jetzt bestimmt werden sondern ganz in Ruhe überlegen, wie das passt sind, folgt mal vielleicht noch ein besseres Musikstück ein.

00:04:49: Also das ist nichts was jetzt sofort dran kommen muss ja?

00:04:53: Wir besprechen die Musik.

00:04:55: Wir können auch in unseren Gesprächen wieder viel Musik gehört, dass wir eben schon noch immer dann so

00:05:00: Hörproben

00:05:01: oder welche Möglichkeiten gibt es.

00:05:03: Also gerade wenn jemand so gar nicht weiß was wir dem passen oder hat man verschiedene Möglichkeiten.

00:05:11: Was

00:05:11: bieten Sie denn an?

00:05:14: In meinem Gespräch spreche ich die Musik immer so an, dass ich sage, da gibt es eh schon Wünsche.

00:05:19: Es gibt ja auch Interplimene, die kommen und haben ganz klar ihre Playliste.

00:05:23: Das soll gespielt werden!

00:05:26: Wenn das nicht so ist, dann frage ich ihn mal zum einen... Also ich frage ihm mal ganz gern, was hat denn der Verstäuber nicht gern

00:05:31: gehört?!

00:05:32: Was hat ihm Freude gemacht?

00:05:35: Musik hatte auch sehr viel mit der Innerung zu tun.

00:05:37: Vielleicht gibt es ein Lied, was die Hinterblieberinnen und Verstorbenen irgendwie besonders verbunden haben, weil sie es einfach gern miteinander gehört haben.

00:05:46: Vielleicht ist das bei einem Pärchen das erste gemeinsame Lied gewesen.

00:05:50: Das ist ein wichtiger Punkt.

00:05:52: Dann frage ich immer so nach den Genres ein bisschen... Und dann frage ich auch immer ganz gern, gibt es ein gemeinsames Lied, was Sie besonders mit den Verstorbenen eben verbindet?

00:06:04: Ja.

00:06:04: Weil ich finde das ist die große Frage.

00:06:06: Spielt man die Musik denn in erster Linie für den Versterbenden oder für die Hinterbliebenen?

00:06:12: Weil die Musik kann die HinterBliebenen ja sehr trösten

00:06:16: oder

00:06:17: weiß ich nicht noch mehr traurig stimmen

00:06:21: Wenn wir davon ausgehen, dass eine Beerdigung und ein Trauerfeier ist das Fest des Lebens.

00:06:26: Nämlich das Leben, das der Verstorbene geführt hat.

00:06:29: Das erinnern wir uns ja bei der Trauer Feier ganz besonders noch einmal.

00:06:34: Und da finde ich gehört mit Musik beides rein.

00:06:37: Da gehört zum einen einmal der persönliche Geschmack des Verstorbenen natürlich mit hinein aber auch die Erinnerung weil das ist das was für uns zurück bleibt wenn der Mensch geht bei der Trauer oder beim Traurig sein.

00:06:52: Ich sag immer zu den Leuten, wenn ich sage ja aber dann muss ich so für weinen.

00:06:57: Beim Abschied oder bei der Trophäe erwähnt nicht dort wann und wo denn dann?

00:07:02: Manchmal hat er dieses Weinen, dieses endlich loslassen können, endlich einmal weinen können was sehr

00:07:08: befreiend ist.

00:07:10: Einfach dass der Druck auch ein bisschen weg geht Und gerade bei der Trophäe muss ich ja nie mehr bis das sein.

00:07:15: Da darf ich weinen, da ist es voll okay.

00:07:18: Jeder der das sieht sagt nice, klar!

00:07:21: Abschied ist ja der Trauerfeier.

00:07:23: Also da habe ich auch schon einmal eigentlich eine ganz gute Möglichkeit.

00:07:26: Und wenn die Familienmitglieder ... oder diejenigen, die das Begräbnis organisieren mit ihnen sich überhaupt nicht einig sind.

00:07:35: Wenn der eine sagt ja das hat er so gern gehabt und die andere Person sagt ja aber das ist doch völlig unpassend wie können sie denn unterstützen?

00:07:42: Weil die Leute sind ja wirklich in einer Ausnahmesituation.

00:07:46: Wie findet man da einen guten Weg?

00:07:48: Wir haben ja die Möglichkeit für zwei bis drei Musikstücke bei einer Trauerfeier.

00:07:52: Es beginnt immer mit einem Musikstück, es endet mit einer Musikstücke und in der Mitte habe ich nur immer die Möglichkeit und den Platz auch ein Musikstuck schön zu platzieren.

00:08:03: Also kann ich einmal schon ein bisschen wenn es so uneinigenkeiten gibt einmal sagen zwei bis drei Musikstücken da kann sich jeder schon mal etwas aussuchen.

00:08:12: Wenn dann jemand sagt, das ist so gar nicht passend oder so.

00:08:15: Dann schaut man vielleicht wenn es jetzt der Lieblingsinterpret ist und das Lied vielleicht wirklich jetzt gerade vom Gefühl nicht passt für die Familie.

00:08:22: Dann schauen wir ob man nicht von Interpreten ein anderes Lied einfach dass ich schon habe den Interpretern auf der anderen Seite aber vielleicht ein passenderes Lied für die Für die Familie ganz viele Möglichkeiten gibt's da eine Wirklichkeit.

00:08:35: Und ganz wichtig auch das wieder gesagt Es muss nicht sofort in diesen zwei Stunden die Musik entschieden werden.

00:08:41: Da gibt es dann wahrscheinlich andere Dinge, die man schneller entscheiden muss – ob das jetzt der Text auf der Pate ist oder auf dem Erinnerungsbildchen und so?

00:08:47: Genau!

00:08:48: Die Parte ist das was ausgeschickt wird, das sind ja die Einladungen für die Trauerfeier.

00:08:52: Das ist immer so das erste.

00:08:54: Wenn die Musik- oder die Trauervereiere selbst, das ist oft ein fließender Prozess.

00:08:59: Ja, das dauert immer alles so manchmal... hat man das nicht sofort in der Sekunde alles so parat und kann sich das so vorstellen.

00:09:06: Und da gibt es die Möglichkeit noch immer darüber nachzudenken.

00:09:10: Wollen Sie ganz konkret vielleicht einmal ein Musikstück nennen, was Sie gerne empfehlen?

00:09:14: Empfehlen ist immer so eine Sache wenn Musik etwas mit Geschmacksnetzer tun hat.

00:09:19: Das ist bei Beerdigungen auch immer so dass es gibt einen Top- Ranking, der Lieblingsbeerdigungsstücke.

00:09:28: Ganz klar Maiwe Frank Sinatra das ist Time to See Good Bye von Andrea Poccelli und es ist in Österreich in Wien.

00:09:35: Andreas Gabelge mit Arme sehen wir uns wieder!

00:09:38: Das

00:09:39: sind die Top drei, nichts mit Ave Maria und Halleluja...

00:09:43: Und kommt drauf an hat man sehr stark

00:09:45: bei

00:09:46: Kirchlichen.

00:09:47: Es kommt jetzt ein bisschen auf die Trauerfeier an.

00:09:50: Das müssen Sie eigentlich auch

00:09:52: schnell

00:09:52: abklären, sind das sehr gläubige Leute oder

00:09:56: nicht?

00:09:56: Aber es ist auch das nicht in Stein gemeißelt.

00:09:59: Wissen Sie was ich meine, also es heißt ja nicht nur wenn jetzt ein Geistlicher bei der Trauerfeihe ist, heißt es nicht dass nur geistliche oder nur religiöse Lieder gespielt werden.

00:10:08: Natürlich nicht!

00:10:09: Also somit auch da... aber das sind so diese drei Stücke wo ich sage, das wird noch immer gern genommen.

00:10:16: Es gibt aber so wahnsinnig schöne Musikstücke, also ich zum Beispiel persönlich mag sie sehr gerne an der Inner Regen und dann gehst.

00:11:06: Das tue ich manchmal noch ganz, ganz gern anspielen wenn wir so am Anfang noch der Musik sind.

00:12:16: Dann spiele das einmal an und dann merke ich schon ist es passend?

00:12:21: Passt zum Sterbefall weil es ist ja doch mit diesen... hat ja auch den Text viel mit, und dann bist du plötzlich weg.

00:12:29: Und dann gehst ... Wir haben noch so viel Zeit, muss man auch schauen, ob das passend ist.

00:12:34: Aber wenn ich da mal in diese Richtung gehe, merke schon, was das passt oder gehen wir ganz in eine andere Richtung?

00:12:42: Das ist für mich immer ein bisschen der Anfang.

00:12:47: Ich frage total gerne zum Beispiel wie Nalid Wolfgang

00:12:49: Anpros,

00:12:50: wenn das jemand mag, hat super passende Lieder.

00:12:54: Georg Danzer, da gibt's ganz viel.

00:12:57: Aber bieten Sie zuerst... Also es geht so erst immer um das Genre und das Stück Und dann wird erst besprochen ob das live gespielt wird von Musikern und Musikerinnen oder ob es quasi aus der Konzerve kommt.

00:13:11: Die Musik für die Trauerfeier ist in der Besprechung ein eigener Punkt wo wir genau diese Dinge optieren.

00:13:18: So live musiziert werden.

00:13:20: Wir bieten ja als Bestattungsunternehmen bietest du ja immer alle Möglichkeiten an.

00:13:25: Also, du bittest einmal an, dass jemand live musiziert und singt.

00:13:29: Du bittes dann über die Konzerve, dass es nicht live ist – alles möglich!

00:13:38: Und da richten wir uns sehr stark nach den Hinterbliebenen, was sich die wünschen und dann wird das auch erfüllt.

00:13:45: Da gibt's wenig, was man nicht.

00:13:48: Ist dann auch eine Frage wahrscheinlich eher,

00:13:51: ob live

00:13:52: oder nicht?

00:13:53: Gar nicht so die Kosten.

00:13:54: Natürlich macht es einen Unterschied ganz klar.

00:13:56: Also wenn ich ein Sänger oder jemanden instrumental dort stehen habe und der das live bringt ist es ganz klar, dass da Preisunterschied ist.

00:14:04: Eher sei dem auch geschuldet was es findet.

00:14:09: Es gibt so Interpreten, da hat man einfach den Interpretern, da haben wir die Stimme so ganz stark im Ohr Und dann ist, wenn das nachgesungen wird oft gar nicht so gut und tut gar nicht zu gut wie wenn ich jetzt sage okay.

00:14:23: Dann wird man dieses eine Lied einfach weil es eben von der Stimme sehr speziell ist, weil das Lied die Version sehr spezielle ist wirklich da eher aufs Band zurückgreifen muss auf die Livemusik.

00:14:35: oder was wir nicht wollen ist dass jemand enttäuscht ist ja wenn er sich jetzt ein besonderes Lieder aussucht.

00:14:41: Jetzt ist aber das gar nicht so rübergekommen von der Emotion.

00:14:44: Also da muss man schon noch ein bisschen...

00:14:46: Ein fein Gefühl

00:14:47: sein?

00:14:48: Genau,

00:14:49: genau.

00:14:50: Haben Sie das Gefühl jetzt sind sie ja doch wirklich viele Jahre dabei dass sich diese Musikauswahl verändert hat, wie wir das zum Beispiel bei Hochzeiten auch beobachten.

00:14:59: also früher war

00:15:01: eben

00:15:01: weil ich vorhin gesagt habe Klassisches Ave Maria oder Coa Gesang und Orgel Bei Hochzeiten einfach beliebt.

00:15:07: und jetzt freuen sich die Leute, wenn ein Ed Sheeran vorne steht mit einer Gitarre.

00:15:11: Und schöne Lieder singt ist das beim Begräbnis auch so dass es eigentlich moderner wird weil alle Lieder die sie jetzt angespielt also angesprochen haben

00:15:21: sind ja auch

00:15:22: zeitgenössisch

00:15:23: ums so auszudrücken?

00:15:25: Absolut!

00:15:25: Also wir merken oder ich merke jetzt bin ich seit dreizehn Jahren Ich bin mit der Organisation von Trauverein beschäftigt, ich merke das ganz stark.

00:15:36: Dass es sehr in moderne Richtung geht und sich ein bisschen weiter von diesem klassischen auch weg bewegt.

00:15:43: Einfach wenn man früher gesagt hat zu einer Beerdigung gehört an Ave Maria zum Beispiel heute geben wir wirklich sehr stark nach den Geschmackern Und dann kommt's natürlich auch darauf an diesen Verstorben.

00:15:58: oder ganz klar, wenn jetzt jemand eher jünger verstirbt wird die Musik ein ganz anderes sein als wenn er nicht älterer verstorben ist.

00:16:07: Ich gebe dir noch einen Unterschied, weil Sie vorhin den Glauben angesprochen haben ob der Verstorbene verbrannt wird oder begraben wird?

00:16:18: Nein überhaupt nicht!

00:16:20: Also bei der Musikauswahl überhaupt nicht.

00:16:23: Man hat ja früher gesagt, also bei Kremationsfeiern ist eine christliche Trauerfeier nicht möglich.

00:16:30: Das gibt es schon lange nicht mehr.

00:16:32: Die Römisch-Katholische Kirche gibt natürlich auch die Begleitung bei Kramationsfeieren.

00:16:37: D.h.,

00:16:38: wenn eine Krimation oder eine Verbrennung stattfinden soll, dann passiert das auch und da gibt's... Also, ich merke jetzt persönlich keinen Unterschied über seine Erde oder eine Feuerbestattung ist.

00:16:50: Weil es ist der Akt der Trauerfeier ist gleich.

00:16:53: also ob jetzt dann nachher die Krimation kommt oder ob das Akt der Erde übergeben wird Man hat jetzt überhaupt keinen Unterschied.

00:17:00: Eventuell, wenn man mit dem Sack noch zum Grab mitgeht, könnte man dort auch noch ein Musikstück spielen?

00:17:05: Ja, wobei das in Wien gar nicht so oft vorkommt, wie man sich das vorstellt.

00:17:11: Was

00:17:11: ist die Musik?

00:17:13: Meistens sind die Musik im Aufbaushalt bei der Traufei und eher selten an der Grabstelle wird ein Musik-Stück gespielt.

00:17:22: Warum müsste es in Wnen ganz einfach ... oft die Örtlichkeit.

00:17:27: Wenn man sich die Friedhof in Wien anschaut, wenn das zum Beispiel der Zentralfriedhof, das ist ein ganz großer weitläufiger Friedhof, wenn da kleine Gruppen sind oder kleine Enge rein, es kommen gar nicht alle Trauergäste wirklich... Zum Grab dazu.

00:17:42: Jetzt taue ich mit der Musik auf, das Problem wird es in alle Richtungen gehört?

00:17:46: Wie werden das Wetter an der Grabstelle also am Tag dabei setzend sein?

00:17:50: Es verlagert sich sehr stark in die Halle.

00:17:54: Die

00:17:54: Musik, wo diese Probleme nicht Probleme sind, sondern wo wir das einfach auch gar nicht so überdenken.

00:18:01: Man kann's besser planen.

00:18:03: Genau.

00:18:04: Und darum gibt's da jetzt keinen Unterschied ob da eine Kremation oder Erdbestattung.

00:18:10: Können Sie sich jetzt in dem musikalischen Zusammenhang an einen Moment erinnern, in Ihrer Arbeit der sie besonders berührt hat?

00:18:18: Also wo was irgendwie besonders anders war.

00:18:24: Berühren tut jeder Sterbefall.

00:18:28: Musik ist für mich immer sehr berührend wenn das wirklich oft ganz passend ausgesucht wurde auf die Person.

00:18:39: Das berührt schon, aber das tut es eigentlich dann auch bei den Blumen in Wirklichkeit oder beim Vers bei der Pate.

00:18:47: Unsere Tätigkeit hat schon etwas sehr Berührendes, weil sie sehr viel intime Momente hat.

00:18:54: Uns erzählt man ja manchmal Dinge, die man vielleicht an und an gar nicht erzählen würde.

00:19:02: Und das finde ich immer schon, es ist zum einen eine große Ehre.

00:19:06: Wenn dein Gegenüber da das Vertrauen hat und dann ja natürlich ist es dann auch berührend.

00:19:12: Trotz der Schwere und trotz der Traurigkeit die in ihrem Beruf natürlich auch immer mitschwingt, die ihnen entgegen gebracht wird haben sie eigentlich einen sehr schönen Beruf?

00:19:22: Absolut!

00:19:24: Ja natürlich wir sind jeden Tag mit Trauer beschäftigt.

00:19:28: Also jeden Tag Genau das vor Augen, was man eigentlich so im Leben ja nicht haben möchte.

00:19:36: Dass jemand sterben kann, dass es manchmal sehr schnell gehen kann mit dem Sterben und manchmal auch nicht so schnell gehen.

00:19:45: Da gibt's nichts, was uns so viel fremd ist aber trotz allem ist es ein schöner Beruf wirklich.

00:19:52: Welches Musikstück würden Sie sich denn jetzt zum Abschluss unseres Gesprächs wünschen?

00:19:57: Weil ich ein großer Fan bin und weil es für mich einfach was gut wienerisch ist.

00:20:02: Und weil es so wie ihn so gut passt, das eben vom Wolfgang Anbos, dass ... Ich glaube

00:20:48: geht's!

00:21:16: Die Sängerin Anita Horn kommt aus dem Popular- und Jazzmusikbereich.

00:21:21: Fast zehn Jahre ist sie mit der Akabella Formation Main Street aufgetreten.

00:21:25: Außerdem ist sie als Choristin mit Peter Alexander oder Jürgens Peter Kraus und vielen anderen auf der Bühne gestanden.

00:21:32: Georg Lena isst Opern, Operetten, Lied- und Oratorien-Sänger.

00:21:37: Neben seiner künstlerischen Tätigkeit unterrichtet er Stimmbildung für Chöre und leitet seit Jahrzehntzig Fünfzehn eine Klasse für Sologesang am Richard Wagner Konservatorium in Wien.

00:21:48: Ich habe die beiden heute eingeladen weil Sie die Trauermusik aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennen.

00:21:54: Georg gestaltet seit vielen Jahren Bekregnisse in der Stadt musikalisch mit und ernährt er hauptsächlich im ländlichen Raum.

00:22:02: Gemeinsam bringen sie einen reichen Erfahrungsschatz aus umzähligen Trauerfeiern mit!

00:22:08: Georg, wir haben vorher von so'n Jahrtitel gerade erfahren dass die drei am häufigsten gespielten Leader My Way Time to See Goodbye und Amor Sengmons wieder sind – was wäre denn dein Tipp aus der klassischen Musik gewesen?

00:22:23: Also mein Tipp wäre gewesen Ave Maria von Bachcono oder Du bist du Ruhe, von Schubert.

00:22:34: Lieberer Mähe aus dem Forerequirm, aus dem Ombra Maifou vom Händel das sehr oft verlangt wird.

00:22:44: auch und interessanterweise gibt es ein Lied dass sowohl bei Begrednissen als auch Hochzeiten verlangt wird, so nimm denn meine Hände von Silcher.

00:23:48: Also das was am meisten gewünscht wird ist das Ave Maria entweder von Schubert oder von Bachke Novo bei ich den lateinischen Text vom Bachke noch bevorzuge weil der deutsche Text im Schupert Ave Maria heutzutage für die Menschen nicht mehr so verständlich und auch übersetzbar ist, emotional wie es vielleicht in der Biedermeierzeit war.

00:24:13: Ja, wobei natürlich die lateinische

00:24:15: Sprache

00:24:16: für viele

00:24:16: ja auch nicht

00:24:17: verstehbar ist?

00:24:18: Das ist manchmal auch ein Vorteil weil sie sowieso in dieser emotionalen Ausnahmesituation eines Begräbnisses und eines Abschiedes vielmehr reagieren emotional auf die Melodien und das was die Musik ausstrahlt im besten Fall eine tröstende Komponente haben, um den Abschied zu erleichtern und auch verständlich zu machen.

00:24:45: Musik hat uns immer schon sehr angerührt und uns geholfen in schwierigen Situationen.

00:24:51: Und deswegen finde ich es wunderbar dass es die Möglichkeit gibt Musik beizusteuern und in diesem Sinn etwas mitzugeben das Menschen tröstet oder bereichert?

00:25:04: Ja, das ist die große Frage und unterscheidet eure Arbeit wahrscheinlich sehr voneinander.

00:25:09: Du wirst jetzt Georg engagiert als Sänger mit einem bestimmten Liedwunsch.

00:25:15: Und wenn du Anita singen sollst bist du wahrscheinlich in Pirat in der Funktion noch viel mehr dabei weil es ist ja ein Unterschied ob der Verstorbene vorher festgelegt hat was er sich wünscht oder nicht Und dann ist man im Gespräch mit den

00:25:29: Angehörigen.

00:25:30: Wie

00:25:30: hast du das erlebt?

00:25:31: Das stimmt, ich habe es tatsächlich auch sehr oft, dass die Angehöhrigen sehr überfordert sind und ratlos sind – was mache ich?

00:25:39: wie ist der Ablauf bzw welche Stücke soll ich mir aussuchen aus dem umfangreichen Repertoire, das sich natürlich angesammelt hat über die Jahre?

00:25:49: Aber ich finde diesen Part meines Schaffens eigentlich auch sehr schön.

00:25:54: Ich kann da beratend zur Seite stehen und wenn ich die Person jetzt nicht kenne, die verstorben ist was ja sehr oft der Fall ist.

00:26:02: Dann unterhalte ich mich einfach mit den Hinterbliebenen und sage du, was ist das für ein Mensch gewesen?

00:26:08: Was war ihm wichtig?

00:26:09: War er ein einfacher Mensch, der nur für die Familie dabei war oder war es ein weltoffener Mensch über den Tellerrand, der ihn ausgeschaut hat?

00:26:19: dann passt vielleicht ein englisches Lied mal die Oma jetzt sagen wir mal irgendwie nur in ihrem Umfeld zugange war, dann würde das nicht empfehlen.

00:26:29: Oder war sie sehr gläubig oder eher?

00:26:32: Oder ist es eher eine weltliche Verabschiedung, die ja am Land auch immer öfter gewählt wird?

00:26:40: Genau bzw natürlich auch der Kompromiss zwischen beiden, zwischen dem weltlichen und dem katholischen wie es bei unserem Land vorwiegend ist.

00:26:50: Das ist einmal spannende Herausforderung, natürlich da allen Ansprüchen gerecht zu werden oder sich zu bemühen einfach das Beste zu geben für die Hinterbliebenen und natürlich im Sinne des Verstorbenen.

00:27:04: Oder der Verstorbene noch.

00:27:06: Ist mal ganz wichtig!

00:27:07: Ich finde das ist der schwerste, schwierigste Drahtseilakt eigentlich weil du hast gesagt Georg, die Musik kann Trost spenden Und du hast jetzt gesagt, im Sinne des Verstorbenen.

00:27:20: Also die größte Frage finde ich, die man sich beantworten muss, sollen die Musik bei der Verabschiedung den Trost spenden für diejenigen, die da sitzen?

00:27:31: Oder soll das die Lieblingsmusik sein von dem, der verabschidet wird?

00:27:34: Weil es kann ja dann sein dass das überhaupt keine trostspendende Musik ist was sich der gewünscht hat.

00:27:41: Beides ist in Ordnung finde ich.

00:27:42: Natürlich, beides ist auch

00:27:44: in Ordnungen.

00:27:45: Ich habe schon wirklich spannende Dinge erlebt was die Wünsche waren sozusagen und es ist ja dann letztlich das Verbindende.

00:27:54: auch ein Beispiel für mich am spannendsten habe jetzt nicht im Berat in der Funktion vorher agiert aber ich hatte auf der Wunschliste der Kaffee ist fertig Jetzt nicht zu lachen, weil mir hat es sich tatsächlich auch nachdem ich das Vorgespräch mit den Angehörigen nicht geführt habe.

00:28:13: Erst im Laufe dieser Abschiedszeremonie eröffnet warum dieses Lied gewählt worden ist als die Trauerriednerin also die Geschichte erzählt hat darum herum.

00:28:23: Es war ein Ritual dass am Wochenende dass Paar halt gegenseitig den Kaffee ans Bett gebracht hat und es war so ein Moment, wo klar geworden ist jetzt bleibt eine Lehre zurück.

00:28:36: Ich werde den Koffe die er nie wieder ins Bett bringen können und wir können das Ritual nicht mehr ausüben und ich bin also glaube ich bin mit sehr viel Dankbarkeit immer zugange und kann das auch ganz gut abkoppeln von der von diesem Schmerz denn die Angehörigen haben weil einfach gern da sein möchte ja in dieser Weise.

00:28:54: aber da hat man kurz mal irgendwie Habe ich echt schlucken müssen, damit die Tests dann gut rüberbringen.

00:29:01: Das war so ein berührender Moment und glaube ich deshalb denke man es ist alles möglich, finde ich.

00:29:08: Da sind jetzt Advokaten nicht angesagt also von denen die diese Zeremonie vollführen.

00:29:15: das ist mein Zuhause.

00:29:17: dazu ja

00:29:18: Nur zwecks Vorständigkeit, der Kaffee ist fertig von Peter Cornelius.

00:29:21: Ganz genau ja!

00:29:22: Der

00:29:22: Kaffees?

00:29:23: Genau!

00:29:24: Also es kommt im klassischen Bereich auch immer wieder vor dass man dann den Wunsch bekommt ein Stück zu singen oder aufzuführen das Lieblingsstück desjenigen war der verstorben ist weil wir kennen ja alle irgendwo die Gespräche.

00:29:40: wenn man mal gemütlich bei Samus jetzt nicht gesagt waren ihr mal stirb Ja.

00:29:44: Dann möchte ich gerne Weiß ich nicht, das Granettenquintett von Schubert hören oder irgendeiner Mozart-Streichquartett oder Heidenstreichquartet.

00:29:54: Oder die Montenacht von Schumann und irgendeine besondere Symphonie.

00:29:59: Also jeder hat so für sich ein besonderes Musikstück da sind so rührt oder inso begeistert und trägt.

00:30:11: Was ist so ein Stück, was würdest du mitnehmen auf eine Insel?

00:30:13: Welche Musiknummer nimmst du auf die Insel mit wenn du ganz alleine bist.

00:30:16: Das kann man fast vergleichen damit.

00:30:20: und dann gibt es einfach auch Lieder wie das Brahmswiegenlied, mit dem ich als Kind immer wieder in den Schlaf gesungen wurde von meinen Eltern.

00:30:33: Du meinst das Guten

00:30:35: Abend!

00:30:38: Das war für mich und meine Geschwister immer unglaublich schön, so einzuschlafen.

00:30:44: Und irgendwann als ich dann Sänger wurde habe ich es dann manchmal erst am Ende, erst darauf gabe von einem Liederabend gesungen auch in Erinnerung von meinem Vater.

00:30:54: Als ich plötzlich auf einer Konzertreise angerufen wurde dass mein Vater mit einem Schlaganfall ins Koma gefallen ist und ich mich jetzt von ihm schnell verabschieden muss Und ich schnell nach Salzburg geflogen bin, saß ich dann plötzlich bei ihm im Krankenhausbett und mein Vater konnte natürlich nicht mehr sprechen.

00:31:14: Er ist so ruhig dargelegen und hat ruhig geatmet.

00:31:18: und dann habe ich plötzlich gespürt wie er mir Kraft gibt durch seine Ruhe und durch seinen Atem.

00:31:26: und dann hatte ich ganz spontan die Idee ihn eigentlich jetzt dieses Brahms-Wingli zu singen.

00:31:32: Und das war für mich ein unglaublicher Abschied, den ich am Krankenbett durch seine Kraft die er mir gegeben hat geschafft habe.

00:31:41: Aber ich glaube nicht dass sich das geschafft hätte bei einem Begräbnis.

00:31:45: Das ist zum Beispiel auch etwas... Dass man bei einem begräbenen seines Familienangehörigen besser nichts sinkt weil man überhaupt nicht weiß wie man emotional das verkraftet.

00:31:59: Ich habe es einmal probiert bei einem Ankel von mir, ist das absolut daneben gegangen weil's war einfach unmöglich und deswegen die gewisse Distanz auch zu den Menschen.

00:32:09: so sehr man sich mit dem Thema der Familie in der Situation der Familie auseinandersetzt ist es doch sehr gut wenn meine Distanz dazu hat um überhaupt dieses Musikstück dann aufführen zu können.

00:32:26: voll inhaltlich anschließen, also ich könnte es auch nicht.

00:32:30: Das habe ja für mich abgesteckt.

00:32:32: Einmal bei der Beerdigung einer mir sehr lieben Freundin gesungen die mit Janow musikalisch verbunden waren.

00:32:41: das war das was Franz erfohren das war der Wunsch und das war... Also ich hab's gerade irgendwie drüber gebracht aber mich hat's dann so innerlich zerrissen.

00:32:51: Es war versucht, mir die Energie aufzusparen und das gut zu machen.

00:32:55: Aber ich habe dann irgendwie immer gedacht Wahnsinn!

00:32:58: Das war wirklich ein Erlebnis, wie Sie sagen.

00:33:03: Das mache ich sicher nicht mehr so in der Form.

00:34:51: Mein Zugang ist generell die Dankbarkeit mit dieser Einstellung, mit der Haltung.

00:34:57: Ich habe ja gute Energie diese Schwere herauszunehmen.

00:35:02: Also oft irgendwie, die halt im Raum ist muss ich auch sagen wenn man da mittendrin ist, ist man ja in diesem Energiefeld und eben diese Unterstützung auch zu geben.

00:35:14: Die Balance

00:35:15: finden zwischen Trauer, Erinnerung und Trost und das ist für dich der Überbegriff in der Dagbarkeit?

00:35:20: Ja genau!

00:35:21: Das ist so die Transformierung sozusagen wo ich es hin transformieren möchte mit meinem Zutun.

00:35:28: Ich glaube, das ist auch das, was am Ende bleibt.

00:35:33: Man geht ja mal hin... Also es ist irgendwie ein spannendes Metier im Argentinus seinem Leben.

00:35:40: Dann geht man in die Situation dieser, des so-so persönlichen Moments der Familie und dann geht man wieder raus und geht wieder in sein Leben rein.

00:35:52: Und für mich ist es auch ein Sammeln von persönlichen Momenten, wo ich sehr dankbar bin dafür dass mir das Vertrauen geschenkt wird.

00:36:02: Das ist sehr kraftvoll finde und eine sehr wertschätzende Form seiner musikalischen Tätigkeit nachgeben zu können auch was sich sagen.

00:36:15: Das sehe ich absolut auch so.

00:36:16: ja.

00:36:18: Geherb du hast vorhin ein paar Lieder genannt die immer wieder gefragt werden ob das jetzt aus dem Kunstliedbereich kommt.

00:36:27: Gustav Mahler, hast du schon

00:36:29: genannt?

00:36:30: Ich bin der Welt abhandengekommen.

00:36:32: Genau!

00:36:33: Aus dem Forer-Requiem Lieber Ramé also befreie mich.

00:37:45: Und dann gibt es nicht auch

00:37:47: von Johann

00:37:47: Sebastian Bach

00:37:48: so viele Sterbeliedern?

00:37:50: Ja aus der Matthäus-Passion gibt es Mache Dich mein Herz herein.

00:37:54: oder ich will den Kreuzstab gerne tragen aus der Kreuzstoffkandate.

00:37:58: Also Bach hat viele Kandaten geschrieben wo er auch über den Tod Salmen verwendet und Texte, die sehr tröstlich sind.

00:38:07: Und den Anlass eigentlich auflösen können.

00:38:13: Da gibt es einen reichen Schatz.

00:38:14: Es gibt auch das schemellige Sanktsbuch über Fachlieder wo es zum Beispiel vierzehn Sterbelieder gibt, die da angeführt werden.

00:38:27: die Angehörigen das anhören lassen und auswählen lassen, was ihr meistens davon anspricht usw.

00:38:34: Die hast du alle im Repertoire?

00:38:36: Ja also die meisten habe ich immer repertoire davon.

00:38:40: Und wenn ein ganz spezielles dass sich nicht sehr oft singe dann schaue ich mir das einfach an und wird vorbereitet.

00:38:48: aber Ich kann gut verstehen es ist wirklich unglaublich.

00:38:51: Es gibt zu jedem kirchlichen Anlass vom Bach Lieder.

00:38:57: Treffen sind für den Anlass, wie man Treffen da nicht sein kann.

00:39:01: Und deswegen ist es da ein großer Schatz vorhanden in diesem Chemelleliederbuch auch für Sterbelieder.

00:39:09: Und die singst du dann mit Orgelbegleitung?

00:39:11: Meistens mit Orgelbegleitung ja.

00:39:13: Aber

00:39:14: in der Kirche...

00:39:16: Also meistens im... Genau!

00:39:17: Also beim Grab selber habe ich noch nie gesungen Noch nie!

00:39:24: Nein, beim Grab selber habe ich noch nie gesungen.

00:39:28: Wie ist das am Land?

00:39:29: Hast du schon am Grab an der Grabstelle selbst gesungen?

00:39:32: Habe ich schon tatsächlich... Aber ich muss ganz ehrlich sagen es gehört nicht zu meinen Favoriten.

00:39:39: Ja also wenn sie das mehr wünscht ja gerne.

00:39:42: Für mich persönlich ist es so ein persönlicher Moment dass da nichts mehr braucht.

00:39:47: Dieser Moment ist so etwas wo ich grundsätzlich eigentlich finde der gehörter Familie, also auch in den Momenten wo ich von jemandem persönlichen Abschied genommen habe.

00:40:00: Ich finde es nicht unbedingt sehr erquicklich wenn man grob steht die Familie und dann werden da die Hände durchgeschüttelt.

00:40:07: Also das gehört jetzt nicht zu meinen Favoriten.

00:40:10: Find ich persönlich der Momente schöner wenn das der Familie gehört in Stille

00:40:15: Ein Lied dass sich vergessen hat was immer wieder verlangt wird und was auch wunderschön ist.

00:40:19: Das wird sehr, sehr oft verlangt und hat auch eine unglaublich ruhige wunderbare Stimmung.

00:41:29: Wobei die Traditionen – das war jetzt irgendwie ein Stichwort, dass mir sie angesprochen hat – die Tradionen hat ja irgendwo begonnen und Tradition sind Entwicklungen ausgesetzt sozusagen.

00:41:42: Und ich finde es wird jetzt auch immer offener damit umgegangen.

00:41:47: Von den

00:41:47: Priestern auch?

00:41:49: Das ist manchmal noch ein bisschen ein Thema, das erlebe ganz unterschiedlich also von ganz locker wirklich.

00:41:59: Es passt alles was für die Hinterbliebenen passt und es wird darauf rücksicht genommen und auch eingegangen.

00:42:09: nicht nur es darf nebeneinander existieren sondern tatsächlich irgendwie durchgeführt, sozusagen mit diesen Übergängen auch.

00:42:17: Das finde ich sehr schön persönlich aber ihr lebt leider auch noch das konkrete Gegenteil.

00:42:22: also dass sie habe es schon erlebt muss ich wirklich sagen die Interbleben haben sich was Weltliches gewünscht über der Rainbow oder so Lieder die grundsätzlich passen und der Pfarrer hat mir zehn Minuten vor einer Beerdigung zur Rede gestellt und gesagt Es kommt überhaupt nicht in Frage für ihn ein Lied in dieser Form bei der Beerdigung zu singen.

00:42:46: Ja, also es war für mich total überfordert und ich muss ehrlich sagen beim ersten Lied habe ich das Gefühl gehabt ihr habt keinen Grund da und raus gebraucht weil es so ins Energie-Level war dass das für diesen Anlass eigentlich nicht eine Passt hat.

00:43:02: Aber hast du's dann gesungen?

00:43:04: Ja ich hab's dann gsungen aber am Ende des Regmiums halt noch an der Stelle, wo man sich umzieht.

00:43:11: Und dann, bevor wir rausgehen zum Friedhof, das war so zu sein der

00:43:17: Kompromiss.".

00:44:51: Aber hat es nicht auch schon einmal eine Situation gegeben, wo da Priester zuerst gesagt hat, na ja sowas weltliches braucht man nicht und dann hat er dich singen gehört angenehm überrascht und hat das dann doch gut gefunden?

00:45:04: Ja, das gab es tatsächlich.

00:45:06: Da bin ich auch so mit Zittern den Knien dann irgendwie hingang.

00:45:08: Dann haben wir gedacht okay also erwartet mich heute wieder und so... Und das ist dann wirklich ein ganz anderes Ausgang.

00:45:14: Also es war ja vielleicht habe ich ein Stück weit eine Bewusstsein geöffnet.

00:45:21: Tatsächlich ist jetzt so wenn ich im Vorfeld mit dem wie der Familie zu tun hab.

00:45:26: Es bleiben wirklich manchmal Verbindungen Und das finde ich auch sehr schön.

00:45:31: Was

00:45:32: wir jetzt machen könnten und es ist vielleicht ganz interessant zu hören, eure Arbeit ist wirklich... Wir reden zwar über das gleiche Event, sprich das Begräbnis.

00:45:44: aber trotzdem ist das was ihr macht wirklich sehr unterschiedlich.

00:45:47: Georg, ich glaube du hast deine Aufnahme mitgenommen von einem Requiem wo du gesungen hast?

00:45:52: Ja, das ist das schon dreiundzwanzig Jahre her Aber es war eine Liveaufnahme von Brahms Requiem, mit dem Konzort Symusikum in der Jesuitenkirche.

00:46:06: Und da habe ich das Gesungen mit Elisabeth Fläche gesungen, die dann die Frau von Walter Berry war, der mein Gesangsklehrer war.

00:46:15: So hängt alles zusammen?

00:46:18: Das war insofern auch noch sehr berührend weil Walter Berry im Jahr twohntausend eins gestorben ist Und wir beide, sie als Ehefrau, das Witwe und ich als ehemaliger Schüler von ihnen.

00:46:30: Auch als Kollege mit dem ich sehr viele Konzerte gesungen habe in seinem Ensemble, waren wir beide sehr berührt.

00:46:37: Das war dann für uns ein ganz besonderer Moment zusammen das Brahms-Requiem zu singen im Gedanken auch an unseren Lehrer und Freund Walter Bärre der sowieso wie ein Vater, Freund, Lehrer oder Meister.

00:46:56: Da war der mich so mir so viel Mut gegeben hat, so spät noch in meine Gesangskarriere nach meiner Obohnenzeit einzusteigen und mit wirklich viel Kraft und Überzeugung gegeben hat doch den Weg zu gehen.

00:47:10: Und da war enorm viel Dankbarkeit bei diesem Konzert da für ihn zu singen und Danke zu sagen!

00:49:09: Bei dir, Anita, möchte ich ganz gerne ein Lied einspielen, dass du selbst geschrieben und getextet hast?

00:49:14: Ich habe dich lieber wiedersehen.

00:49:17: Da geht es eigentlich um den Abschied, den ein Kind von seinen Eltern hat – also in dem Sinne der Abnabelung oder so.

00:49:26: Weil ich mir gedacht habe, das passt da gut, weil wir haben ja Abschiede nicht nur wenn wir verblichen sind sondern auch schon davor ein bisschen diese Diese kleinen Tote, wenn ich das so nennen mag.

00:49:37: Das mag manchmal sehr intensiv sein aber das Vergeht und das beschreibt eben dieses Lied.

00:49:46: Dieses Thema haben wir sehr bewegt.

00:49:48: Und genau da hören wir jetzt mal rein!

00:50:23: Lass mich los, ich muss gehen.

00:50:26: Ich bin nicht mehr nur dein Kind.

00:50:30: Du kannst gern hinter mir stehen.

00:50:32: Ich hab dich live auf Wiedersehen Mir stumm und zugesehen Nicht gefragt Denn es gab nichts zu verstehen.

00:51:03: Hab deine

00:51:04: Angst.

00:51:04: zu oft Missinterpreting.

00:51:12: Wie oft

00:51:24: hat dich Die gesungene Musik berührt?

00:51:32: ja, dass ich glaube es haben wir vorhin schon ein bisschen angedeutet durch den Text auf eine ganz andere Weise als rein

00:51:39: instrumentale

00:51:40: Stücke.

00:51:42: Wie wirkt sich das denn?

00:51:44: auf die allgemeine Atmosphäre besonder Trauerfeier aus.

00:51:48: Ehrlich gesagt, ich glaube gar nicht so dass die Menschen da in der Lager sind auf den Text zu hören.

00:51:55: Ich glaube auch das mehr die Musik und die Stimmung von den Stippen.

00:51:59: Aber wirklich?

00:51:59: Du glaubst echt, dass sie gar nicht hinhören?

00:52:02: So?

00:52:02: Ähm...

00:52:04: Ich glaube, dass man es nicht aufnehmen kann.

00:52:06: Zu richtig!

00:52:06: Also ich kann mir vorstellen, dass etwas eher entferntere Angehörige mehr auf den Text hören, aber die enge Familie ist so beschäftigt damit sich zu verabschieden oder überwältigt von dem Moment dass sie vielleicht die Töne und die Harmonien erreichen und die Klänge.

00:52:26: Aber ganz selten die Aussage des Textes.

00:52:30: Tatsächlich glaube ich auch das die Energie mit der Lirt geschrieben worden ist was es jetzt trägt oder zu einem erfolgreichen Lied macht, wenn die Intention des Komponisten dahinter spürbar ist.

00:52:46: Oder wo er irgendwann... Also es gibt ja einige Lieder, wo man sagt aus Musiker jetzt puh wird immer nicht aussuchen.

00:52:53: Eines der drei genannten zum Beispiel, die ich meist gesuchten.

00:52:57: aber da bin ich jetzt schon dabei dass ich mir denke okay das hat schon einen Grund auch Weil da gibt es einen persönlichen Hintergrund des Komponisten, wie das Lied entstanden ist.

00:53:11: Das ist was, was das so griffig macht für diesen Anlass auch ja?

00:53:18: Was man damit verbindet und deshalb glaube ich jetzt oft gewählt.

00:53:22: Also was macht denn dann so einem musikalischen Abschied gelungen?

00:53:26: Weil ich meine im Konzertwissen wieder wird applaudiert, bravo geschrien, Zugabe gerufen – das fällt alles weg!

00:53:35: Spürt man das als Interpret, ob das gelungen ist oder nicht?

00:53:42: Ja.

00:53:44: Man spürts im Gespräch anschließend wenn die Menschen kommen und sich bedanken und sagen dass hat ihnen so geholfen und es war für sie so wunderbar.

00:53:53: Es ist bei aller Trauer dennoch ein feierlicher Moment würde ich sagen wo die Musikern für mich jetzt einen wesentlichen Beitrag lästet.

00:54:02: wenn die halt stimmig ist natürlich und dieser Moment bleibt.

00:54:07: Es geht uns ja ähnlich, wir besingen ja nicht nur Beerdigungen sondern es ist mir wirklich so passiert dass ich alle möglichen persönlichen Momente von Familien begleitet habe oder von der Hochzeit über die Taufe bis Familienfeste oder sonstiges und dann irgendwann einfach auch mal Abschieder.

00:54:26: Das ist ein Stück Vertrauen das Familien einem schinken.

00:54:33: Ist das für dich auch so?

00:54:34: Also wir haben ja schon gemeinsam...

00:54:36: Ja, ein Bekrebsfungensprache.

00:54:38: Gebt es

00:54:38: tatsächlich!

00:54:40: Time to say goodbye.

00:54:41: Genau.

00:54:42: Also was ich schon heraushöre kann das sein dass sich euer eigener Blick auf Todbegretnisabschied durch dieses viele Begräbnis singen und musizieren verändert hat?

00:54:55: Ja natürlich wobei Elftbetonen muss.

00:55:00: es stellt sich keine Routine ein.

00:55:03: Es ist immer wieder ein neues Erleben, der Umgang damit ist.

00:55:09: Vielleicht ist das so bis es so gut ist.

00:55:12: wenn man Erfahrung hat sagen wir mal so diese Momente und die Situationen die er auftreten können oder das was im Vorfeld an vielleicht einer anderen Stelle ihr seh nicht aus dem aus der Bahn geworfen hätte Das konzentriert man in dem Moment, weil da gibt es nur genau den einen

00:55:35: Moment.

00:55:36: Der ist der Wichtigste.

00:55:38: Beantwortet das?

00:55:40: Ist das auch in deinem Sinne?

00:55:42: Ja absolut!

00:55:44: Also schon wenn du bei Begräbnissen bist wird ein gewisser Angstfaktor nimmt ab.

00:55:54: Wenn man selber mal die Erfahrung gehabt hat dass man den Tod knapp von der Schaufel gesprungen wird einem das auch noch sehr, sehr bewusst.

00:56:05: Wie knapp es sein kann manchmal und ich glaube man verliert dann schon auch eine gewisse Angst muss ich ehrlich sagen.

00:56:14: Welche Musik würden jetzt passen?

00:56:16: zu dem was ihr jetzt gesagt habt?

00:56:20: Das Leben ist schön von Sarah Connor

00:56:30: und

00:56:34: ich mit dem Wasser fließe, hoffe ich es hier mich

00:56:50: nicht vergesst.

00:56:55: Ich will keine

00:56:56: Trauer

00:56:59: reden!

00:57:43: Ja, das Leben ist schön von Sarah Connor auch ein sehr beliebtes und oft angefragtes Lied bei Beerdigungen.

00:57:51: Frau Titel von der Bestattung Wien hat vorher erzählt dass man sich bei der Musikauswahl weg von der Klassik bewegt und eher in die modernere Richtung geht.

00:58:01: zu was wir eben jetzt gerade gehört haben.

00:58:02: Sarah Connor ist eine deutsche Prop-Singerin.

00:58:05: Merkt ihr das bei den Musikanfragen an euch?

00:58:09: Doch in einer gewissen Weise ja.

00:58:13: Also ich krieg dann schon immer wieder Anfragen, auch Schlager oder modernere Erschmaus und so weiter zu singen weil natürlich die der Kreis an Menschen die Klassik konsumieren.

00:58:30: Ja wir nicken, Janit und ich wir nücken und stimmen dir glaube ich so

00:58:33: etwas

00:58:34: betrifft wobei Es werden immer noch gerne ein Ave Marias und so weiter gefragt.

00:58:42: Aber weil die Generationen, die jetzt stirbt und Familien doch noch aus einer Zeit sind ... aber wie das in zehn Jahren ist oder in zwanzig Jahren kann ich gar nichts sagen?

00:58:54: Vielleicht geht es dann schon sehr, sehr weg.

00:58:56: also ich nehme mal an dass sich da schon einiges verändern wird.

00:59:00: Sie Frage auch, wie sich die Zeremonien grundsätzlich auch verändern werden.

00:59:05: Also für mich ist es sehr regionshabhängig, was da von Musikgeschmack gewünscht wird.

00:59:14: also ich erlebe sie in Bini auf dass man sich irgendwas in Richtung Wiener liegt das traditionell als ein Otterkringler ist man irgendwie anders unterwegs wie im Waldviertel wo sie mit Freude Bemerkung ist, dass die Offenheit doch mehr wird.

00:59:34: Oder sagen wir mal so am Land merke das die Leute, die ein bisschen offener werden selbst zu gestalten.

00:59:44: Ja und sind also jetzt sagen wir mir der Tradition was immer das jetzt ist, so folgen und es muss jetzt so sein wenn man's immer so gemacht hat sondern auch mal ein bissel den ihrer ihrem Gefühl den Lauf geben oder einmal vielleicht ich wähle den Waldfriedhof oder sowas.

01:00:04: Was ja früher auch nicht in der Form gegeben hat, da entwickelt sich was jetzt.

01:00:10: Ich würde zum Schluss kommen.

01:00:13: mit meiner letzten Frage möchte ich heute nicht die große gesellschaftliche Zukunft einen Mittelpunkt stellen.

01:00:18: das heißt ihr bekommt jetzt nicht die Frage Kunst und Kultur

01:00:45: kann hat eine transformierende Qualität, würde ich sagen.

01:00:50: Das hat eine Wellenlänge, die ein paar andere in einer anderen Schwingung bringt.

01:00:58: Wie das so ist, wie es ja tatsächlich physikalisch so... Und das macht was mit uns und auf das zu verzichten, also als wäre eine schreckliche Vorstellung.

01:01:10: Ich glaube, dass genau das ist, was wir wirklich fliegen und schätzen sollen und auch tun!

01:01:21: sollten.

01:01:22: Also nicht nur zu konsumieren, sondern aus als Trauerndau, jetzt sagen wir mal, oder interpribelner zu musizieren oder vielleicht sich sogar mit seiner eigenen Stimme oder mit seiner Artung zu beschäftigen eine ganz wichtige Sache sein kann um gut in die nächste Welle der Schwingung zu kommen.

01:01:44: In diesem Prozess wird es glaube ich tatsächlich.

01:01:47: Genau was du auch gesagt hast der Atem Ist eine enorme Sache.

01:01:52: Auch die Sprachlosigkeit ist eine Situation, die die Musik auflösen kann.

01:02:00: Weil da wo die Sprache endet, ist die Frage verstumme ich ganz oder gibt es da den Punkt wo ich emotional in so eines Ebene komme?

01:02:13: Wo ich's eigentlich nur mehr als im Singen oder im Musizieren ausdrücken kann?

01:02:17: Und das ist dann auch eine Art der Transformation an einer Befreiung.

01:02:21: Weil ich habe oft erlebt, dass du zum Beispiel durch den Gesangshunterricht wenn du also stimmlich arbeitest und dann Menschen dazu bringst ihren Körper, sei es jetzt Beckenboden da überall da wo die Gefühle sitzen ja Wenn damals die Gefülle über den Atem hochkommen sich unglaublich viel auflösten Auch viel heraus bricht auch befreiend auch herausbricht wurde aber auch z.B.

01:02:45: jetzt als Lehrer da sehr unterstützend eingreifen musst, um jemanden dann zu helfen damit fertigzuwerden.

01:02:51: Aber ich meine das ist nur ein kleines Beispiel.

01:02:54: aber ich glaube dass oft heißt wenn du aufhörst über etwas sprechen zu können gibt es was weiterhin.

01:03:02: das ist die Musik.

01:03:04: ja und ich glaub dass diese Sprachlosigkeit und diese Fassungslosigkeit die in einem Tod eintritt genau dadurch aufgelöst werden kann dass es eben die Musik gibt verbindet einen eigentlich dann wieder mit dem Leben.

01:03:23: So sehe ich es irgendwie jetzt in meiner Fantasie oder in meinem Gefühl, ich stelle mir das grausam vor wenn es die Musik nicht gäbe.

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