#104 - Spezial: Weltmusik
Shownotes
"Das Worldmusic Konzept ist, dass sich mehrere Kulturen begegnen", sagt Mulo Francel, Gast dieser Folge. Seit 30 Jahren spielt er mit dem Akustik Quartett Quadro Nuevo in der ganzen Welt. Er spricht über die Entstehung einiger Musikstücke, die auf spektakulären Reisen auf Inseln, Berggipfeln und in Palästen aufgenommen wurden. Wir erfahren, dass Sagen des griechischen Altertums und die Besichtigung historischer Plätze wesentlich zum Musizieren beitragen und wir hören ihn in dieser Folge auch live mit der Podcast Gastgeberin Klarinette spielen! Die eingespielten Musikstücke sind alle von Quadro Nuevo - eine Band, die uns Melodien aus allen Ländern dieser Erde mitgebracht hat, in denen wir selbst noch nicht gewesen sind...!
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Transkript anzeigen
00:00:03: Kulturmenü, der Podcast
00:00:07: mit Angelika Ordner.
00:00:12: Ich spreche mit meinen Gästen über bekannte Musikstücke aus allen Stil- und Zeidepochen.
00:00:19: Wir hören passende Musikbeispiele und versuchen in unseren Gesprächen einen neuen Zugang zur Musik zu ermöglichen.
00:00:30: Weltmusik Dieser Begriff beschreibt Musik, die kulturelle Grenzen überschreitet und Klänge, Rhythmen und Traditionen aus verschiedenen Regionen der Welt verbindet.
00:00:41: Das ist heute eine Spezial-Videofolge – und daher beginne ich auch anders als gewohnt nämlich mit der Vorstellung meines Gastes!
00:00:48: Molo Franzl ist Musiker des deutschen Acoustic Quartets Quadro Nuevo.
00:00:53: Seit dreißig Jahren begibt sich diese Band immer wieder auf musikalische Reisen rund um den Globus.
00:00:59: Es werden alte Melodien, fremde Klänge und neue Rhythmen aus unterschiedlichsten Kulturen gesammelt Und diese Eindrücke werden kreativ weiterentwickelt und zu einem eigenen Stil gemacht der am besten ins Genre der Weltmusik passt.
00:01:14: Molo er hat tausende Konzerte gespielt in der ganzen Welt Aber nicht nur in der Carnegie Hall, in New York und bei renommierten Festivals.
00:01:21: Sondern auch im Tanzlokalen Jazzclubs und auf der Straße.
00:01:25: Die Süddeutsche Zeitung hat euch als Weltstraßenmusiker bezeichnet.
00:01:31: Was hast du denn auf all diesen Reisen gelernt was du in keinem Lehrbuch findest?
00:01:36: Und auch auf keiner Uni der Welt hören würdest?
00:01:40: Also ich würde sagen zwei Zentrale Errungenschaften, zwei zentrale Lehrinhalter ist.
00:01:48: Dass man einmal sagen kann dass die Musik universelle Sprache ist auf der ganzen Welt und wenn du jetzt auch deine eigene Musik spielst in Australien auf irgendeinen Platz Dann bleiben Leute stehen.
00:02:00: Manche schauen verwundert manche sind beglückt manche werfen Geld ins Saxofonkoffer manche gehen weiter.
00:02:08: uns interessiert ihn nicht aber Musik berührt die Emotionen Unabhängig von dem Ort, an dem man ist.
00:02:17: Es ist eine Musik als Brücke, Musik als Verbindung zwischen den Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Kultur und unterschiedlicher Generationen auch.
00:02:27: Und das andere ist dass es ganz persönlich meinen Instrumentalstil beeinflusst hat, wesentlich beeinflußt hat.
00:02:35: also ich spiel anders Klarinette seitdem ich in der Türkei war und dort türkische Klarinetisten gehört habe Den Barbaros Erkese oder zum Beispiel den Hüsny Senler Rici.
00:02:49: Das ist der Klarinatist vom Taximtrio, großartiges Instrumentaltrio.
00:02:54: Man spielt an das Saxophon wenn man in Konzerten in Indien war.
00:02:59: Vierstündige indische Konzerte wo das Publikum dabei setzt und mitzählt diese Wahnsinnig komplexen Rhythmen, ja?
00:03:07: Und wie voll erfreut erzählen sie mit eins zwei drei vier fünf.
00:03:12: Dann treffen sich wieder alle auf der Acht und Das beeinflusst einfach meine Spielweise und meinen Ton, zum Beispiel auf der Klarinette.
00:03:22: Wir spielen später was zusammen.
00:03:24: Jetzt
00:03:24: hast du es
00:03:26: schon verraten!
00:03:27: Dann bleiben die werden Musikliebhaber- und Musikhörerinnen dran weil sie wissen da kommt er
00:03:33: noch.
00:03:33: Genau wir spielen heute Klarinetten miteinander.
00:03:36: Ja ich hab's schon in Duett.
00:03:37: Ich habe schon gesagt, dreißig Jahre Jubiläum habt ihr.
00:03:40: Und er hapt es in dieser Zeit ich glaube fast dreißzig, siebenundzwanzig Studioalbum aufgenommen und wir können jetzt wirklich nur einen kleinen Querschnitt machen.
00:03:50: und ich möchte beginnen mit dem Album Grand Voyage.
00:03:54: Und da gibt es den ersten Titel auf diesem Album, der heißt Die Reise nach Batumi.
00:04:00: Und Batumi ist eine Hafenstadt am Schwarzen Meer in Georgien.
00:04:04: Also von uns hier gesehen aus momentan Wiener Perspektive ganz hinten?
00:04:09: Wie ganz hinten
00:04:10: im Schwarzenmärr?
00:04:11: Also
00:04:11: ganz hinten beim Schwarzen Märr.
00:04:12: Auf der
00:04:13: anderen Seite also wenn man mit der Donau jetzt mitfließen würde ins Schwarze Meer rein... dann auf das andere Ufer gegenüber schauen würde, da
00:04:21: wäre Bartoumi.
00:04:22: Und warum reist man dorthin?
00:04:24: Weil es gibt eine griechische Sage des Altertums und Peliya sagt zu Yasorn du musst nur kurz nach Batoumi reisen um im Heim des Ares das goldene Fließ für uns zu holen.
00:04:36: ja und das habt ihr euch wahrscheinlich auch gedacht
00:04:38: Da wollten wir auch hin.
00:04:40: und dann
00:04:41: das Goldene Flies.
00:04:43: Das war im Altertum in vorgeschichtlicher Zeit.
00:04:48: War das etwas, wo man gedacht hat, wenn man dieses Fell von einem riesigen weißen Widerhat, dann hat man Glück?
00:04:57: Dann hat man den Reichtum auf der Erde und wird einem jeder Wunsch erfüllt.
00:05:01: Das Goldene Fließ war praktisch der Jackpot damals.
00:05:05: Wieder goldene
00:05:08: Heilige Kral!
00:05:10: Der heilige Graal bei den germanischen Völkern war das goldene Fließ, bei den mediterranen Völklern.
00:05:16: Dieses Sinnbild für Glück!
00:05:23: Und da hat der böse Stiefonkel zu unserem helden Yasung gesagt, fahr dahin und hol's und wenn du das geschafft hast dann darfst du König sein.
00:05:36: Denn sein böse Stiefonkel hat ihm eigentlich den Thron entristen, der dem Yasun rechtmäßig gehörte.
00:05:43: Vater früh verstorben, Mutter wieder geheiratet aber eigentlich gehört er tot.
00:05:47: und im Yasun Der von der Mutter zu einem Pädagogen gegeben wurde Und der so mehr Waldorfschulenpädagoe gemacht hat Im Wald am Ufer Buchstaben in den Sand schrei mit nix gegen Waldorf Schule.
00:06:02: Also es war positiv gedacht Hatte dann gutes Selbstbewusstsein.
00:06:08: Und kam zu Rufe und hat gesagt, ist doch mein Thron eigentlich.
00:06:12: Der böse Halbstiefonkel.
00:06:14: Er hat gesagt ne, reist du jetzt erst mal nach Batumi... ...und holst aus dem Hain des Arres das Goldene Fließ!
00:06:22: Du kennst dich oder ihr kennst euch alle deshalb so gut aus?
00:06:24: Weil ihr in eurem Tourbus, wenn ihr auf langen Reisenseits immer diese Sagen gehört habt,
00:06:28: oder?!
00:06:29: Ja!
00:06:30: Ja, immer diese Sagen gehört maßgeblich von deinem Lanzmann.
00:06:34: Von deinem österreichischen Lanzman interpretiert Michael Köhlmeyer also seine im ORF eingesprochenen Sagen.
00:06:42: Version der griechischen alten Sagen finde ich genial
00:06:46: Naja.
00:06:46: und jetzt wüsste ich die Antwort nicht.
00:06:48: schon frage ich trotzdem wie war es denn in Bartoumi?
00:06:53: Muss ich kurz ausholen?
00:06:55: Es war eine Zeit, da waren wir wahnsinnig viel unterwegs.
00:06:57: Das war die Reise, die wir dann unternommen haben um endlich nach Batumi zu kommen.
00:07:06: Da haben wir uns eingeschifft auf einer Jazz-Cruise.
00:07:09: Ein Kreuzfahrtschiff.
00:07:10: Das ist in Istanbul gestartet.
00:07:13: Einmal rund um, also nicht außen rum, sondern innen im Wasser herum, um das Schwarze Meer.
00:07:20: Diese ganzen Städte, die Trabzon... Yalta, Odessa, Constantia und dann wieder in Batumi.
00:07:34: Und dann ist der Pool ankommend und aber an Batumi vorbeifahren.
00:07:37: Deswegen haben wir die Cruise mitgemacht weil es geheißen hat ihr seht auch Batumi!
00:07:41: Dann waren wir mit verschiedenen Bands auf diesem Kreuzfahrtschiff wahnsinnig viele Jazzverliebte Hörerinnen und Hörern, die da mitgefahren sind zwei Wochen.
00:07:51: Jeden Abend wurde musiziert jeden Abend gab es Jam Session war spannend musikalisch.
00:07:55: auch der alt damal schon sehr alte Pianist Paulchen Kuhn war zum Beispiel dabei mit seinem Trio hatte immer sein Zimmer nicht gefunden ist dann immer nachts rumgeirrt durchschiff und sagt ich finde meine Kabine nicht.
00:08:08: könnt ihr mir helfen?
00:08:09: auf die Kabinung sagte er wie heißt denn deine Kabine?
00:08:12: was hat sie für eine Nummer?
00:08:13: ja das weiß ich auch nicht mehr
00:08:15: Der Tollkuhn.
00:08:16: Den hast du keine gelernt, toll!
00:08:19: Und dann sind wir da rumgefahren und wir sind dann endlich in Bad Tumi vor Anker gelegen und durften nicht
00:08:27: raussteigen
00:08:28: vom Schiff.
00:08:29: Das heißt ihr wartst nie im Bad Tume?
00:08:30: Ihr habt das nur vom Schief aus gesehen?
00:08:32: Genau.
00:08:32: Wir haben es nur vom schiff aus gesagt rechtliche Gründe gehabt.
00:08:35: Irgendwie haben sich die Veranstalter zu spät darum gekümmert welches Visum man genau braucht um jetzt davon Schiff zu gehen.
00:08:43: und wir hatten das Visum einfach nicht.
00:08:44: Ein Teil ging von Schiff und wir durften nicht.
00:08:48: Man hat es gesehen, man hat die Berge dahinter gesehen wo die Flüsse runterkommen aus den Bergen des Kaukasus, wo man im Altatum gesagt hat, die bringen wahnsinnig viel Gold mit von den Berge Und man hat das Gold aus diesen Flüssen raus gewaschen.
00:09:04: Das war wirklich so mit Fällen Struppeligen Tieren von so einer Wolle.
00:09:11: Wahrscheinlich waren das eben wieder von Schafen Dichte Wolle und das Wasser ist drüber gegangen.
00:09:18: Und der Kies, aber das Gold hat sich verhakt in den Haaren des Fels bis dann das Fell an sich Golden geschehenen hat.
00:09:29: So haben sie sich vorgestellt so ist das goldene Fließ entstanden.
00:09:32: Das war immer ein riesiger Weißer wieder mit wahnsinnig viel Gold drin.
00:09:36: Und das hat man dann an einen Felsen genagelt von weit aus vom Meer schon sichtbar an diesen Fels.
00:09:44: Da lebt ein Volk das Wahnsinnig Reiches.
00:09:48: Dann hören wir doch endlich die Musik dazu, die Reise nach Bartoumé.
00:09:52: kurz noch erzählt ihr habt es aufgenommen in einem Stadtteil im historischen von Istanbul in Tarabia in einem Stiegenhaus ist richtig?
00:10:02: Nördlich von Istanbul ist ein alter Palast.
00:10:05: da hatten wir Zugang.
00:10:08: Vorher, bevor wir auf das Kreuzfahrtschiff gestiegen sind, waren wir eine Woche oder zwei Wochen in Istanbul.
00:10:13: Wir hatten dann ein Konzert von der Deutschen Botschaft organisiert im Kaisersaal.
00:10:18: Da hat sich wahrscheinlich irgendein deutscher Kaiser oder österreichischer Kaiser in Istanbul gekauft.
00:10:24: und sehr schöner Saal.
00:10:26: Und wir sind nach dem Konzern aufs Dach gestiegen von diesen Gebäuden und haben über den Bosporus geschaut, die Mehrengenge zwischen Mittelmeer- und Schwarzen Meer.
00:10:36: und haben gesagt, wir wollen dieses Stück in Istanbul aufnehmen weil es natürlich ein wahnsinn geschichtsträchtiger Ort ist.
00:10:44: Und da haben wir uns diesen Palast gesucht durften aber nicht in den Hauptraum sondern nur mehr oder weniger in den Vorraum.
00:10:50: Aber der hat eine tolle Akustik gehabt hört man eigentlich auch auf der Aufnahme sofort dass das nicht in einer Musikstudie aufgenommen ist sondern in einem akustisch fast unüblichen Raum.
00:11:38: Ja jetzt gibt doch ein wunderbares Buch Und da steht drinnen das wunderbare Zitat, habe ich mir herausgeschrieben.
00:12:22: Es gibt Schlimmeres als nicht in Patumi gewesen zu sein an jenem Ort dessen Namen wie eine Melodie klingt die Musiker aus einer fernen Stadt mitgebracht haben in der sie selbst gar nicht gewesen sind.
00:12:37: Ich finde es ganz interessant dass man immer so ne Sehnsucht hat nach dem Ort und dann kommt man hin wird da nicht reingelassen und sieht es nur von Ferne.
00:12:53: Vielleicht bleibt dann die Sehnsucht und diese schöne Bild, das man sich aufgebaut hat, von diesem Ort erhalten?
00:13:00: Und wenn wir dort gewesen wären und man sehe, dass es gar nicht so toll ist, dass das ja eigentlich auch irgendwie alltäglich oder vielleicht sogar hässlich ist... Man ist vielleicht enttäuscht einfach!
00:13:12: Dann wäre dieser Sehntsucht und der Immagination weg
00:13:16: Und könnte nicht in einen Song oder eine Melodie fließen.
00:13:20: Aber das ist ja bei euch ganz relevant, dass ihr immer unterwegs seid.
00:13:23: Denn eure Musik entsteht eigentlich immer wenn ihr unterwegs seid und entsteht aus Erlebnissen und Begegnungen wobei die Inspiration eben eine zentrale Rolle spielt.
00:13:36: Da möchte ich jetzt auf den Sorgen zu sprechen kommen.
00:13:40: Icarus Dream.
00:13:41: Ja, oft sind es einfach Geschichten die Menschen einem zutragen, die mit dem bestimmten Ort zu tun haben.
00:13:52: Mit der bestimmte Kultur, mit der bestimmten Musikrichtung zu tun und die einen dann fesseln... ...und die Fantasie zum Sprießen bringen.
00:14:02: Und daraus entsteht manchmal ein Song.
00:14:04: Überhaupt nicht immer aber manchmal.
00:14:07: Aber beim Titel Icarus Stream ist es ja
00:14:10: klar,
00:14:11: dass seine Geschichte davor geht?
00:14:12: Da müsste ich jetzt leider ein bisschen ausholen.
00:14:14: Jawohl!
00:14:14: Ein bisschen aus.
00:14:17: Die erste Kultur, die wir hier in Europa hatten.
00:14:20: Zumindest so wie der wissenschaftliche Stand momentan ist.
00:14:23: Die erste große Kultur ungefähr zeitgleich mit der ägyptischen Kultur waren die Minoar.
00:14:31: Die recht starken Austausch mit den Ägyptern hatten wohl viel auch von der egyptischen Mythologie übernommen haben und die Minoa waren im Kreter.
00:14:42: Und der sagenumwobene König der Minoa Das war jetzt geschichtlich bewiesen.
00:14:49: Die Minoah waren Hochkultur, Zwei-Tausend bis Tausend vor Christus ungefähr Lange bevor die Athena die Führung solle Mittelmeer übernommen hatten lange vor Rom sowieso.
00:15:01: und die Minoa hatten jetzt das ist jetzt sage hatten einen König den König Minos Palast von Knossas.
00:15:09: Und der König minus hatte eine Frau sehr hübsche frau viel jünger als er und er hat es.
00:15:17: Sagen wir mal ehrlich, er hat es körperlich sexuell in dem Alter jetzt nicht mehr so drauf gehabt und die Frau wollte aber schon.
00:15:26: Und die Frau hat sich da mit einem Stier eingelassen und hat sich ein Gestell bauen lassen von einem Ingenieur damals, von Daedalus der alles konnte was technisch an Anforderungen an ihn herangetragen wurde und hat einen gestell gebauter Daedalous.
00:15:42: Sie hat sich dahin gespannt und hat sich von diesem Stier begatten lassen.
00:15:47: Und daraus ist ein Sohn, ein furchtbares Ungeheuer, einen Ungetüm geboren worden der Minotaurus – halb Mensch, halb Stier, ein ungeheurer, ein fuhrbar verfressenes gefrässiges UngeHeuer das also mit Vorlebe jünglinge und jungfrauen gefressen
00:16:05: hat.".
00:16:07: Und dann haben wir wieder den Daedalus.
00:16:08: Aber der Minos, der König war immerhin der Sohn seiner Frau.
00:16:12: Er hat es jetzt nicht diesen Minotauris einfach so töten lassen können, den Sohn und seiner Frau aber gesagt, wir müssen ihn einsperren.
00:16:20: das geht nicht so weiter, er frisst uns die ganze Jugend weg!
00:16:23: Der Daedalous hat ein Labyrinth gebaut, ein riesiges Labyrinthe aus dem er selber schon fast nicht rausgefunden hat.
00:16:31: Und da haben wir den Minotaurus reingetrieben ins innere des Labyrinthes und es ist nicht mehr rausgekommen.
00:16:35: Aber die Auflage war, dass er monatlich zehn Jünglinge und zehn Jungfrauen bekam um sich zu ernähren.
00:16:44: Die
00:16:44: haben die Minoa damals aus Athen.
00:16:47: Aus dem noch nicht starken Athen aber von ihnen dominierten Athen bringen lassen.
00:16:54: Per Schiff.
00:16:54: Athen war im Norden von Griechenland.
00:16:57: Greta ganz im Süden.
00:16:58: per Schiff mehrere hundert Kilometer sind dann jedes Monzen Boot gekommen mit zehn Jünglingen und zehn Jungfrauen.
00:17:07: Und der König von Athen, der Ergäos war natürlich wahnsinnig traurig und betrübt.
00:17:12: Man hat gesagt das kann man nicht mehr länger so machen wir werden ausgeblutet.
00:17:19: Dann hat er seinen zoonmächtigen kräftigen jungen Mann, einen Helden eigentlich.
00:17:25: Also richtiger Herr hat aber noch keine Heldentat gemacht, aber sagt das ist jetzt eine Heldental und der Tee soll es, der Sohn vom Aegeus, vom griechischen König gesagt ich fahre dahin, töte den Geh ins Labyrinth, töte den Minotauros.
00:17:39: ob ich dann wieder nach heim und nach Hause komme oder nicht egal.
00:17:42: Hauptsache ich habe meine Mission erfüllt.
00:17:44: Das ist viel wichtiger als das eigene Leben Und der König Aegeius hat gesagt okay gibt dir ein Schiff mit Ich gebe dir ein paar Soldaten mit.
00:17:50: die werden dir helfen.
00:17:52: Du hisst die schwarzen Segel, dass du auch ein bisschen geschützt bist.
00:17:56: Aber wenn du zurückkommst und du hast deine Mission erfüllt, bitte hisse die weißen Segeln!
00:18:00: Ich erwarte dich.
00:18:01: ich stehe bei Caps Union.
00:18:03: das ist so ein Kapitän von Athen wo man über ganze Egeis schauen kann nach Süden Sonnenuntergang sehen kann und der König Egeus hat also da auf sein Sohn gewartet bis er endlich zurück kommt mit den weißen segeln.
00:18:16: Und der Tee soll es?
00:18:18: Der Held ist losgezogen Ist zu lange oder
00:18:21: Jetzt kommt sie gleich zum Punkt, wir kommen ja gleich zum Icarus.
00:18:26: Der Song ist losgezogen der Tee soll es.
00:18:28: mit seinem Schiff hat zwischengetankt.
00:18:31: auf einer anderen Insel sagen wir mal es ist Naxos hat da die Ariadne die Königstochter dort getroffen.
00:18:39: Ariadna hat sich furchtbar in ihm verliebt und gesagt ich gebe dir einen Tipp ich geb dir hier ein Faden mit einem Riesenknäuel der Ariadnepfaden gebt ihr den mit.
00:18:48: Übrigens, heute wenn Taucher in die Höhle reintauchen haben sie auch ein Ariadne-Faden dabei um wieder rauszufinden aus dieser Höhler.
00:18:55: Gut, gebt ihr den.
00:18:57: mit dem bindest du am Rande an gehst rein, wickelst einen Faden aus nimmst dein Schwert töt es dir natürlich.
00:19:03: das weißt so besser wie ich wie du das machst.
00:19:06: und dann kommst du wieder raus und dann segelst du zurück holst mich hier auf meiner Insel ab und dann fahren wir zusammen nach Athen und haben einen schönen Lebensabend.
00:19:13: Und er macht es.
00:19:13: Er hat furchtbar gut geklappt mit diesem Arianefaden.
00:19:17: Er hat den Minotaurus getötet, ist raus und hat es geschafft.
00:19:21: Ist zu seinen Männern aufs Boot, ist nach Hause gesegelt, hat noch die Arretten abgeholt und in dem
00:19:31: Jugendlichen
00:19:32: Überschwang in diesem Heldentum vergessen das weiße Segel zu hissen.
00:19:36: Er hatte noch das schwarze Segel und der Egeos.
00:19:38: sein Vater steht Auf dem Cup übern Meer und sieht das die schwarzen Segeln kommen?
00:19:43: Scheiße!
00:19:48: Mein Sohn hat die Mission nicht erfüllt.
00:19:50: Und stürzt sich ins Meer der Egeos, seitdem heißt sie Eges.
00:19:56: Benannt nach dem tragischen Tod des Königs Egeus.
00:20:00: Was passiert bei den Minoern?
00:20:04: Die haben es natürlich sofort entdeckt.
00:20:06: Der Minotaurus wurde getötet auch noch von einem Athena.
00:20:09: Wer war Schuld?
00:20:10: Der Ingenieur, der das Labyrinth nicht gut genug gebaut hat.
00:20:14: Dass da irgendwie so ein griechischer Jungling reinkommt und den umbringe kann.
00:20:19: Und dann wurde der Dädalos mit seinem kleinen Sohn Icarus, der noch Kind war, da eingesperrt auf Jahre – auf lebenshaft!
00:20:29: Und jetzt komme ich dazu zu dieser Geschichte, die er jeder kennt.
00:20:34: Irgendwann hat sich der Ingenieur auch da zu helfen gewusst und hat sich uns seinem Sohn eben die Flügel gebaut aus Wachs- und aus Federn, die über die Jahre runtergeflogen sind.
00:20:43: Alles gesammelt – sich flügelgebaut!
00:20:47: Und der Dedalus und Icarus fliegen, fliegen... ...fliegen aus dem Labyrinth in die Freiheit.
00:20:56: Der erste Moment für den Icaros wo er Die weite Perspektive hat.
00:21:01: er, der ist aufgewachsen im Labyrinth.
00:21:03: Das erste Mal in Freiheit fliegt daneben seinem Vater und natürlich probiert er das aus.
00:21:08: wie hoch kann ich fliegen?
00:21:09: Wie tief kann ich Fliegen?
00:21:11: Und das wissen wir dann alle.
00:21:14: aus diesem Übermutter raus, aus dieser Weitenperspektive, aus diesen Freiheitsgefühl heraus verfliegt es sich, verheddert sich in den Wellen weil er zutief geflogen ist und stürzt ins Meer.
00:21:27: Der Delalos ist ihm danach geflogen, hat ihn aus dem Meer gezogen und hat ihm auf der Insel Icaria nach Icarus benannt beerdigt.
00:21:35: Also ich musste ehrlich sagen, ich höre diese Geschichte lieber von dir als von Michael Kühlmeier
00:21:41: oder vom Gustav Spab.
00:21:42: So, das
00:21:45: war die Kurzwetzung.
00:21:46: Könnte man es ausbauen?
00:21:48: Man kann natürlich auch wissenschaftlich fragen wie weit ist es denn vom Verlass von Knossos bis Icaria.
00:21:53: Das sind ungefähr zweihundfünfzig Kilometer fünf sechs sieben Vogelflugstunden.
00:21:59: Der ist lange flogen.
00:22:00: Die haben das richtig genossen dieses Fliegen Die wollten ja auch weit weg Ja und die wollten sich ja auch in Sicherheit bringen.
00:22:05: Von diesen mächtigen Minoren, die die sofort umgebracht hätten.
00:22:08: Zwei auch eine Flucht.
00:22:11: Ja, wir haben jetzt den Song Icaro Stream.
00:22:13: in dreifacher unterschiedlicher Varianten habe ich den vorbereitet und zwar zuerst hören wir ihn so wie ihr den Song im Studio aufgenommen habt.
00:22:23: Auf der CD-Marie.
00:24:22: Eure Stücke von Quadro Nuevo die klingen nie gleich sie klingen in jedem Konzert anders Und für euch ist das glaube ich einfach auch wahnsinnig abwechslungsreiches immer ab anders zu spielen.
00:24:38: Speziell diesen Song habt ihr auf einem Berg aufgenommen und zwar auf dem Kerkis, das ist der höchste Berg der griechischen Insel Samos.
00:24:46: Und das muss man sich jetzt aber vorstellen was es bedeutet.
00:24:49: Ihr seid nämlich mit den gesamten Equipmenten, mit den Instrumenten, Fotoausrüstung, das ganze Aufnahmeequipment in der August-Hitze dahin aufspaziert.
00:24:59: Wie er Österreicher oder aus Bayern Könnt man sagen, so ein Berg der hier ist eigentlich einen Klacks.
00:25:07: Aber ihr seid bei Null losgegangen?
00:25:09: Genau!
00:25:09: Du parkst unten das Auto, da ist es ziemlich auf mehrershöhe und dann geben wir eben dieser Tausend Netto bis zu den Tausenderen Höhenmeter.
00:25:19: Und es ist dort sehr wenig beschrieben.
00:25:22: Die Wegmarkierungen sind ja bei uns in den Österreichischen oder Bayerischen Alpen super gemacht.
00:25:28: Da steht dann auch immer, wie weit und wo die nächste Hütte ist.
00:25:31: Wie lang es noch dauert zum Gipfel?
00:25:34: Und ihr habt euch da ein bisschen vergangen und seid erst im fast Sonnenuntergang angekommen.
00:25:39: Also wir haben gedacht, mittags im Augusta rauf gehen ist Wahnsinn keins!
00:25:43: Wir haben am Tag vorher auf dem Festival gespielt, schlafen aus... ...und dann sind wir um zwei los gegangen.
00:25:48: Die Rechnung war so ja, dass ich mal in zwei Stunden oben arbeite.
00:25:51: Es hat viel länger gedauert und sind wie du sagst sonnenuntergangen.
00:25:54: oben angekommen auf den Gipfel Und dieses Bild, was man von dort oben hat.
00:25:58: Das ist eines der spektakulärsten Ausblicke die man so haben kann für mich weil du siehst stehst auf der Insel Asamos auf diesem höchsten Berg der Ost-Eggäste und schaust rüber auf die Insel Icaria wo Icarus begraben wurde im Süden die Insellgruppe Furni und dazwischen dieses Meer.
00:26:20: das ist das Icario Pelago benannte Icarische Meer, wo er ins Meer gestürzt ist.
00:26:30: Das ist wie eine riesige Theaterkulisse.
00:26:35: Und dann seid ihr da oben gestanden?
00:26:37: Schweiz gebadet und habt es gespielt.
00:26:41: Wir haben einen Soundmann dabei gehabt, der uns aufnehmen sollte.
00:26:44: Der ist noch nach hinten gefallen in so ein Dornenbusch.
00:26:46: Da müssen wir aus seinem Allerwärter sind sie erst noch die Doren entfernen.
00:26:51: Dann haben wir die Instrumente aufgebaut, dann haben die Musikrecorder aufgebaut.
00:26:54: Wir hatten drei Zoom-Recorder – das führt jetzt ein bisschen weiter ins Technische aber es sind so schöne ganz gute Stereo-Recordern, die man dann zusammenfügen kann diese Signale und haben oben diesen Song aufgenommen oder sagen mal Fragmente dieses Songs aufgenommen, die wir dort nach dem Studium zusammengefügt haben Wie immer fertig war mit der Aufnahme.
00:27:14: zwischen den haben noch Fotos gemacht können auch vielleicht eins oder zwei einblenden Und wie man fertig mit der Aufnahme war, dann war es dunkel.
00:27:23: Jetzt stehst du auf so einem Berg da oben in Griechenland ohne Infrastruktur.
00:27:28: Da geht nicht mal Handy empfangen und muss drunter.
00:27:31: Und wir hatten Gott sei Dank den Andreas Hinterseer unseren Akkordionisten dabei, der bei der Bergwacht ist und der sich an seinem GPS immer so Punkte gesetzt hat, wo er zu bewusst beim Rauf gehen musste.
00:27:46: Das haben wir gar nicht mitbekommen.
00:27:47: Man hat gesagt, da pass auf jetzt übernimm ich sonst mache ich immer so ein bisschen die Führungsrolle und sagt jetzt übernehme ich die Föhrung Und dann haben schon alle so rumgelegt ja wie weit ist der?
00:27:57: Was meinst du unsere Zeit zurück?
00:27:59: Ich muss mich konzentrieren.
00:28:01: Wir sind wirklich in Dunkelheit mit den Handytaschenlampen.
00:28:04: Es waren sogar Skorpione auf dem Weg.
00:28:06: Ja, wir waren ungefähr zu acht.
00:28:09: Einige hatten richtig Angst vor diesen Scorpionen.
00:28:11: Er führte uns runter und wir waren dann, glaube ich um halb drei Uhr morgens waren wir unten.
00:28:18: aber für eine gute Aufnahme muss man auch verbringen und das Risiken eingehen
00:28:27: Und so klingt das so schön.
00:29:58: Ja wie gesagt es klingt immer anders.
00:30:00: Jetzt haben wir noch eine dritte Version.
00:30:02: Hast du jetzt vorgeschlagen?
00:30:04: Das mache ich wirklich, weil du da jetzt sitzt.
00:30:07: Dass sich auch meine klare Nette ausbacken.
00:30:11: Ja, du hast vorgeschlagen dass wir das zu zweit einfach spielen dieses Stück?
00:30:15: Ja!
00:30:18: Das ist eine ganz neue Version jetzt.
00:30:20: Die gibt es auch sonst nie mehr wieder so.
00:30:22: Die gibts nur in dem Augenblick.
00:30:24: Kann man nur jetzt hören und so...
00:30:27: Also ich spiel vielleicht ein kleines ikarisches Intro.
00:30:35: Kommst du dazu?
00:30:36: Vielleicht noch ein kleines Audio-Kommentar.
00:30:37: Wir haben es wirklich nicht geprobt oder geübt, ich habe wohl einen Notenblatt von dir gekriegt.
00:30:42: Vielen Dank dafür!
00:30:44: Aber wir machen das jetzt einfach ganz spontan.
00:33:45: Danke Molo.
00:33:47: Wir müssen ganz kurz über diese Zirkulationsatmung sprechen.
00:33:51: Ich möchte ganz kurz darüber diese Zirculationsatmungen sprechen.
00:33:54: Beim Intro hat man gesehen und gehört also für diejenigen, die es gesehen haben.
00:34:00: Wie du die Backen aufbläst und die Luft gleichzeitig wiederholst.
00:34:04: Kannst du das kurz erklären?
00:34:05: wie das ist wenn man permanent spielen kann ohne zu atmen?
00:34:10: Genau!
00:34:12: Also ohne frisch zu Atmen?
00:34:13: Ich
00:34:13: spiele... Und in der Zeit wo ich durch die Nase Luft nachhole fungieren meine Backen wie in der Blasepalk von einem Dudelsack.
00:34:28: Einatme die Luft nur aus dem Wacken raus, nicht aus der Lunge.
00:34:43: Könnte ich ewig machen?
00:34:44: Macht auch Spaß!
00:34:44: Das ist eine Form von Meditation und wer das ... es muss ja nicht jeder können.
00:34:49: also man kann auch weiter überleben als normaler Mensch wenn man nicht die Zirkularatmung kann aber... Man kann das Strohhalm, also Metallstrohhalmen Und man kann das mit dem Wasserglas sehr gut üben.
00:35:12: Geht ewig so dahin?
00:35:14: Ich werde das üben, weil dann kann man das beim Sprechen auch anwenden.
00:35:16: Dann kann man reden ohne Luft zu holen!
00:35:20: Ist es gut oder?
00:35:21: Ja vielleicht
00:35:21: ist das manchmal ganz gut.
00:35:22: Anderen überlegen.
00:35:25: Ja gut...
00:35:27: Man hört das auch schön in dem Song.
00:35:29: Miserloo hat in eurem Buch Grand Voyage ein eigenes Kapitel Und da geht es um den Soundtrack der Entstehung der Welt.
00:35:43: Da steht am Anfang drinnen, I know this melody it's an old song from my home country.
00:35:48: Diesen Spruch hören wir immer wieder egal ob das erwähnte Home Country nun Serbien Rumänien Türkei Israel Libanon oder Ägypten ist.
00:35:58: Jeder denkt dass Lied käme aus seinem Land.
00:36:04: Es ist wirklich so, dass wir ganz viele Menschen in den östlichen mediterranen Ländern getroffen haben.
00:36:10: Die, wenn sie dieses Melodiefragment... Ah!
00:36:14: Das
00:36:15: ist eine Songs von meinem Home Country.
00:36:17: Ich kenne es aus meiner Kindheit.
00:36:19: Meine Mutter meint das auf dem Blatt.
00:36:24: Das heißt, dass es wirklich eine uralte sehr verbreitete Melodie ist.
00:36:28: Wenn du jetzt bei Volkstanzgruppen dieses Lied vorspielst und sagst ja das ist ein griechischer Tanz oder wenn man einen ägyptischen Kollegen vorstellt und sagt das ist eine sehr alte Egyptian Melodie, dann kommt es um unser Land.
00:36:43: Wir wollen das nicht final klären wo es genau herkommt, sondern auf alle Fälle ein sehr altes verbreitetes Lied Das dann letztendlich bei uns glaube ich bekannt wurde durch den Film Pulp Fiction, wo es als Filmmelodie verwendet wurde in einer sehr rockigen Version mit E-Gitarn und Drums.
00:37:01: Wir hören aber jetzt eure Version.
00:37:03: Gerne!
00:37:57: Also was wir sicher sagen können die Melodie kommt nicht von unserem Home Country wieder aus Deutschland noch aus Österreich.
00:38:05: In euren Anfangsjahren und darauf will ich gar nicht vergessen habt ihr euch sehr intensiv dem argentinischen Tango gewidmet und ihr habt auch eine Zeit lang in Buenos Aires gelebt.
00:38:16: Und den Tango möchte ich heute natürlich auf keinen Fall vergessen, ihr habt sogar in New York den Pablo Ziegler getroffen.
00:38:23: das
00:38:24: war der Pianist von Astor Piazzolla, der wollte das Viprandonion vom Andreas Hinterseer ausprobieren.
00:38:33: Das muss ja eine sensationelle Begegnung gewesen sein.
00:38:37: Ja, aber für uns war es da ganz toll den Pablo Ziegler zu treffen und man meint dann immer wenn ein Musiker dann irgendwie mal sowas Interessantes gemacht hat das der dann wahnsinnig viel dazu zu erzählen hat.
00:38:51: Aber oft sind Musiker gar nicht so verbale Typen mehr.
00:38:56: Also das kannst du von dir aber nicht sagen, oder?
00:38:59: Ich kann es von dir auch nicht sagen.
00:39:00: Ja, aber er ist jetzt nicht einer der dann erzählt hat wie war's mit Pierre ... Was war denn das für ein Mensch?
00:39:06: und so...
00:39:07: Wie war er denn der
00:39:08: Astor?
00:39:09: Und man will auch vielleicht da nicht bei jeder Frage in der Vergangenheit dann so rumwühlen.
00:39:14: Das ist ein ... Damals, das war ... ... zweitausend Dezember haben wir eine Kanäkehol gespielt und dann haben wir New York aufgenommen, waren zwei Wochen in New York Und da hat der Pablo Ziegler eben in New York gelebt, wie der Astor Piazzolla übrigens auch.
00:39:30: Vieles von dem was die Piazolle gemacht hat ist in New-York entstanden und der Pablo ziegler war halt noch offen und wissbegierig und hat dieses Fibrantonien vom Andreas auf irgendeine Aufnahme von uns gehört und wollte dieses Instrument eben auch ausprobieren und vielleicht bestellen sich bei der Akkordeonfirma Victore in Castell Fidardo in Italien.
00:39:53: Man hat dann auch so ein bisschen Hemmungen, die ihn auszufragen.
00:39:56: Er hat der Piazoller den Alkohol getrunken und hatte eher Rotwein oder Weißwein getrunkt.
00:40:00: Wie viele Frauen hat er denn...
00:40:01: Das wären die Fragen, die du gestellt
00:40:03: hättest?
00:40:05: Wohl nicht!
00:40:06: Na ja, zum Beispiel das Offizielle über seine Musik kann man nachlesen.
00:40:10: Ja, das
00:40:10: stimmt.
00:40:11: Die Sachen, die man nicht nachlese,
00:40:14: sind interessant.
00:40:16: Also zum Tango habe ich, es gibt eine große Palette an Tangos die ihr natürlich aufgenommen habt.
00:40:22: Ich hab jetzt ausgewählt Josäu Maria.
00:40:25: Das ist aus der Oper von Astor Piazolla Maria de Buenos Aires.
00:40:29: Ja genau.
00:40:29: Erzähl
00:40:30: mal von der Aufnahme.
00:40:32: Pia Zoller wollte nie seine Musik vermengen mit anderen Kunstformen und ne Oper ist ja eigentlich ne Vermengung verschiedener Kunstforme.
00:40:41: Libretto das Wort... Gesang, Schauspiel, Bühnenbild.
00:40:47: Die Geschichte?
00:40:48: Musik, Dramaturgie genau und gut ist auch für sich als Kunstform stehend natürlich toll und viele Leute lieben Opa.
00:41:00: aber für ein Musiker, dem es um seine Musik, um den Ton seines Instruments so der wasen geht wie ein Piazzolla, der war ein sehr ernsthafter Mensch.
00:41:09: er hat jetzt nicht irgendwie Musik zur Gaudi gemacht und auch einmal auf einem Tanzball gespielt sondern hat sich voll in den Tango rein gegraben und ihn in die Luft geschmissen, rumgewirbelt wieder aufgefangen zerrissen und zu was neuem zusammengebaut.
00:41:26: In Tango Nuevo.
00:41:28: der war schon sehr in seiner Musik gefangen und drin und er wollte das nicht unbedingt seine Kunstformen vermengeln mit anderen.
00:41:35: aber dann kam eben ein junger Poet de Horacio Ferreran gesagt ich habe einen Libretto Und du musst die Musik dazu machen Dann erfolgreich zu überreden versucht, dass der Piazoller dann gesagt hat gut lass uns das machen.
00:41:53: Ich mache eine Oper die mache ich mit dir.
00:41:55: Er hat gesagt es ist auch eine Operita Es ist gar keine ganze Oper sondern eine kurze Oper.
00:41:59: und daraus wurde was sehr interessantes ziemlich surreale Handlung.
00:42:04: im Zentrum dieser surrealen Handlung steht Maria Frau aus Buenos Aires, die von sich sagt ich bin ziemlich überfordert mit diesen ganzen Anforderungen an mich.
00:42:12: Ich muss Mutter sein, ich muss leidenschaftlich geliebtes sein und brave Ehefrau sein, brave Tochter sein soll die Heldin einer Opa sein soll Hurre sein wie der Tango auch eben in den Gassen von La Boca dem Hafenviertel vom Buenos Aires in diesem Spelunken entstanden ist Und sagt, ich bin geboren aus der einer Spalte des Erfalts und bin beerdigt in einem Satz eines sehr pitteren Espresso.
00:42:39: Das sind sie!
00:42:41: Ich habe die Oper gesehen hier im Theater an der Wien von Christian Bakkanic, der hatte Musik gemacht.
00:42:50: Der war schon zu Gast von mir.
00:42:52: Toller Akkordionist.
00:42:53: Die haben das super gespielt.
00:42:55: Zu viert haben die die ganze Oper begleitet Und daraus haben wir eben diese Hymne, die sie singt.
00:43:04: Ich kann dem allen nicht gerecht werden... ich bin einfach nur Maria, Josä Maria!
00:43:09: Das haben wir dann in unserer Wässe umgespielt.
00:43:39: Maria del amor de Buenos
00:43:41: Aires soy yo Yo, soy María de Buenos Aires.
00:43:51: Si en este bario la gente pregunta quién soy Pronto.
00:43:59: muy bien lo sabrán las hembras que enviaran Cada macho mis piel con un rato.
00:44:30: Ja, eigentlich sehr untypisch für... Ich finde auch so fein, dass wir hier ein bisschen mehr Platz haben diese ganzen Geschichten zu den einzelnen Songs zu hören und auch von den Reisen.
00:45:06: Weil wenn man bei euch im Konzert ist, sprengt das oft in Rahmen.
00:45:09: Man hat oft nicht die Gelegenheit so auszuholen Und ich finde aber, dass die Musik natürlich ganz anders gehört werden kann Wenn man einfach diese Geschichte
00:45:18: vor
00:45:18: erzählt
00:45:19: bekommt.
00:45:21: Freut dich das auch?
00:45:24: Ja, das freut mich auch!
00:45:26: Ich würde auch gerne noch mehr längere Ansagen machen.
00:45:28: aber Konzert ist ja doch eher ein musikalischer Ereignis und oft führen natürlich diese verbalen Ausführungen die wir dann auch vielleicht mal mit dem Humor abdriften oder in die Absurdität abdrriften Dann immer wieder weg vom Musikgenuss.
00:45:43: Aber weil du gesagt hast die erste Aufnahme mit Sängerin Wir haben es immer vermieden mit Sängern oder vor allem mit Sängerinnen zu arbeiten, weil wir auch Egoisten sind am Instrument.
00:45:54: Wir haben heute vor allem die Themen angespielt der Stücke aber danach kommen immer Improvisationen.
00:45:59: das macht wahnsinnig Spaß und man improvisiert jeden Abend anders.
00:46:03: Wir sind auch nicht immer die gleichen Musiker bei Quarronevo, wir sind kollektiv an unserer vierten oder fünften Stelle.
00:46:09: es sind immer andere Musiker.
00:46:10: das macht's auch spannend.
00:46:12: auch immer neue Herausforderungen neu impulse der Kollegen Und da will man sich ausspielen als Instrumentalist und seine Instrumente hören.
00:46:21: Und sobald eine Sängerin dabei ist, verrutscht diese Hierarchie.
00:46:24: du wirst also mehr zum Begleitmusiker und die Sängerin ist immer.
00:46:28: menschliche Stimme ist immer im Vordergrund.
00:46:30: Ist auch gut so aber nicht mit uns haben wir am Anfang gesagt.
00:46:35: Ehe eine gute Entscheidung.
00:46:36: Dann
00:46:36: haben wir eben doch zusammenarbeiten.
00:46:38: gehabt habe hier noch ne Platte dabei zusammen mit Birgit Minichmeyer wo wir eben auch sie begleitet haben.
00:46:46: Weil uns das Projekt so spannend erschien, spielen wir jetzt nichts draus vor.
00:46:51: Das Album heißt Es ist ein Unperfect Actor wo sie Sonnette von William Shakespeare zu Musik gemacht hat.
00:47:03: Wir haben zusammen mit einem Pianisten Bernd Lotzke komponiert.
00:47:07: Von Shakespeare gibt es ja keine Melodien Aber auf diese Sonnette die unglaublich tolle Texte haben haben wir Musik drauf gemacht, Birgit hat sie gesungen und ich finde es sehr schön gesungen.
00:47:19: Und das hat uns eigentlich zum ersten Mal aufgeschlossen... Das war ein Corona-Projekt und diesen langen Corona Winterabenden haben wir uns mit der Birgitte ins Studio gestellt in München und haben wirklich mehrere Tage rumprobiert.
00:47:33: Da hatten wir Zeit, aber keine Auftritte gehabt Und das hat uns ein bisschen geöffnet, dafür mit Sängern zu arbeiten.
00:47:40: Und diese Sängerin, die wir gerade bei dem Tango gehört haben – das ist Marion von der Marion-Zobo-Benne Französin.
00:47:47: Junge Französen macht Spaß!
00:47:49: Mit so einer Künstlerin auch mal zusammenzuarbeiten.
00:47:52: Ja was wir noch gar nicht gesagt haben, ist weil du gesagt hast, Quadronevo ist ein Musikerkollektiv.
00:47:59: also ihr seid es aber trotzdem drei in unveränderter Besetzung spielende Grund, also ihr drei.
00:48:07: Das bist du oder Andreas Hinterseer am Akkordeon und die Laufgärm am Kontrabass?
00:48:12: Und das muss man schon auch sagen seit dreißig Jahren spielt es ja zusammen.
00:48:15: Habt all diese Reisen gemacht euch gibt's länger als die Beatles und andere und hoffentlich noch länger als es die Stones gibt.
00:48:22: Das ist auch nochmal eine eigene Geschichte was das bedeutet musikalisch sich gemeinsam weiterzuentwickeln sich nicht zu trennen im Laufe der Karriere wo sich auch natürlich ängste Freundschaften bilden, mit dem Didi warst du ja auch in der Schule.
00:48:37: Also ihr kennt euch euer ganzes Leben eigentlich und das finde ich schon sehr herausragend und bemerkenswert dass man nicht wegen irgendeiner Streiterei dann auseinander geht sondern ihr seid immer noch die ersten drei die dabei waren.
00:48:49: es ist
00:48:50: einfach sehr schön
00:48:53: als Publikum jetzt auch mitzubekommen.
00:48:55: das wollte ich jetzt einfach nur sagen Du brauchst doch nichts dazusagen, aber das ist so...
00:48:59: Das ist wie in einer langjährigen Ehe oder auch in der langjährige Freundschaft.
00:49:02: Man muss viel Toleranz aufbringen und man muss dann immer wieder dem anderen sagen können hey ich schätze es an dir!
00:49:10: Das ist eine Eigenschaft die mag ich an dir, dass man sich gegenseitig Komplimente macht.
00:49:16: Und das ist ein Sortativ für andere Bands.
00:49:19: Wie kann man zusammen bleiben?
00:49:20: Immer noch für langjähriger menschliche intensive Beziehungen.
00:49:23: wenn du nur mit jemandem bekannt bist und den vielleicht zweimal im Jahr in irgendeinem Café zufällig trifft, dann muss man das vielleicht jetzt nicht so forcieren.
00:49:32: Aber wenn man wirklich was miteinander will, weil mein Projekt miteinander hat, sei es eine Ehe oder eine Reise oder so ... Dann muss man schon ab und zu auch äußern und reflektieren, was hat man denn eigentlich voneinander Gutes?
00:49:48: Und was muss man sich vielleicht besprechen, was sich als Kindernis manchmal herausstellt, als negativen Punkt und darüber reden.
00:49:59: Aber es ist gut, dass wir drei dann immer wieder, weil ich gesagt habe, kollektiv an der vierten Position oder da machen wir Spielen auch zu fünft, andere Musiker hat die von woanders her kommen.
00:50:12: Aktuell spielen wir mit Tim Collins viel, das ist ein Vibraphonist aus New York, der macht mal Schlagzeug mitbringt oder Pianist Kriskal, oder ein junger Gitarist Philipp Schiepeck.
00:50:22: Und der hat sein eigenes Input.
00:50:25: mit reinbringt das Ensemble auch formend Darf und Soll durch seine Stücke, durch seine Spielweise, durch ihre Erfordernisse.
00:50:33: Dass er sagt hey ich will es aber ein bisschen jazziger oder hei ich will's aber ein wenig strukturierter... Hey!
00:50:37: Ich will jetzt nicht so viel proben.
00:50:39: lass uns mehr auf der Bühne passieren und mehr Wagen auf der bühne.
00:50:43: ist es spannend?
00:50:45: Ja, du hast gerade Tim Collins den Viprafonisten erwähnt.
00:50:48: Lass uns doch kurz nach Brasilien gehen!
00:50:50: Das ist nämlich wieder eine völlig andere Art von Musik.
00:50:53: Jetzt waren wir also schon in allen möglichen Ländern.
00:50:55: jetzt gehen wir nach Brasilian.
00:50:56: da gibt es auf dem Album Happy Deluxe
00:50:59: das krammen
00:51:01: wir auch noch heraus.
00:51:02: Da haben wir die Nummer seven to one und das ist eine musikalische Anspielung auf den sieben zu eins Sieg der deutschen Fußballmannschaft gegen Brasilien bei der WM.
00:51:13: Zwanzig vierzehn Und da spielt Team Collins Viprafon an der letzten Gitarre Paolo Morello.
00:52:26: Ja, das klingt jetzt vielleicht komisch wenn ich sage es ist wirklich für jeden Musikgeschmack etwas dabei aber es ist so vielfältig wie die Welt halt auch vielfaltig ist.
00:52:36: Ist die Musik vielfeltig?
00:52:37: Die eher auch daraus macht's.
00:52:41: und ja...
00:52:44: Willi nicht unterbrechen
00:52:45: weil es
00:52:45: ist schön was du sagst Es ist nicht unser Konzept.
00:52:49: World music ist ein altes Konzept.
00:52:52: dieser Begriff stammt aus den achtziger Jahren Aber gibt schon viel länger Begegnung verschiedener musikalischer Elemente dieser verschiedenen Kulturen, daraus entsteht etwas Neues.
00:53:04: Und dem folgen wir halt einfach nur.
00:53:07: und es passiert ganz von alleine wenn man reist dann passiert das.
00:53:12: Ja ich habe noch was mitgebracht über dass wir noch nicht gesprochen haben und dass mir ein Anliegen, dass eine Platte die ist nicht von uns sondern diese aus den fünftiger Jahren.
00:53:20: Dave Bruback ist nicht der Quadroneurobo, das stimmt!
00:53:24: Genau.
00:53:25: Der Dave Brubeck hat den Quartett, da war der Paul Desmond saxophonist, er hat damals so schön Take Five gespielt.
00:53:31: Da
00:53:32: gibt es auch eine Folge, habe ich auch
00:53:35: schon aufgenommen,
00:53:35: ja?
00:53:36: Folge drei glaube ich oder Folge
00:53:38: zwei.
00:53:39: Cool!
00:53:40: Muss man mal anhören.
00:53:41: Ja?
00:53:41: Müsst ihr euch anhören.
00:53:44: und der Dave Bruback hatte ne Tour gehabt in den fünften Jahren bereits nach Japan Also Amerika nach Japan, was natürlich damals sehr aufwendig war und hat in Japan Konzerte gegeben.
00:53:55: Und war so beeindruckt von der japanischen Musik, von dieser Ruhe auch mit dem Zen-Buddismus verlinkter Musik.
00:54:05: Der Schlagzeuger Joe Morello hatte seine ganze Gage die er dort bekam in Musikinstrumente, in japanische Percussion Instrumente.
00:54:14: So Holz!
00:54:16: Klangstäbe und Trommeln hat er investiert.
00:54:20: Und das konnte man damals im Flieger noch nicht mitnehmen, es hat dann einen Frachtschiff gegeben und sich nach New York schicken lassen der Joe Morello.
00:54:28: Als das ankam sind sie in Studio gegangen in New York und haben eine Platte auf.
00:54:33: In dieser Zeit hat dann der Dave Bruberg Stücke komponiert die heißen zum Beispiel Tokyo Traffic oder Fujiyama Zensuen und sind dann in Studio gegangen mit diesen japanischen Instrumenten.
00:54:51: Und haben eine Platte aufgenommen, The Jazz Impressions of Japan.
00:54:56: Das ist genau unser Konzept.
00:54:58: Es ist eigentlich so das Wörth-Music-Konzept.
00:55:01: Mehrere Kulturen begegnen sich.
00:55:04: Ich habe es noch mitgenommen weil ich bei mir gerade rumstand, dass ich
00:55:07: das Spannend finde.
00:55:09: In den fünftiger Jahren passiert das ja also vor seventy fünf Jahren.
00:55:13: Aber es ist ja wurscht, von wem das Konzept ist.
00:55:15: Es muss ja trotzdem gut umgesetzt sein.
00:55:18: Klar!
00:55:18: Ja?
00:55:18: Weil es ist einfach ein Unterschied ob man sagt wir spielen jetzt argentinischen Tango und waren noch nie in Buenos Aires oder wir spielen arabische Volksmusik und waren halt noch nie im Land.
00:55:30: Das wesentliche glaube ich ist dass man mit einem gewissen gewissen hohen musikalischen Anspruch rangeht und dass es auf keinen Fall irgendwie persifilierend sein darf oder
00:55:43: auf
00:55:43: neue Deutsch verarschen sein darf.
00:55:46: Das muss immer mit Respekt dieser Kultur gegenüber sein.
00:55:49: Es gab es auch schon, dass sich Kulturen begegnet haben wo die Künstler gar nicht in diesem Land waren weil sie nicht durften oder konnten.
00:55:58: In Russland und in Polen gab's in den Siebziger Jahren schon amerikanisch beeinflussten polnischen Jazz Wo kein polnischer Jazz Musiker damals wahrscheinlich nach New York reisen durfte Genau.
00:56:16: Wie das dann genau im einzelnen Stadt findet, wer wo wie lang sich in dieser anderen Kultur aufhält kann man lange darüber reden.
00:56:24: aber wichtig ist diese Begegnung auf einen hohen Augenhöhe vom hohen Respekt Ebene.
00:56:32: Ja Molo, du sagst man kann lang drüber reden.
00:56:34: Also ich bin überhaupt dafür dass es einen eigenen Quadronoevo-Podcast geben sollte weil so viel zu erzählen gibt und wenn man wirklich lange reden kann.
00:56:42: aber wir kommen zum letzten Musikstück.
00:56:44: Ich möchte nämlich schließen mit einem Titel den ihr mit dem Sufi Jazz Projekt Kyro Steps aufgenommen habt.
00:56:50: Der Song heißt Kali G Steps.
00:56:53: Bitte noch eine Geschichte dazu.
00:56:56: Wir haben eben diesem ägyptischen Musiker getroffen.
00:56:59: Es ist ne Band in Cairo die heißen Cairo Steps und es ist auch ein Flötis zum Beispiel aus dem Irak, aus Bagdad dabei der in Köln lebt weil er aus dieser Stadt raus musste, weil er Christ is.
00:57:13: Und so versprengte Musiker die teilweise in Deutschland leben, teilweise in Ägypten leben und wir haben tuend miteinander gespielt in Ägypten, in Deutschland.
00:57:24: Wir haben ein Album aufgenommen, Flyin' Carpe, dieses Bild des fliegenden Teppichs.
00:57:31: Der sich über politische ethnische sprachliche religiöse Grenzen-Teppich, der darüber fliegen kann.
00:57:39: und wir stellen uns wirklich vor dass wir gemeinsam auf diesen Teppig fliegen ohne jetzt diese nationalen Gedanken oder religiöser Gedanken.
00:58:49: Super Schluss!
00:59:15: Für eine sehr bunte Folge.
00:59:18: Danke für die Einladung, danke fürs Zuhören den Musikhörerinnen und Musikliebhabern.
00:59:23: Sehr gerne!
00:59:24: Und
00:59:25: gerne auf die Website von QuadroNoevoGen, es gibt CDs, es ist wie Null, es sind Bücher.
00:59:31: Es gibt wahnsinnig viel zu entdecken nach dreißigeren Bandgeschichte.
00:59:35: Gibt's auch wirklich viel zu erzählen?
00:59:37: Ich möchte noch Danke sagen an die wunderbaren Räumlichkeiten hier.
00:59:40: wir sind im Fortions Tonstudio von Martin Klebern und wie immer gibts an dich.
00:59:46: noch meine letzte Frage Molo was können Kunst und Kultur zu einer besseren Zukunft
00:59:51: beitragen.
00:59:55: Der Mensch ist in seinem Alltag mit vielen Dingen beschäftigt, mit dem Bankkonto Geld verdienen, mit der Partnerschaft und seiner Gesundheit manche Leute.
01:00:09: Mit dem Chef Probleme.
01:00:11: Und Kultur ist immer ein Augenblick, indem er sich darüber hinweg setzt wo man eine Auszeit hat von all diesen alltäglichen Problemen.
01:00:26: Und wenn das für viele Menschen gleichzeitig so ist wie in einem Konzertsaal oder in einem Museum, wo man still von Bild zu Bild geht und man macht es zusammen.
01:00:37: Ist das ein sehr friedlicher Prozess der uns zusammenbringen kann vielleicht wie früher ein Gottesdienst?
01:00:45: Oder eine gemeinsame Meditation oder eine spirituelle Handlung.
01:00:51: Vielleicht ist ein Konzert eine spirituelle Handlung, wo man friedlich zwei Stunden Abseits von diesen Problemen des Alltags Zeit verbringt.
01:01:00: Und das, glaube ich, ist einen Beitrag zur gegenseitigen Verständigung zum friedlichen Zusammenleben.
01:01:08: Das sollte man recht viel haben und das sollte man pflegen und das sollten wir uns nicht nehmen lassen vom Einsparmaßnahmen der Politik.
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